- Start der Dakar 2026 am 3. Januar in Yanbu
- Rund 7.900 Kilometer Gesamtdistanz durch Saudi-Arabien
- Starke Werkseinsätze von Honda, KTM und Hero
Während weltweit das neue Jahr begonnen hat, herrscht im Biwak von Yanbu konzentrierte Betriebsamkeit. Technische Abnahmen, administrative Checks und private Testtage markieren die letzte Phase vor dem Start der 48. Ausgabe der Tourist Trophy. Für viele Fahrer ist es die entscheidende Gelegenheit, Material und Abläufe unter realistischen Bedingungen zu überprüfen.

Letzte Tests und Prolog als erster Gradmesser
Die Organisatoren stellen den Teilnehmern vor dem offiziellen Beginn einen klar abgegrenzten Testbereich zur Verfügung. Hier werden nicht nur Motorräder abgestimmt, sondern auch Sicherheitssysteme wie GPS und Iritrack geprüft. Schon in der Vergangenheit führte diese Generalprobe dazu, dass einzelne Teams ihren Start zurückziehen mussten.
Offiziell eröffnet wird die Dakar 2026 am 3. Januar mit einem 23 Kilometer langen Prolog rund um Yanbu. Die kurze, überwiegend auf Schotter ausgetragene Wertungsprüfung entscheidet über die Startreihenfolge der ersten Etappe. Zunächst gehen die Fahrer der Rally2-Kategorie auf die Strecke, gefolgt von den Top-Piloten der RallyGP-Klasse.
Hero Motorsport setzt auf Entwicklung und Erfahrung
Aus deutschsprachiger Sicht steht das Werksteam Hero Motorsport besonders im Fokus. Hinter dem indischen Hersteller agiert das in Stephanskirchen beheimatete Speedbrain-Team. In der RallyGP-Klasse ist Ross Branch das sportliche Aushängeschild. Der 39-Jährige blickt auf eine schwierige Saison zurück, sieht sein Team aber technisch gut aufgestellt.
Branch verweist auf die kontinuierliche Weiterentwicklung der Hero 450 Rallye und betont, dass die Ergebnisse des vergangenen Jahres nicht den tatsächlichen Fortschritt widerspiegeln würden. Trotz Rückschlägen bei der Dakar und weiteren WM-Läufen geht der Dakar-Zweite von 2024 mit Zuversicht in die kommende Ausgabe. Ergänzt wird das Hero-Aufgebot durch den Chilenen Nacho Cornejo sowie Rally2-Sieganwärter Tobias Ebster.

Honda mit breiter Aufstellung in RallyGP und Rally2
Bei Honda wurde das RallyGP-Team für 2026 zwar verkleinert, gleichzeitig aber ein Nachwuchsprogramm in der Rally2-Kategorie aufgebaut. In der Königsklasse führt der zweifache Dakar-Sieger Ricky Brabec das Aufgebot an. Der US-Amerikaner hat sich nach einer schweren Knieverletzung zurückgekämpft und sieht trotz körperlicher Einschränkungen wieder Siegchancen.
„Es fühlte sich an, als wäre das Knie von innen explodiert“, schilderte Brabec rückblickend seinen Unfall. Nach eigenen Angaben beeinträchtigte ihn die Verletzung zuletzt jedoch nicht mehr. Sein erklärtes Ziel bleibt ein dritter Dakar-Gesamtsieg, auch wenn er die Konkurrenz um Daniel Sanders und Teamkollege Tosha Schareina als besonders stark einschätzt.
In der Rally2-Kategorie setzt Honda auf die Debütanten Preston Campbell und Martim Ventura. Beide haben ihre ersten Dakar-Starts vor sich und sollen im professionellen Umfeld wertvolle Erfahrung sammeln. Teammanager Ruben Faria formuliert das Ziel vorsichtig mit Top-5-Ergebnissen in der Klasse und einem Platz unter den besten 15 der Gesamtwertung.
Titelverteidiger Sanders über steigendes Risiko
Für das Team Red Bull KTM startet Red Bull KTM Factory Racing mit hohen Erwartungen. Daniel Sanders kommt ursprünglich aus dem Enduro-Sport und sieht klare Unterschiede, aber auch Parallelen zwischen Hard-Enduro-Events und der Dakar. Er betont, dass die Rallye-Geschwindigkeiten weiter gestiegen seien und damit auch das Risiko zunehme. Navigation bei hohem Tempo sei inzwischen der entscheidende Faktor.
Die Route der Dakar 2026
Die Dakar 2026 führt über insgesamt 13 Etappen und einen Ruhetag. Start und Ziel befinden sich in Yanbu am Roten Meer. Marathon-Etappen, lange Verbindungsetappen und ein Mix aus felsigem Untergrund, schnellen Sandpisten und Dünen prägen die Strecke. Insgesamt stehen 4.782 Kilometer Wertungsprüfung und 3.117 Kilometer Verbindungsetappen auf dem Programm.

Ausblick auf den Dakar-Start
Mit abgeschlossener technischer Abnahme und erfolgreichen Testtagen richtet sich der Fokus nun auf den Prolog und die erste Etappe rund um Yanbu. Die Leistungsdichte in RallyGP und Rally2 ist hoch, Fehler werden kaum verziehen. Favoriten, Rückkehrer nach Verletzungen und ambitionierte Neulinge treffen auf eine der anspruchsvollsten Strecken der vergangenen Jahre.

- Abus 10079270-01Abus Granit Detecto XPlus 8008 2.0, Alarm-Bremsscheibenschloss – Silber male








