Close Menu
Motorcycles.News – Motorrad Magazin
  • Home
    • All NEWS
  • Kategorien
    • Alle Artikel
    • News
    • Neue Motorräder
    • Vorstellungen
    • Motorsport
    • MotoGP
    • Rechtliches
    • von der Straße
    • Zubehör
    • Technik
    • Treffen / Events
  • Seiten
    • Amazon-Shop
    • Motorrad Nachrichten auf YouTube
    • Impressum / Disclaimer / Datenschutz
  • Streckensperrungen
  • Events
    • Ausfahrt
    • Blitzermarathon
    • Diskussion
    • Event
    • Gottesdienst / Segnung
    • Langstreckenrennen
    • Messe
    • MotoGP
    • Motorrad Demo
    • Motorsport
    • Rennen
    • Road Racing
    • Spendenfahrt
    • Treffen
    • WSBK
  • Deutsch
  • English
Facebook X (Twitter) Instagram
Motorcycles.News – Motorrad Magazin
  • Home
    • All NEWS
  • Kategorien
    • Alle Artikel
    • News
    • Neue Motorräder
    • Vorstellungen
    • Motorsport
    • MotoGP
    • Rechtliches
    • von der Straße
    • Zubehör
    • Technik
    • Treffen / Events
  • Seiten
    • Amazon-Shop
    • Motorrad Nachrichten auf YouTube
    • Impressum / Disclaimer / Datenschutz
  • Streckensperrungen
  • Events
    • Ausfahrt
    • Blitzermarathon
    • Diskussion
    • Event
    • Gottesdienst / Segnung
    • Langstreckenrennen
    • Messe
    • MotoGP
    • Motorrad Demo
    • Motorsport
    • Rennen
    • Road Racing
    • Spendenfahrt
    • Treffen
    • WSBK
  • Deutsch
  • English
YouTube Facebook Instagram TikTok
Motorcycles.News – Motorrad Magazin
Startseite » Neue Blitzer-Regeln in Italien: Mehr Transparenz und weniger Abzocke
DSC 0003
Archivbild / Blitzer
News

Neue Blitzer-Regeln in Italien: Mehr Transparenz und weniger Abzocke

By Andreas Denner21 Juni, 2025
Share
WhatsApp Facebook Twitter Threads Email
Seit dem 12. Juni 2025 gelten in Italien neue, strengere Regelungen für den Einsatz von Geschwindigkeitsmessanlagen, bekannt als „Autovelox“.  Diese Maßnahmen sollen laut italienischem Ministerium für Infrastruktur und Verkehr nicht nur die Verkehrssicherheit erhöhen, sondern auch für mehr Transparenz und Fairness sorgen.  Der Reform vorausgegangen war eine langjährige Debatte über zweifelhafte Blitzer-Standorte und die immer weiter steigenden Bußgeldeinnahmen.

Blitzer dürfen nur noch an bestimmten Stellen stehen

Künftig dürfen neue stationäre und mobile Blitzer nur mit ausdrücklicher Genehmigung der zuständigen Präfektur aufgestellt werden.  Die Behörde prüft dabei, ob der jeweilige Standort tatsächlich der Verkehrssicherheit dient.  Eine weitere zentrale Neuerung: Jeder Blitzer – ob fest installiert oder mobil – muss mindestens einen Kilometer vor der Messstelle mit einem Verkehrsschild angekündigt werden.  Der Einsatz an Abschnitten mit plötzlich und deutlich verringertem Tempolimit, wie sie beispielsweise an Baustellen oder Gefahrenstellen auftreten, wird zusätzlich eingeschränkt.

Ein wichtiger Punkt: Autovelox dürfen laut Verordnung künftig nur dort eingesetzt werden, wo das Tempolimit maximal 20 km/h unter der üblichen Höchstgeschwindigkeit der Straße liegt.  Auf einer Landstraße mit zulässigen 90 km/h darf also ein Blitzer bei einer Beschränkung auf 70 km/h weiterhin verwendet werden.  Wird das Limit aber auf 50 km/h oder weniger gesenkt, ist der Einsatz von Blitzern nicht mehr zulässig.  Diese Regelung soll Willkür verhindern und die Verkehrskontrollen nachvollziehbarer machen.

