- Mechanisches Airbag-System ohne App, Akku oder Abonnement
- Kombination aus einem Airbag und sechs CE-zertifizierten Protektoren
- Abnehmbare Hosenbeine zur Nutzung als Shorts bei Hitze
Nach den bereits bekannten Airbag-Jeans bringt der schwedische Hersteller nun zwei neue Modelle für Touring-, Pendel- und Adventure-Fahrer. Die S51 und S52 sollen laut Hersteller speziell für lange Tragezeiten, wechselnde Wetterbedingungen und hohe Temperaturen konzipiert worden sein.

Fokus auf Aufprallschutz statt Rutschunfall
Mo’cycle begründet die Entwicklung mit der Annahme, dass schwere Motorradunfälle häufig nicht als kontrollierter Rutscher, sondern als abrupter Aufprall stattfinden. Entsprechend liegt der Schwerpunkt der neuen Hosen auf einem sogenannten Impact-First-Ansatz. Abriebfestigkeit wird mit einem aktiven Airbag-System kombiniert, das den unteren Körperbereich bei einem Sturz zusätzlich absichern soll.
Zwei Varianten für unterschiedliche Einsatzzwecke
Die Adventure Airbag Pants werden in zwei Ausführungen angeboten:
S51 AAA Blue
Die S51 ist auf maximale Abriebfestigkeit ausgelegt und richtet sich an Fahrer, die häufig unter wechselnden Bedingungen unterwegs sind. Sie soll laut Hersteller besonders vielseitig einsetzbar sein, etwa auf langen Reisen oder im Adventure-Bereich.
S52 AA Water-Repellent Black
Die S52 setzt auf ein wasserabweisendes Material und eine unauffällige schwarze Optik. Sie ist laut Mo’cycle für den Einsatz bei wechselhaftem Wetter, im Alltag sowie auf längeren Touren konzipiert.
Modulares Konzept mit Airbag-Technik
Kernstück beider Hosen ist das IBV1-Airbag-Modul des Herstellers. Dabei handelt es sich um ein flach aufgebautes, mechanisch auslösendes System, das ohne elektronische Steuerung auskommt. Es benötigt weder Akku noch App und soll dadurch besonders vorhersehbar und zuverlässig funktionieren. Nach einer Auslösung kann die CO₂-Kartusche laut Hersteller ersetzt und das System erneut verwendet werden.
Das Airbag-Modul wurde von Mo’cycle entwickelt und wird in Zusammenarbeit mit dem französischen Airbag-Spezialisten Helite gefertigt. Die Partnerschaft besteht seit der Prototypenphase und soll eine gleichbleibende Fertigungsqualität sicherstellen.

Airbag und Protektoren als Kombination
Mo’cycle verfolgt das Konzept, Airbag und klassische Protektoren nicht als Alternative, sondern als Ergänzung zu verstehen. Während der Airbag bei einem Sturz größere Kräfte aufnehmen und Rotationsbewegungen reduzieren soll, sind die sechs CE-zertifizierten Protektoren für punktuelle Schläge vorgesehen. Im Vergleich zu den Airbag-Jeans, die mit vier Protektoren ausgestattet sind, bieten die Adventure-Hosen zwei zusätzliche Schutzpunkte.
Belüftung und Shorts-Modus für hohe Temperaturen
Ein zentrales Merkmal der S51 und S52 ist das modulare Belüftungskonzept. Die unteren Hosenbeine lassen sich vollständig abzippen, wodurch die Hose als Shorts getragen werden kann, während das Airbag-System aktiv bleibt. Laut Hersteller soll so innerhalb weniger Sekunden Hitze abgeführt werden, ohne auf den Airbag-Schutz verzichten zu müssen.
Erweiterung zum Full-Spine-Airbag-Konzept
In Kombination mit einer Airbag-Jacke des Herstellers soll sich ein sogenannter Full-Spine-Airbag-Ansatz ergeben. Dabei werden laut Mo’cycle alle 33 Wirbel von der Hals- bis zur Steißwirbelsäule durch Airbags abgedeckt. Dieses System soll den Nacken vor dem Aufprall stabilisieren und den Rettungskräften nach dem Unfall eine gesicherte Lage ermöglichen.
Erfahrungswerte und Einordnung
Nach Angaben des Herstellers sollen bislang elf Fahrer nach schweren Unfällen mit Mo’cycle-Airbag-Bekleidung ohne ernsthafte Verletzungen davongekommen sein. Zudem verweist das Unternehmen auf mediale Berichterstattung und Auszeichnungen. Diese Angaben stammen aus Hersteller- und Presseinformationen und lassen sich unabhängig nicht vollständig überprüfen.

Verfügbarkeit und Vorbestellung
Die Adventure Airbag Pants S51 und S52 werden ausschließlich im Rahmen einer Vorbestellung angeboten. Mo’cycle produziert nach eigenen Angaben nicht auf Lager, sondern in Chargen nach Bestelleingang. Der Versand der aktuellen Serie ist für März oder April 2026 vorgesehen, kann sich je nach Produktionsablauf und Region jedoch verschieben.
Was bedeutet das für mich als Motorradfahrer?
Für Motorradfahrer bedeutet dieses Konzept vor allem eine andere Herangehensweise an Schutzbekleidung. Statt sich ausschließlich auf Abriebfestigkeit und klassische Protektoren zu verlassen, wird der untere Körperbereich aktiv in das Sicherheitskonzept einbezogen. Das kann insbesondere bei Stürzen mit starkem Aufprall relevant sein, wie sie im Alltag, auf Touren oder im Adventure-Einsatz auftreten können. Gleichzeitig zielt die Konstruktion darauf ab, die Hose über viele Stunden tragbar zu halten. Belüftung, abnehmbare Hosenbeine und der Verzicht auf elektronische Komponenten sollen den Komfort erhöhen und den Pflegeaufwand reduzieren. Unterm Strich steht ein Kleidungsstück, das Schutz, Alltagstauglichkeit und Flexibilität miteinander verbinden soll, ohne den Charakter einer normalen Motorradhose vollständig aufzugeben.

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