- Neuer Termin: 12. bis 14. Februar 2027
- 2026 keine INTERMOT
- Erweiterung von zwei auf vier Hallen bei gleichzeitiger Verkürzung auf drei Tage
Mit der Verlegung in den Februar schlagen der Industrie Verband Motorrad Deutschland und die Koelnmesse ein neues Kapitel für die INTERMOT auf. Nach Jahren im Oktober und zuletzt im Dezember rückt die Messe nun näher an den Saisonstart. Gleichzeitig entsteht eine neue Wettbewerbssituation innerhalb Deutschlands.
Strategische Neupositionierung der INTERMOT ab 2027
Die Entscheidung zur Terminverschiebung wurde nach einem Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung des IVM vom 10. Februar 2026 getroffen. Ziel ist es, die INTERMOT wieder als zentrale Leitplattform der Motorradbranche in Deutschland zu etablieren.
Statt wie zuletzt im Dezember 2024 und 2025 soll die Messe künftig Mitte Februar stattfinden. Konkret ist der Zeitraum vom 12. bis 14. Februar 2027 vorgesehen. Gleichzeitig wird das Format angepasst. Die INTERMOT wächst flächenmäßig von zwei auf vier Hallen, verkürzt sich jedoch auf drei Tage. In früheren Jahren hatte die Veranstaltung inklusive Presse und Fachbesuchern bis zu sechs Tage gedauert.
Industrie bekräftigt Unterstützung
Mehrere Branchenvertreter haben ihre Unterstützung für den neuen Kurs öffentlich formuliert.
Mike Sommer, Leiter von BMW Motorrad Deutschland und IVM Präsident, betont: „Deutschland braucht eine starke, überregionale Motorradmesse» und ergänzt: «Die Besucherinnen und Besucher wollen am liebsten alle Motorrad und Roller Marken plus Bekleidung, Zubehör, Reisen und Erlebnisse live auf einem Event sehen, fühlen und riechen. Und natürlich Probesitzen, Benzingespräche führen und Spaß haben. Ich bin überzeugt, dass die Intermot mit der Verlegung des Termins auf den Saisonstart und der Vergrößerung von zwei auf vier Hallen wieder zur Leitmesse für die gesamte Branche werden kann. BMW Motorrad ist selbstverständlich mit dabei.
Auch Uwe Seitz, neuer Hauptgeschäftsführer des IVM, ordnet die Entscheidung als klares Signal ein: „Ein starkes Votum für eine große zentrale Motorrad Messe für alle, die diese Leidenschaft für das motorisierte Zweirad verbindet – das war der gemeinsame Wunsch von Präsidium und mir nach meinem Amtsantritt als Hauptgeschäftsführer des Industrie Verbands Motorrad. Das haben wir geschafft. Nun können sich alle darauf freuen, pünktlich zum Saisonstart 2027 in Köln all das an einem Ort zu sehen, was zum Motorradfahren dazugehört. Das gab es so in den vergangenen Jahren in Deutschland nicht mehr, und der große Zuspruch von Herstellern, Motorrad Produzenten und Zubehör Anbietern zeigt mir, dass die Industrie verstanden hat, wie wichtig das für den wirtschaftlich so bedeutsamen deutschen Motorradmarkt ist. Der IVM hat sich bereits daran gemacht, aus diesem klaren Bekenntnis im Februar 2027 ein Zweiraderlebnis der ganz besonderen Art zu machen.“
Weitere Unterstützung kommt unter anderem von Honda, Yamaha Motor Europe und Royal Enfield.
Albert Erlacher von Honda erklärt: „Honda unterstützt den Intermot Reboot ausdrücklich, weil wir überzeugt sind, dass die Motorradbranche gerade jetzt einen gemeinsamen, starken Auftritt braucht.“
Marcel Driessen von Yamaha hebt hervor: „Die Entscheidung, künftig im Frühjahr eine zentrale Branchenmesse in Deutschland dazu zu veranstalten, unterstützt Yamaha daher vollumfänglich.“
Edgar Kleinbergen von Royal Enfield formuliert: „Die Intermot ist Kompass und Impulsgeber der Motorradwelt. Wir sehen die Intermot als die führende Messe für den deutschen Motorradmarkt.“
Historische Entwicklung und Bedeutungsverlust
Vor der Corona Pandemie fand die INTERMOT bis 2019 im Zweijahresrhythmus im Oktober in Köln statt und wurde als Bühne für Weltpremieren genutzt. Dieser Schwerpunkt verlagerte sich zunehmend zur EICMA in Mailand, die jährlich im November stattfindet.