 

Mindestabstände und Verbot von versteckten Messgeräten

Zu den wichtigsten Neuerungen zählen auch die eingeführten Mindestabstände: Innerorts müssen zwischen zwei fest installierten Messanlagen mindestens 1 Kilometer liegen, außerorts sogar 4 Kilometer.  Mobile Geräte unterliegen den gleichen Vorschriften, sie müssen darüber hinaus sichtbar aufgestellt und technisch genehmigt sein.  Der Einsatz von versteckten oder getarnten Blitzern – beispielsweise hinter Hecken oder Mülltonnen – ist nun ausdrücklich untersagt.

Das Ministerium betont, dass es mit diesen Regelungen um Verkehrssicherheit und nicht um zusätzliche Einnahmen gehe.  Beobachter gehen allerdings davon aus, dass die Reform eine direkte Reaktion auf zahlreiche Beschwerden von Fahrern – insbesondere Touristen und Ausländern – und eine steigende Zahl juristischer Auseinandersetzungen ist.

 

Fallbeispiel und Dimension der bisherigen Praxis

Wie sehr die frühere Praxis von Autofahrern und Motorradfahrern kritisiert wurde, zeigt der Fall eines Supermarkt-Mitarbeiters aus Nizza Monferrato im Piemont.  Innerhalb von sechs Monaten sammelte er durch einen kaum sichtbaren Blitzer direkt nach einer Kurve über 28.000 Euro (ca. 30.240 US-Dollar) an Bußgeldbescheiden.  Die Anlage war hinter einer Hecke angebracht und diente laut dem Betroffenen nicht der Verkehrssicherheit, sondern ausschließlich als Einnahmequelle.  Gegen die Summe wehrt er sich juristisch.

Solche Fälle sind in Italien keine Seltenheit.  Das Land zählt über 11.000 fest installierte Radarfallen – mehr als doppelt so viele wie Deutschland mit rund 4.000 bis 5.000 Geräten.  Rechnet man mobile Blitzer und temporäre Messstellen ein, steigt die Zahl in Deutschland auf etwa 15.000, doch deren Standorte können jederzeit wechseln und sind oft getarnt.  In Italien dagegen waren viele Anlagen über Jahre hinweg berüchtigt für ihre strikte und lückenlose Überwachung, was zu empfindlichen Strafen und einer gut organisierten Nachverfolgung, auch über Ländergrenzen hinweg, führte.

 

Rekordwerte bei Bußgeldern – Einnahmen in Milliardenhöhe

Die Bedeutung der Geschwindigkeitskontrollen für die öffentlichen Kassen wird anhand der Zahlen deutlich: Allein im Jahr 2024 wurden in Italien über 1,7 Milliarden Euro (ca. 1,84 Milliarden US-Dollar) an Bußgeldern eingenommen – ein Plus von rund 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.  Mailand erzielte mit über 204 Millionen Euro (ca. 221 Millionen US-Dollar) die höchsten Einnahmen, gefolgt von Rom mit 145,8 Millionen Euro (ca. 158 Millionen US-Dollar) und Florenz mit 61,6 Millionen Euro (ca. 66,8 Millionen US-Dollar).

Auffällig ist auch, dass selbst Kleinstgemeinden mit wenigen Hundert Einwohnern hohe Summen einnehmen.  So erzielte Carrodano in Ligurien mit nur 465 Einwohnern Einnahmen von mehr als 807.000 Euro (ca. 875.000 US-Dollar), während Colle Santa Lucia in den Dolomiten durch einen einzigen Blitzer 671.000 Euro (ca. 728.000 US-Dollar) verbuchen konnte.

