- 30. Mai 2026: Fellows Ride erstmals in Leipzig
- Rund 100 erwartete Teilnehmer im Stadtzentrum
- 13. Mai 2026: Spendenaktion auf dem Sachsenring
Mit dem Fellows Ride erreicht eine bundesweite Motorradbewegung erstmals die sächsische Metropole Leipzig. Ziel der Veranstaltung ist es, das Thema mentale Gesundheit stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und ein Zeichen gegen das Schweigen bei psychischen Belastungen zu setzen.
Motorradkorso durch Leipzig mit klarer Botschaft
Am 30. Mai 2026 soll sich das Leipziger Stadtzentrum in einen Treffpunkt für etwa 100 Motorradfahrer verwandeln. Von dort aus startet die gemeinsame Ausfahrt durch die Region. Der Ride steht unter dem internationalen Leitgedanken „Ride Don’t Hide“ und will Offenheit im Umgang mit seelischen Krisen fördern.
In mehr als 30 Städten engagieren sich bereits tausende Motorradfahrer im Rahmen der Initiative. Mit Leipzig kommt nun ein weiterer Standort hinzu. Die zentrale Botschaft lautet: Nicht verstecken, nicht schweigen, sondern hinschauen und miteinander sprechen.
Persönlicher Antrieb der Organisatorin
Initiatorin des Leipziger Fellows Ride ist Peggy Renger, die unter dem Namen „Stressdoktor“ auftritt. Hinter ihrem Engagement steht eine eigene Geschichte. Sie berichtet von Phasen der Überlastung und innerem Druck, die sie an persönliche Grenzen brachten.
„Es gab Momente, in denen ich selbst nicht wusste, wie es weitergeht. Genau deshalb weiß ich heute, wie wichtig es ist, darüber zu sprechen“, sagt sie.
Die Organisation des Events erfolgt ehrenamtlich. Nach eigenen Angaben versteht sie den Ride nicht als Marketingmaßnahme, sondern als gesellschaftliches Anliegen. Ziel sei es, Menschen Mut zu machen und deutlich zu zeigen, dass niemand mit seinen Herausforderungen allein bleiben müsse.
Ihr Leitsatz lautet: „Burnout gehört nicht ins Leben – sondern, wenn überhaupt, auf den Asphalt.“ Oder eben: „Burnout? Nur noch auf dem Asphalt.“
Sachsenring unterstützt mit Spendenaktion
Ein zusätzliches Element der Leipziger Initiative ist eine Spendenaktion auf dem Sachsenring. Am 13. Mai 2026 wird die traditionsreiche Rennstrecke kostenfrei für Motorräder aller Marken sowie für Autos geöffnet.
Teilnehmer erhalten die Möglichkeit, auf dem Kurs zu fahren und dabei Spenden für die Initiative zu sammeln. Motorsport und gesellschaftliches Engagement sollen hier miteinander verbunden werden.
Filmvorführung als emotionaler Auftakt
Bereits im Vorfeld der Veranstaltung wird der Dokumentarfilm „Ride Don’t Hide“ in Leipzig gezeigt. Die Vorführung findet am 22. April 2026 in der BoneoFarm Leipzig statt. Im Anschluss ist eine Diskussion geplant, die als inhaltlicher Auftakt für den Ride dienen soll.
Der Film dokumentiert die Entstehung der Bewegung und geht auf die Hintergründe der Initiative ein.
Unternehmen als Partner der Initiative
Neben privaten Teilnehmern richtet sich der Fellows Ride auch an Unternehmen. Möglichkeiten zur Unterstützung bestehen etwa durch Sponsoring, Präsenz am Veranstaltungstag oder die Begleitung von Vorab-Events. Damit soll ein Zeichen für gesellschaftliche Verantwortung und einen offenen Umgang mit mentaler Gesundheit gesetzt werden.
Ein Motorrad-Event mit gesellschaftlichem Fokus
Der Fellows Ride Leipzig 2026 versteht sich als Motorradveranstaltung mit klarer gesellschaftlicher Ausrichtung. Die Kombination aus gemeinsamer Ausfahrt, öffentlicher Präsenz und begleitenden Aktionen soll Aufmerksamkeit für ein Thema schaffen, das oft im Verborgenen bleibt.
Im Zentrum steht die Idee, durch Gemeinschaft und Sichtbarkeit Barrieren abzubauen. Motorräder dienen dabei nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern als Symbol für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung.
Was das für mich als Motorradfahrer bedeutet?
Für Motorradfahrer bedeutet der Fellows Ride in Leipzig mehr als eine gemeinsame Ausfahrt. Die Teilnahme steht für sichtbare Solidarität mit einem Thema, das auch in der Motorradszene oft unausgesprochen bleibt. Wer sich dem Korso anschließt, positioniert sich klar für Offenheit und gegenseitige Unterstützung innerhalb der Gemeinschaft. Gleichzeitig entsteht die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken und Verantwortung zu übernehmen, ohne dass der sportliche oder gemeinschaftliche Charakter des Motorradfahrens verloren geht. Der Ride verbindet das Hobby mit einer gesellschaftlichen Botschaft und macht deutlich, dass Zusammenhalt nicht am Fahrbahnrand endet.