Der Versuch, 2022 wieder verstärkt als Welt Neuheiten Messe aufzutreten, blieb ohne den erhofften Erfolg. Mit der Verlegung in den Februar verliert Köln zudem seine Rolle als erste große Deutschland Plattform nach der EICMA. Neuheiten, die im November in Mailand gezeigt werden, sind damit erst rund zweieinhalb Monate später in Köln zu sehen.
Februar als neuer Schwerpunkt im Messekalender
Der Februar gilt traditionell als Start in die Motorradsaison. In dieser Phase werden Kaufentscheidungen vorbereitet, Neuheiten begutachtet und Zubehör geplant. Laut Veranstaltern soll die INTERMOT genau hier ansetzen und Business sowie Community enger verzahnen.
Gleichzeitig entsteht ein eng getakteter Messekalender. Bereits 2026 lagen mehrere Veranstaltungen dicht beieinander:
- Motorrad Messe Leipzig vom 06. bis 08.02.
- Moto Austria vom 06. bis 08.02.
- IMOT München vom 20. bis 22.02.
Die INTERMOT positioniert sich künftig zwischen diesen Terminen. Für Aussteller bedeutet das mehrere Messeauftritte innerhalb weniger Wochen und entsprechend erhöhten organisatorischen Aufwand.
Direkte Konkurrenz zur Messe in Dortmund
Besonders deutlich wird die neue Wettbewerbssituation im Verhältnis zur Motorräder Dortmund. Diese findet traditionell Anfang März statt und gilt seit Jahren als eine der größten deutschen Frühjahrsmessen. Flächenmäßig sowie bei den Besucherzahlen bewegen sich Dortmund und Köln auf vergleichbarem Niveau.
Eine Kooperation oder Terminabstimmung ist nicht vorgesehen. Beide Veranstaltungen agieren eigenständig und in direkter Konkurrenz. Vertreter aus Dortmund bestätigten, am gewohnten Termin festzuhalten.
Damit entsteht ein Zweikampf zweier nahezu gleich großer Messen in einem Bundesland und in engem zeitlichen Abstand. Ob große Hersteller künftig exklusiv auf Köln setzen oder weiterhin parallel in Dortmund ausstellen, bleibt offen.
Rolle des IVM und Marktstellung
Der IVM wurde 1990 gegründet und vertritt Hersteller und Importeure von Motorrädern, Rollern sowie Bekleidung und Zubehör. Nach eigenen Angaben repräsentieren die rund 50 Mitgliedsunternehmen über 95 Prozent des deutschen Motorradmarktes.
Mit der Unterstützung durch den Verband positioniert sich die INTERMOT als zentrale Plattform für Industrie, Handel, Medien und politische Akteure. Der neue Termin im Februar soll laut Veranstaltern die Funktion als Saison Opener stärken und die Sichtbarkeit der Branche erhöhen.
Was das für Motorradfahrer bedeutet
Für Motorradfahrer verschiebt sich mit dem neuen Termin vor allem der Zeitpunkt, an dem Neuheiten in Deutschland erstmals live erlebt werden können. Modelle, die im November in Mailand vorgestellt werden, sind künftig erst Mitte Februar in Köln zu sehen. Gleichzeitig rückt die Messe näher an den tatsächlichen Saisonstart heran. Wer seine Kaufentscheidung im Winter vorbereitet, findet gebündelt Motorräder, Roller, Bekleidung und Zubehör kurz vor den ersten Ausfahrten des Jahres. Allerdings entsteht durch die enge Taktung mehrerer Frühjahrsmessen die Frage, welche Veranstaltung besucht wird und wo Hersteller tatsächlich präsent sind. Damit hängt der persönliche Mehrwert künftig stärker davon ab, wie umfassend das jeweilige Ausstellerfeld ausfällt.
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