 

Deutschland im Vergleich: Noch keine strengeren Regeln

In Deutschland wünschen sich viele Verkehrsteilnehmer ähnlich klare und faire Regeln wie in Italien.  Zwar gibt es hierzulande ebenfalls zahlreiche feste und mobile Blitzer, doch dürfen diese vielerorts weiterhin versteckt oder getarnt eingesetzt werden – etwa hinter Büschen, im Kofferraum oder mit Tarnnetzen bedeckt.  Kritiker bemängeln, dass dies weniger der Verkehrssicherheit als vielmehr der Einnahmengenerierung dient.  Ein Beispiel: In Hamburg lagen die Einnahmen durch Bußgelder aus Geschwindigkeitsverstößen zuletzt bei über 33 Millionen Euro (ca. 35,8 Millionen US-Dollar) pro Jahr.  Für diese Praxis erhielt die Stadt im Jahr 2024 den Spottpreis „Goldener Blitzer“.

 

Fazit: Strengere Kontrolle, mehr Transparenz

Die neuen Regeln in Italien setzen europaweit Maßstäbe für mehr Fairness und Transparenz im Umgang mit Geschwindigkeitskontrollen.  Die Reform soll das Image der „Abzocke“ durch Blitzer beenden und den Fokus auf echte Verkehrssicherheit legen.  Ob andere Länder, wie Deutschland, ähnliche Regelungen einführen werden, bleibt vorerst abzuwarten.

[amazon box=“‎B0CJYLFL19″]

Avatar-Foto
Andreas Denner
  • Website
  • Facebook
  • Instagram

Redakteur bei Motorrad Nachrichten. Fokus auf Technik, Szene und Motorradpolitik – neutral, sachlich, verständlich. Verantwortlich für die Seiten www.Motorcycles.News, www.Motorrad.Training und den YouTube-Kanal "Motorrad Nachrichten", sowie deren social Media-Seiten.

Related Posts

Tempoueberschreitung 30er Zone Vorsatz

Tempoverstoß in der 30er-Zone: Wann Gerichte Motorradfahrern keinen Vorsatz unterstellen

3 Februar, 2026
HU Pflicht Motorraeder EU

EU-Pläne zur Hauptuntersuchung: Pflichtprüfung für alle Motorräder über 50 ccm im Gespräch

14 Januar, 2026
EU Motorrad Recycling Verordnung

EU will Motorräder in neue Recycling Regeln einbeziehen

22 Dezember, 2025
London

Lärmverstöße in London: Motorräder und Autos sollen stärker kontrolliert werden

27 August, 2025
Dashcam am Motorrad

Dashcams in Europa: Portugal verschärft Verbot – hohe Strafen für Sommerreisende drohen

9 Juni, 2025
Alter Mann auf Tuning Chopper Kopie

EU plant jährliche HU-Pflicht für ältere Autos – Motorräder bleiben außen vor

29 April, 2025
yfr editorial use pictures 201381370896 MotoGP

MotoGP Sepang Test Tag 1 2026: Marc Marquez meldet sich mit Bestzeit zurück, Quartararo beendet Test vorzeitig

Joan Mir Luca Marini 5 large

Honda präsentiert MotoGP-Werksdesign 2026 und setzt auf Kontinuität

3 Februar, 2026
Aprilia MotoGP Phillip Island 2025

MotoGP Shakedown in Sepang 2026: Jack Miller fährt am zweiten Testtag Bestzeit

31 Januar, 2026
KTM Geschaeftsjahr 2025 2

KTM verzeichnet starken Absatz- und Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025 trotz laufender Restrukturierung

3 Februar, 2026

Bevorstehende Veranstaltungen

Feb. 6
Februar 6 - Februar 8

Motorradmesse Leipzig

Feb. 14
Februar 14 - Februar 15

MOTORRADSHOW Oldenburg

Feb. 20
Februar 20 @ 10:00 - Februar 22 @ 18:00

IMOT – 2026

Feb. 27
Februar 27 - März 1

MotoGP – Thailand Grand Prix

Feb. 28
Februar 28 - März 1

Schwabenbike 2026

Kalender anzeigen
YouTube Facebook Instagram TikTok
  • Impressum / Disclaimer / Datenschutz
© 2026 MotorradMedien

Type above and press Enter to search. Press Esc to cancel.