- Erster Etappensieg für Honda bei der Dakar 2026
- Tosha Schareina nun Gesamtdritter, nur 1:13 Minuten hinter der Spitze
- Tobias Ebster nach frühem Sturz auf Etappe 3 ausgeschieden
Nach zwei eher unauffälligen Tagen meldete sich Tosha Schareina auf Etappe 3 der Dakar Rally 2026 eindrucksvoll zurück. Der spanische Honda-Werkspilot setzte seinen Plan konsequent um und sicherte sich mit deutlichem Vorsprung den Tagessieg. Gleichzeitig rückte er in der Gesamtwertung bis auf Rang drei vor.

Etappe 3: Längster Tag der bisherigen Rallye
Die dritte Etappe stellte mit insgesamt 736 Kilometern die bislang größte Herausforderung der diesjährigen Dakar dar. Vom Biwak in Al-ʿUla führte zunächst ein 64 Kilometer langer Asphaltabschnitt zum Start der 421 Kilometer langen Wertungsprüfung. Nach dem Ziel warteten weitere 251 Kilometer Verbindungsetappe zurück ins Camp.
Die gezeitete Strecke selbst bestand überwiegend aus steinigen Schotterpisten, ergänzt durch sandige Abschnitte. Die Navigation galt als anspruchsvoll, hinzu kamen zahlreiche Felsen und lose Steine, die das Material stark beanspruchten.
Als Sieger des Vortages eröffnete Daniel Sanders die Strecke. Hinter ihm folgten unter anderem Edgar Canet sowie mehrere Honda-Piloten, darunter Ricky Brabec, Skyler Howes und Tosha Schareina. Diese Startposition erwies sich für Schareina als Vorteil, da er weniger Navigationsarbeit leisten musste.
Schareina setzt auf Angriff und Kontrolle
Bereits im ersten Teil der Wertungsprüfung zeigte sich Schareina deutlich verbessert. Trotz eines Sturzes blieb der 31-Jährige ruhig und erreichte den Tankstopp nach 219 Kilometern mit Bestzeit. Währenddessen verloren mehrere Konkurrenten Zeit, unter anderem Nacho Cornejo nach einem eigenen Zwischenfall.
Im zweiten Abschnitt erhöhte Schareina weiter das Tempo und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Daniel Sanders lag zwischenzeitlich mehr als sechs Minuten zurück, profitierte jedoch vom Zeitbonus für das Eröffnen der Strecke. Am Ende setzte sich Schareina dennoch klar durch und erreichte nach 4:26:39 Stunden als Schnellster das Ziel.
„Es war ein guter Tag, aber auch kein einfacher. Es gab so viele Steine und Felsen und auch die Navigation war unheimlich schwierig“, erklärte Schareina im Ziel. „Ich habe einfach nur versucht, Druck zu machen, denn unser Ziel war der Etappensieg. Das haben wir geschafft. Dennoch sind wir noch am Anfang der Dakar.“

Honda stark, KTM bleibt vorn
Hinter Schareina belegte Ricky Brabec den zweiten Platz und sorgte für ein starkes Teamergebnis für Honda. Daniel Sanders wurde als Dritter gewertet, verteidigte aber seine Gesamtführung. Edgar Canet und Luciano Benavides komplettierten die Top fünf, während Ross Branch mit deutlichem Rückstand einen Dämpfer hinnehmen musste.
In der Gesamtwertung führt Sanders weiterhin, allerdings liegen mit Brabec und Schareina nun zwei Honda-Piloten nur gut eine Minute hinter ihm. Das Spitzentrio hat sich bereits spürbar vom Rest des Feldes abgesetzt.
Frühes Aus für Tobias Ebster
Für Tobias Ebster verlief die Etappe dagegen dramatisch. Der Österreicher stürzte bereits nach 14 Kilometern und musste die Rallye mit Schmerzen an der linken Hand vorzeitig beenden. Ein Helikopter brachte den Hero-Piloten zurück ins Biwak.
Besonders bitter: In der Rally2-Wertung hatte Ebster nach Etappe 2 noch realistische Chancen auf den Sieg. Das Reglement würde eine Wiederaufnahme der Dakar erlauben, sofern sein Gesundheitszustand dies zulässt.

Blick auf Etappe 4 und die Marathon-Tage
Als Etappensieger steht Schareina nun vor einer neuen Herausforderung. Auf Etappe 4 wird er die Strecke eröffnen, zudem stehen die kommenden beiden Tage als Marathon-Etappen im Programm. Die 451 Kilometer lange Wertungsprüfung erfordert dabei besonderes Augenmerk auf Material und Reifen.
„Am Mittwoch werde ich die Route eröffnen müssen, da ist alles möglich“, sagte Schareina. „Die nächsten beiden Tage müssen wir vorsichtig mit dem Motorrad, den Reifen und auch mit uns selbst sein. Ich denke, ich bin bereit dafür.“

- Shoei 12060291Shoei Neotec 2 Klapphelm Blau male








