- Etappe 6 über rund 326 Kilometer Wertungsprüfung fast ausschließlich im Sand
- Zeitstrafe für Daniel Sanders wegen Überschreitens des Speed Limits
- Nur 45 Sekunden trennen Sanders und Brabec in der Gesamtwertung
Nach sechs von insgesamt 13 Etappen erreicht die Dakar Rally 2026 ihren Ruhetag. Die längste Etappe der bisherigen Veranstaltung führte von Ha’il nach Riad und stellte mit tiefem Sand, langen Distanzen und komplexer Navigation höchste Anforderungen an Fahrer und Material.

Etappe 6: Sand, Navigation und ein folgenschwerer Fehler
Die sechste Etappe der Dakar Rally galt als bisher härtester Tag der Rallye. Über 900 Kilometer Gesamtdistanz, davon mehr als 320 Kilometer auf Zeit, führten nahezu vollständig durch die Dünen der Qassim Region. Besonders das Navigieren im offenen Sand kostete Kraft und Konzentration.
Daniel Sanders kontrollierte das Geschehen lange Zeit souverän. Der Australier setzte sich früh an die Spitze, überholte mehrere Konkurrenten und erreichte das Ziel zunächst mit der besten Zeit. Allerdings überschritt der KTM Fahrer in einer Speed Limit Zone die erlaubte Höchstgeschwindigkeit und erhielt dafür nachträglich eine Zeitstrafe von sechs Minuten. Dadurch rutschte Sanders in der Tageswertung auf Rang drei zurück.
Ricky Brabec nutzt die Chance
Von der Strafe profitierte Ricky Brabec, der damit seinen ersten Etappensieg bei der Dakar 2026 feierte. Der Honda Fahrer zeigte über den gesamten Tag eine konstante Leistung und hielt sich aus größeren Problemen heraus. Obwohl Sand und Dünen nicht als seine größte Stärke gelten, blieb Brabec fehlerfrei und setzte genau dort an, wo andere Zeit verloren.
Brabec erklärte nach der Etappe, dass der Tag körperlich extrem fordernd gewesen sei, er mit dem Ergebnis aber zufrieden sei. Entscheidend sei, weiterhin in Schlagdistanz zur Spitze zu bleiben und die zweite Rennhälfte taktisch anzugehen.

Sanders zur Halbzeit weiter vorn
Trotz des verpassten Etappensieges bleibt Daniel Sanders Gesamtführender der RallyGP Wertung. Sein Vorsprung ist jedoch deutlich geschmolzen und beträgt nach Etappe 6 nur noch 45 Sekunden auf Brabec. Sanders sprach von einem emotional schwierigen Tag und räumte ein, dass sich in der ersten Woche mehrere kleine Fehler summiert hätten.
Hinter dem Führungsduo folgen Luciano Benavides und Tosha Schareina mit bereits deutlichem Rückstand, aber weiterhin realistischen Chancen auf Podiumsplätze. Die Gesamtwertung bleibt damit offen, insbesondere mit Blick auf die verbleibenden langen Etappen der zweiten Woche.
Starke Honda Präsenz in den Top Fünf
Honda platzierte auf Etappe 6 gleich vier Fahrer unter den ersten fünf. Neben Brabec überzeugten auch Tosha Schareina, Skyler Howes und Adrien Van Beveren. Schareina konnte nach einer Zeitstrafe am Vortag Boden gutmachen und liegt weiterhin auf Rang vier der Gesamtwertung. Howes und Van Beveren nutzten die sandlastige Etappe, um wieder näher an die Spitze heranzurücken.
Rally2: Campbell führt weiter, Docherty siegt auf der Etappe
In der Rally2 Kategorie gewann Michael Docherty die sechste Etappe, während Preston Campbell seine Gesamtführung verteidigte. Der US Amerikaner fährt seine erste Dakar Rally und zeigte sich erneut konstant. Teamkollege Martim Ventura beendete den Tag nur wenige Sekunden hinter Campbell und verbesserte sich weiter in der Gesamtwertung.

Ausblick auf Woche zwei
Nach dem Ruhetag in Riad startet die Dakar Rally 2026 mit einer weiteren extrem langen Etappe in Richtung Wadi Ad Dawasir. Die Abstände an der Spitze sind minimal, taktische Entscheidungen und fehlerfreies Fahren werden nun noch wichtiger. Sowohl im Kampf um den Gesamtsieg als auch in den Klassenwertungen ist zur Halbzeit keine Vorentscheidung gefallen.

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