- Daniel Sanders führt die Gesamtwertung mit 6:24 Minuten Vorsprung an
- Tosha Schareina gewinnt Etappe 9 und rückt näher an das Podium heran
- Etappe 9 war der erste Teil der neuen Marathon Refuge Wertung
Die neunte Etappe der Dakar Rally 2026 führte das Fahrerfeld von Wadi ad Dawasir in eine bislang unbekannte Region und markierte zugleich den Auftakt der Marathon Refuge Wertung. Auf der 418 Kilometer langen Wertungsprüfung waren Navigation, Materialschonung und taktisches Fahren entscheidend. Mehrere Topfahrer verloren früh Zeit durch einen folgenschweren Navigationsfehler.

Navigationsfehler bringt frühes Chaos
Bereits nach rund 34 Kilometern sorgte ein schwieriger Roadbook Eintrag für Verwirrung. Die ersten Starter Luciano Benavides, Daniel Sanders und Ricky Brabec verfuhren sich nahezu zeitgleich. Auch weitere Fahrer schlossen wenig später auf, wodurch sich eine größere Gruppe bildete. Der Zeitverlust ließ sich in der Folge nicht mehr vollständig aufholen.
Daniel Sanders erklärte:
„It wasn’t too bad of a stage for me today, but obviously, it’s frustrating to lose so much time early on.“
„Es war keine schlechte Etappe für mich, aber es ist natürlich frustrierend, so früh so viel Zeit zu verlieren.“
Trotz des Fehlers blieb der Australier kontrolliert, passte sein Tempo den Bedingungen an und brachte sein Motorrad ohne Schäden ins Ziel.
Sanders zurück an der Spitze der Gesamtwertung
Mit Rang zwei auf der Etappe und wertvollen Zeitgutschriften übernahm Daniel Sanders erneut die Führung in der Gesamtwertung. Nach neun von insgesamt 13 Etappen liegt der KTM Pilot nun 6:24 Minuten vor Ricky Brabec. Für Sanders ist es der bislang größte Vorsprung bei dieser Dakar Ausgabe.
Sanders sagte mit Blick auf die kommenden Tage:
„After that, it was about managing the stage and thinking ahead to tomorrow with more dunes coming.“
„Danach ging es darum, die Etappe zu bewältigen und mit Blick auf den nächsten Tag vorausschauend zu planen, da weitere Dünen bevorstanden.“

Schareina nutzt Chance und holt Tagessieg
Den Etappensieg sicherte sich Tosha Schareina. Der Honda Pilot profitierte von den Navigationsproblemen der Konkurrenz, änderte früh seine Strategie und sammelte konsequent Bonuszeit. Am Ende gewann er die Etappe mit 4:35 Minuten Vorsprung.
Schareina erklärte:
„They made a navigation mistake early in the morning, so my strategy changed there and I tried to take all the bonuses possible from that moment.“
„Sie haben früh am Morgen einen Navigationsfehler gemacht, also habe ich meine Strategie geändert und versucht, von diesem Moment an alle möglichen Boni zu holen.“
Mit diesem Erfolg verkürzte der Spanier seinen Rückstand auf einen Podiumsplatz deutlich und liegt nun nur noch rund acht Minuten hinter Rang drei.
Benavides verliert Führung, bleibt aber in Schlagdistanz
Luciano Benavides eröffnete die Etappe, verlor jedoch durch den frühen Irrweg rund neun Minuten. Zwar kämpfte sich der Argentinier im weiteren Verlauf stark zurück und beendete die Etappe auf Rang neun, fiel in der Gesamtwertung aber auf Platz drei zurück.
Benavides sagte nach der Etappe:
„I don’t think anyone did it well. When we finally corrected the error, I had already lost around nine minutes.“
„Ich glaube nicht, dass das jemand gut gemacht hat. Als wir den Fehler endlich korrigiert hatten, hatte ich bereits etwa neun Minuten verloren.“
Der Rückstand auf die Spitze beträgt lediglich etwas mehr als sieben Minuten, wodurch er weiterhin ein ernstzunehmender Faktor im Kampf um den Gesamtsieg bleibt.
Canet verliert Zeit nach starkem Beginn
Edgar Canet startete vielversprechend und führte bis Kilometer 158 die Zeitentabelle an. Ein technisches Problem vor dem Tankstopp kostete den Spanier jedoch viel Zeit. Am Ende kam er nur als 28. ins Ziel. Trotz des Rückschlags zeigte sich Canet zufrieden mit seinem Fahrgefühl und blickt optimistisch auf die zweite Hälfte der Marathon Etappe.
Canet erklärte:
„I had a really good rhythm today, a really good feeling on the bike, and everything was working well.“
„Ich hatte heute einen wirklich guten Rhythmus, ein wirklich gutes Gefühl auf dem Motorrad, und alles hat gut funktioniert.“
Marathon Etappe stellt Fahrer vor neue Herausforderungen
Die Fahrer übernachteten im spartanischen Marathon Camp ohne Unterstützung ihrer Teams. Reparaturen mussten eigenständig durchgeführt werden. Etappe 10 führt über eine weitere lange Wertungsprüfung mit ausgedehnten Dünenfeldern in Richtung Bisha, bevor das Fahrerfeld wieder auf seine Teams trifft.

Enge Entscheidung vor den letzten Etappen
Vier Etappen vor dem Ziel liegen die Top drei der Gesamtwertung innerhalb von gut sieben Minuten. Hinter Sanders folgen Brabec und Benavides, während Schareina von Rang vier aus weiter Druck macht. Die Dakar Rally 2026 geht damit in eine sportlich hochspannende Phase.
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