- Edgar Canet gewinnt Etappe 1 und führt die Gesamtwertung an
- KTM belegt die ersten beiden Plätze in der RallyGP-Wertung
- Michael Docherty siegt in der Rally2-Klasse
Nach dem kurzen, aber richtungsweisenden Prolog ging es für das Teilnehmerfeld der Dakar Rally 2026 erstmals über eine volle Etappendistanz. Vom Biwak in Yanbu führte die Route zunächst über Verbindungswege zum Start der Wertungsprüfung, ehe eine 305 Kilometer lange Special über unterschiedlichstes Terrain wartete. Steinige Passagen, Geröllfelder, schnelle Sandabschnitte und kleinere Dünen forderten Fahrer und Material früh heraus, bevor es über weitere Verbindungskilometer zurück ins Lager ging.

Canet behält die Nerven und setzt sich durch
Als Prolog-Sieger ging Edgar Canet mit einer günstigen Startposition in die erste Etappe. Der junge Spanier setzte früh Akzente und markierte bereits bei Kilometer 28 die Bestzeit. Im weiteren Verlauf wechselte die Führung mehrfach, insbesondere Hero-Pilot Ross Branch bestimmte lange Zeit das Tempo an der Spitze. Auch Daniel Sanders und Ricky Brabec hielten sich konstant in Schlagdistanz.
Im letzten Drittel der Prüfung erhöhte Canet nochmals den Druck. Bei Kilometer 260 überholte er seinen Teamkollegen Sanders und brachte sich in eine aussichtsreiche Position für den Etappensieg. Zwar überquerte Branch die Ziellinie zunächst als Schnellster, doch eine Zeitstrafe von sechs Minuten wegen eines Geschwindigkeitsverstoßes kostete ihn den Tagessieg. Damit rückte Canet auf Rang eins vor und sicherte sich seinen zweiten Erfolg innerhalb von zwei Tagen.
Hinter dem KTM-Duo komplettierte Ricky Brabec auf Honda das Podium. Tosha Schareina folgte als Vierter, während Luciano Benavides den fünften Platz belegte. Auffällig war auch die Rolle des Bonussystems für die Streckeneröffnung, von dem unter anderem Nacho Cornejo profitierte.

Gesamtwertung: Frühe Abstände nach Tag eins
Durch den Etappensieg baute Canet auch seine Führung in der Gesamtwertung aus. Nach der ersten von insgesamt 13 Etappen liegt er etwas mehr als eine Minute vor Sanders. Brabec und Schareina folgen mit geringem Rückstand, während sich dahinter bereits kleinere Zeitlücken auftun. Für einige Favoriten verlief der Auftakt weniger glücklich. Ross Branch fiel durch die Zeitstrafe auf Rang sieben der Gesamtwertung zurück, bleibt aber in Reichweite der Spitze.
Rally2: Docherty nutzt Erfahrung, Ventura überzeugt
In der Rally2-Kategorie entwickelte sich ein spannender Zweikampf zwischen Erfahrung und Nachwuchs. Michael Docherty setzte sich am Ende durch und feierte seinen elften Etappensieg in dieser Klasse. Der Südafrikaner profitierte von einem konstanten Rhythmus auf den technisch anspruchsvollen Passagen.
Martim Ventura zeigte bei seinem Dakar-Debüt eine starke Leistung. Der Portugiese führte die Rally2-Wertung über weite Teile der Etappe und lag bei mehreren Zwischenzeiten in Front. Erst auf den letzten Kilometern verlor er Zeit und musste sich mit einem Rückstand von 1 Minute und 28 Sekunden geschlagen geben. Dennoch übernahm Ventura Rang zwei der Gesamtwertung und bleibt in Schlagdistanz zu Docherty.
Ebenfalls solide unterwegs war Preston Campbell, der seine erste volle Dakar-Etappe auf Platz sieben beendete und wertvolle Erfahrung sammelte.

Ausblick auf Etappe 2
Am nächsten Tag verlässt die Dakar Rally Yanbu und führt das Feld in Richtung AlUla. Die zweite Etappe umfasst insgesamt 504 Kilometer, davon 400 Kilometer als Wertungsprüfung. Das bergige Terrain und die längere Distanz sollen erneut Navigation und Konzentration in den Vordergrund rücken und könnten bereits weitere Veränderungen in den Gesamtwertungen bringen.

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