- 50 PS (37 kW) Maximalleistung
- 95 kg Gewicht 209 lbs
- Limitierte Serie mit 100 Exemplaren
Die Jarv E ist das Ergebnis eines Entwicklungsprojekts, bei dem praxisnahe Hard Enduro Erfahrung und moderner Elektroantrieb zusammengeführt wurden. Im Mittelpunkt stand nicht die Anpassung eines bestehenden Konzepts, sondern ein Motorrad, das von Beginn an auf technisches Extrem Gelände ausgelegt ist.

Entwicklung aus der Praxis des Extrem Enduro
Maßgeblich geprägt wurde das Projekt durch Graham Jarvis, der seine jahrzehntelange Erfahrung im Hard Enduro eingebracht hat. Gemeinsam mit dem österreichischen Fahrwerks und Motorsport Ingenieur David Freidinger entstand ein Motorrad, das gezielt auf Balance, Traktion und kontrollierbare Leistungsentfaltung ausgelegt ist.
Rahmengeometrie, Gewichtsverteilung und Ergonomie wurden speziell für langsame, technisch anspruchsvolle Passagen entwickelt. Der Hersteller spricht von einer echten Hard Enduro und Trial Enduro Geometrie, die nicht von bestehenden Modellen abgeleitet wurde.
Antrieb und Batterie
Der Elektromotor leistet 50 PS 37 kW als maximale Spitzenleistung. Eine Drehzahlangabe liegt nicht vor. Die Kraftübertragung erfolgt über zwei Ketten und eine Zwischenwelle auf das Hinterrad. Eine manuell bediente Kupplung ist nicht vorhanden, stattdessen arbeitet das System mit einer elektronisch geregelten E Clutch.
Der Lithium Ionen Akku verfügt über eine Kapazität von 5,6 kWh. Im sogenannten Eco Modus sollen laut Herstellerangaben bis zu fünf Stunden Fahrzeit möglich sein. Für den Renneinsatz ist ein Schnellwechselsystem integriert, mit dem sich der Akku in etwa 30 Sekunden tauschen lässt. Das vollständige Laden eines leeren Akkus soll rund eineinhalb Stunden dauern. Die Ladeleistung wird mit 3,4 kW angegeben.
Fahrwerk und Gewicht
Das Chassis besteht aus einem Gitterrohrrahmen in Kombination mit einer USD Gabel und einem direkt angelenkten Zentralfederbein. Durch die kompakte Bauweise von Motor und Akku konnte eine lange, gefräste Aluminiumschwinge realisiert werden. Die Federelemente stammen vom US Hersteller Sirris.
Das fahrfertige Gewicht wird mit 95 kg angegeben, was umgerechnet rund 209 lbs entspricht. Damit bewegt sich die Jarv E auf dem Niveau vergleichbarer Verbrenner Hard Enduros.

Elektronik und App Steuerung
Ein zentrales Element des Konzepts ist die Smartphone App. Über sie lassen sich vorprogrammierte Fahrmodi auswählen sowie zahlreiche Parameter individuell anpassen. Dazu zählen unter anderem die Leistungsabgabe, das Ansprechverhalten der E Clutch und die Rekuperationsbremse.
Zusätzlich liefert die App Echtzeitdaten wie Geschwindigkeit, Batteriestand und Motortemperatur. Ein spezieller Fahrmodus wurde laut Hersteller direkt von Graham Jarvis abgestimmt.
Limitierte Serie und Marktstart
Zum Produktionsstart ist eine auf 100 Exemplare begrenzte Graham Jarvis Signature Edition vorgesehen. Jedes Fahrzeug ist einzeln nummeriert. Die Fertigung erfolgt vollständig in Österreich.
Der geplante Produktionsbeginn ist für April 2026 vorgesehen. Bestellungen werden online entgegengenommen. Der aktuell genannte Preis liegt bei 12.200 Euro netto, was umgerechnet etwa 13.400 US Dollar entspricht. Eine Straßenzulassung ist derzeit nicht vorhanden, wird aber angestrebt.
Neben Europa ist auch der US Markt vorgesehen. Dort befinden sich Produktion und finale Zertifizierung laut Hersteller noch in Vorbereitung.
Einordnung im aktuellen Enduro Umfeld
Die Vorstellung der Jarv E fällt in eine Phase, in der elektrische Motorräder im Offroad Sport zunehmend Akzeptanz finden. So wurde zuletzt bekannt gegeben, dass E Motorräder künftig bei der Red Bull Erzbergrodeo unter denselben sportlichen und technischen Regeln wie Verbrenner zugelassen werden sollen. Ob und wann die Jarv E dort tatsächlich eingesetzt wird, bleibt offen.

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