- Zwei weitere Operationen am linken Kahnbein und rechten Schlüsselbein
- Teilnahme am Sepang-Test 2026 vom 3. bis 5. Februar gilt als sehr unwahrscheinlich
- Lorenzo Savadori soll Martin erneut vertreten
Nach einer ohnehin von Rückschlägen geprägten MotoGP-Saison 2025 wird die Vorbereitung auf das Jahr 2026 für Jorge Martin zur erneuten Geduldsprobe. Der MotoGP-Weltmeister von 2024 musste sich in den vergangenen Wochen abermals chirurgischen Eingriffen unterziehen und droht nun, den wichtigen Auftakt der Wintertestfahrten in Malaysia zu verpassen.
Zwei weitere Eingriffe nach unvollständiger Genesung
Wie übereinstimmend aus mehreren Medienberichten hervorgeht, entschied sich Jorge Martin zu zwei erneuten Operationen. Der erste Eingriff betraf das Kahnbein der linken Hand, das bereits Anfang 2025 bei einem Sturz während der Wintertests in Sepang verletzt worden war. Die zweite Operation wurde am rechten Schlüsselbein vorgenommen, das Martin sich Ende September beim Startunfall im Sprint zum Grand Prix von Japan zugezogen hatte.
Beide Verletzungen waren bereits im vergangenen Jahr operativ behandelt worden. Die Heilung verlief jedoch nicht konstant genug, sodass sich der Spanier nach weiteren medizinischen Untersuchungen für Korrektureingriffe entschied. Obwohl Martin zwischenzeitlich wieder auf der Aprilia Racing RS-GP saß, fühlte er sich körperlich nicht vollständig belastbar.
Sepang-Test 2026 stark gefährdet
Die Rehabilitation soll aktuell zufriedenstellend verlaufen, allerdings offenbar nicht schnell genug. Eine Teilnahme am dreitägigen Sepang-Test vom 3. bis 5. Februar 2026 gilt nach aktuellem Stand als äußerst unwahrscheinlich. Weder Aprilia noch Martin selbst haben sich bislang öffentlich zu den Berichten geäußert. Bei der Teampräsentation hielten sich beide Seiten auffällig bedeckt, was den tatsächlichen Gesundheitszustand betrifft.
Sollte Martin tatsächlich fehlen, wäre das ein herber Rückschlag. Nach mehreren schweren Verletzungen kam er 2025 nur eingeschränkt zum Einsatz und sammelte entsprechend wenig Renn und Testkilometer. Ein erneuter Ausfall beim ersten offiziellen Wintertest würde den ohnehin bestehenden Erfahrungsrückstand weiter vergrößern.
Savadori erneut als Ersatz eingeplant
Für den Fall der Fälle steht Aprilia bereits bereit. Testfahrer Lorenzo Savadori soll Martin in Sepang ersetzen, wie schon in der Vorsaison. Damals sprang der Italiener bei insgesamt 13 Grands Prix ein und übernahm einen Großteil der Entwicklungsarbeit.
Martin selbst könnte dennoch nach Malaysia reisen und den Test aus der Box verfolgen. So hätte er zumindest die Möglichkeit, erste Eindrücke von der neuen RS-GP26 zu sammeln und das Feedback von Savadori sowie Teamkollege Marco Bezzecchi zu verfolgen.
Hoffnung auf Buriram-Test bleibt
Der Fokus richtet sich nun auf den zweiten und letzten offiziellen Wintertest am 21. und 22. Februar in Buriram International Circuit. Dort soll eine Rückkehr Martins nach aktuellem Stand nicht gefährdet sein. Auf derselben Strecke wird am 1. März auch der Saisonauftakt 2026 ausgetragen.
Eine ideale Vorbereitung sieht allerdings anders aus. Bereits im Vorjahr verpasste Martin nahezu die komplette Wintertestphase nach einer frühen Verletzung in Sepang. Insgesamt unterzog er sich 2025 vier Operationen und beendete nur vier der 22 Rennen im Ziel. Sollte sich der aktuelle Ausfall bestätigen, beginnt auch die Saison 2026 für den Aprilia-Piloten unter schwierigen Vorzeichen.
Was bedeutet das für mich als MotoGP Fan?
Für MotoGP-Fans bedeutet die aktuelle Situation vor allem eines: Die sportlichen Kräfteverhältnisse zu Saisonbeginn 2026 könnten verzerrt sein. Sollte Jorge Martin den Sepang-Test tatsächlich verpassen, fehlt ihm eine zentrale Phase der Abstimmung mit der Aprilia RS-GP26. Das kann dazu führen, dass er in den ersten Rennen nicht sein volles Leistungsniveau abrufen kann oder konservativer agieren muss. Für die Fans heißt das möglicherweise weniger direkte Zweikämpfe an der Spitze und eine veränderte Rollenverteilung im frühen Saisonverlauf der MotoGP. Gleichzeitig rücken andere Fahrer und Hersteller stärker in den Fokus, während sich Martins Saisonstart eher wie ein schrittweiser Wiedereinstieg als ein direkter Angriff auf Topplatzierungen entwickeln könnte.

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