- Engster Dakar Sieg aller Zeiten mit nur 2 Sekunden Vorsprung
- 21. Gesamtsieg für KTM bei der Rallye Dakar
- Erster Dakar Gesamtsieg für Luciano Benavides
Nach zwei Wochen Wüste, fast 8.000 Kilometern und 13 Wertungsprüfungen fiel die Entscheidung bei der Rallye Dakar 2026 erst wenige Kilometer vor dem Ziel. In Yanbu am Roten Meer jubelte am Ende Red Bull KTM Factory Racing, nachdem sich Luciano Benavides den Gesamtsieg auf denkbar dramatische Weise gesichert hatte.

Entscheidung auf der letzten Etappe
Die Ausgangslage vor der finalen 13. Etappe schien klar. Ricky Brabec von Monster Energy Honda HRC führte die Gesamtwertung mit 3:20 Minuten Vorsprung an. Die nur 105 Kilometer lange Wertungsprüfung galt eigentlich als zu kurz, um das Klassement noch einmal grundlegend zu verändern. Doch die Rallye Dakar schrieb erneut ihre eigenen Gesetze.
Luciano Benavides ging als Gesamtzweiter ins Finale und wusste, dass nur ein nahezu perfekter Lauf eine realistische Chance bieten würde. Während Brabec die Strecke eröffnen musste und dadurch ohne Spuren navigierte, hielt Benavides den Druck hoch. Über weite Teile der Etappe blieb der Zeitabstand gering, bis sich rund sieben Kilometer vor dem Ziel die dramatische Wende ereignete.
Brabec verpasste an dieser Stelle die korrekte Linie und verlor entscheidende Sekunden. Benavides blieb fehlerfrei, nutzte die Situation konsequent aus und übernahm die virtuelle Führung. Im Ziel trennten die beiden Kontrahenten lediglich zwei Sekunden. Ein Abstand, der das knappste Finish in der Geschichte der Rallye Dakar markiert.
Luciano Benavides krönt neunjährige Dakar Reise
Für Luciano Benavides ist der Sieg der bislang größte Erfolg seiner Karriere. Der 30-jährige Argentinier absolvierte 2026 bereits seine neunte Dakar Teilnahme. Drei Etappensiege, darunter ein wichtiger Erfolg auf der ersten Marathon Etappe, sowie konstante Leistungen über die gesamte Distanz bildeten die Grundlage für den Gesamtsieg.
Seine mentale Stärke zeigte sich besonders nach der zwölften Etappe, als er die Gesamtführung an Brabec verlor. Trotz eines Rückstands von über drei Minuten hielt Benavides an seiner Strategie fest und kündigte an, bis zum letzten Kilometer zu kämpfen. Genau diese Haltung zahlte sich auf der Schlussetappe aus.
Mit dem Triumph setzt Benavides zudem eine besondere Familiengeschichte fort. Bereits sein Bruder Kevin Benavides gewann die Rallye Dakar in den Jahren 2021 und 2023. Erstmals in der Historie des Wettbewerbs konnten damit zwei Brüder Gesamtsiege bei der härtesten Rallye der Welt feiern.

KTM baut Erfolgsserie weiter aus
Der Sieg von Luciano Benavides bedeutet für KTM den insgesamt 21. Gesamterfolg bei der Rallye Dakar. Damit unterstreicht der Hersteller erneut seine herausragende Stellung im Rally Raid Sport. Die KTM 450 RALLY spielte dabei eine zentrale Rolle und zeigte ihre Wettbewerbsfähigkeit unter extremen Bedingungen.
Auch abseits des Gesamtsiegs konnte KTM überzeugen. Daniel Sanders erreichte trotz Verletzungen im Verlauf der zweiten Woche einen starken fünften Platz in der Gesamtwertung. Edgar Canet, erstmals in der RallyGP Klasse am Start, gewann die letzte Etappe und beendete die Dakar auf Rang 32 der Gesamtwertung.
Besonders bemerkenswert war der Auftritt von Canet zu Beginn der Rallye. Mit Siegen im Prolog und auf der ersten Etappe wurde er zum jüngsten Etappensieger in der Geschichte der Motorradwertung. Ein Defekt am Hinterrad auf Etappe fünf kostete ihn zwar eine bessere Gesamtplatzierung, doch sein Potenzial war über die gesamte Rallye sichtbar.
Rally2 und Malle Moto ebenfalls fest in KTM Hand
Nicht nur in der Topklasse RallyGP, auch in den weiteren Kategorien prägte KTM das Geschehen. In der Rally2 Wertung sicherte sich Toni Mulec vom BAS World KTM Team den Gesamtsieg. Der Slowene setzte sich nach konstant starken Leistungen über zwei Wochen durch und feierte seinen zweiten Dakar Klassensieg.
In der besonders anspruchsvollen Original by Motul Klasse, früher als Malle Moto bekannt, triumphierte Benjamin Melot auf KTM. Nach mehreren Podestplätzen in den Vorjahren gelang ihm 2026 erstmals der Sieg, bei dem alle Reparaturen ohne fremde Hilfe durchgeführt werden müssen.

Bitteres Ende für Honda nach starkem Auftritt
Aus Sicht von Honda bleibt die Rallye Dakar 2026 trotz mehrerer Etappensiege und Podestplätze ein emotional schwieriges Kapitel. Ricky Brabec verpasste seinen dritten Dakar Gesamtsieg um lediglich zwei Sekunden. Auch Tosha Schareina und Skyler Howes präsentierten sich über weite Strecken konkurrenzfähig und belegten die Plätze drei und vier der Gesamtwertung.
Honda stellte damit zwar mehrere Fahrer auf dem Podium, musste sich am Ende jedoch dem konstanten und fehlerfreien Auftritt von Luciano Benavides geschlagen geben. Der entscheidende Navigationsfehler auf der letzten Etappe wurde zum Symbol für die Unberechenbarkeit der Rallye Dakar.
Blick nach vorn
Mit dem Abschluss der Rallye Dakar 2026 richtet sich der Fokus nun auf die kommenden Läufe der Rally Raid Weltmeisterschaft. Für Red Bull KTM Factory Racing bildet der dramatische Erfolg in Saudi-Arabien eine starke Basis für die weitere Saison. Gleichzeitig dürfte das enge Ergebnis den sportlichen Wettbewerb zwischen KTM und Honda weiter verschärfen.

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