- Aufgabe auf Etappe 1 der Rallye Dakar 2026
- Armbruch nach Sturz bei Kilometer 250
- Erste Dakar Aufgabe nach zwei Zielankünften
James Hillier hat sich über Jahre als ausdauernder und widerstandsfähiger Rennfahrer einen Namen gemacht, insbesondere bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man. Die Rallye Dakar betreibt der Brite dagegen eher aus persönlicher Motivation. Umso bitterer fällt das frühe Aus bei seiner dritten Teilnahme aus.

Frühes Ende nach unglücklichem Sturz
Der 40 Jahre alte Engländer aus Bournemouth erreichte das Ziel der ersten Etappe zwar noch, lag jedoch bereits 1 Stunde und 19 Minuten hinter der Spitze. Ausschlaggebend war ein Sturz bei rund Kilometer 250. Laut Hillier ereignete sich der Unfall bei vergleichsweise geringer Geschwindigkeit, der Aufprall auf felsigem Untergrund hatte jedoch schwerwiegende Folgen.
Zunächst setzte Hillier die Etappe trotz Schmerzen fort. Erst nach dem Zieleinlauf brachte eine Untersuchung im medizinischen Zentrum die Diagnose. Der Arm war knapp unterhalb des Ellbogens gebrochen. Die Ärzte rieten ihm daraufhin dringend, die Rallye Dakar nicht fortzusetzen.
Hillier zeigte sich entsprechend niedergeschlagen:
„Ich bin zwar weitergefahren und habe die Etappe beendet, aber tief in meinem Inneren wusste ich, dass ich mir etwas zugezogen hatte. Nach einem Besuch im medizinischen Zentrum wurde bestätigt, dass ich mir den Arm knapp unterhalb des Ellbogens gebrochen habe. Mir wurde geraten, mich für den Rest der Veranstaltung zurückzuziehen. Enttäuscht ist untertrieben. Es hat mich viel gekostet, hierherzukommen.“
Dritte Dakar Teilnahme erstmals mit Aufgabe
Nach 2023 und 2025 war die Rallye Dakar 2026 Hilliers dritter Start bei der Wüstenrallye. Bei seinen beiden vorherigen Teilnahmen hatte er trotz Verletzungen jeweils das Ziel erreicht. Bei seinem Debüt 2023 fuhr er nach einer Schulterverletzung weiter und beendete die Rallye. 2025 kam er sogar trotz Nasenbruchs auf der ersten Etappe ins Ziel.
In diesem Jahr blieb ihm diese Möglichkeit verwehrt. Obwohl er den Prolog auf Platz 52 und die erste Etappe auf Rang 59 beendete, ließ die Verletzung keine Weiterfahrt zu. Damit musste Hillier erstmals in seiner Dakar Laufbahn vorzeitig aufgeben.
Allein unterwegs in der Original by Motul Klasse
Hillier trat auch 2026 wieder in der Kategorie Original by Motul an, früher bekannt als Malle Moto. In dieser Klasse bestreiten die Fahrer die Rallye als Einzelkämpfer ohne Teamunterstützung. Hillier erklärte offen, dass er lieber Teil eines Teams wäre, dies jedoch aus Kostengründen kaum realisierbar sei.
„Zugegebenermaßen würde ich aber lieber in einem Team fahren als in der Malle Moto. Es ist nur so, dass es mit einem Team deutlich teurer ist – also lieber so als gar nicht“, so der Brite.

Faszination Dakar trotz Risiken
Während viele seiner Kollegen aus der Tourist Trophy Szene den Dakar Start eher kritisch sehen, bleibt Hillier von der Veranstaltung überzeugt. Besonders der Navigationsaspekt der Rallye habe es ihm angetan. Für ihn gehe es darum, allein mit dem Motorrad in abgelegenen Regionen unterwegs zu sein, fernab klassischer Rundstreckenrennen.
„Meine TT Kollegen halten mich für etwas verrückt, dass ich die Dakar zum Spaß fahre. Aber da sie selbst alle etwas verrückt sind, schenke ich ihnen keine Beachtung“, erklärte Hillier. Die Kombination aus Einsamkeit, Navigation und Ausdauer mache für ihn den besonderen Reiz der Rallye Dakar aus.
Ob und wann James Hillier nach dieser Verletzung erneut bei der Rallye Dakar an den Start gehen wird, ist derzeit offen.

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