- Marc Marquez absolviert erste intensive Motorradtests seit Oktober
- Fermin Aldeguer erleidet Oberschenkelbruch bei Training in Spanien
- Sepang-Test Anfang Februar rückt für mehrere Ducati-Piloten in den Fokus
Die Wochen vor dem ersten offiziellen MotoGP-Test gelten traditionell als entscheidend für Formaufbau und Feinschliff. Entsprechend hoch ist derzeit die Aktivität vieler Topfahrer. Besonders bei Ducati nutzen mehrere Piloten private Trainingsmöglichkeiten, um sich frühzeitig auf die Saison 2026 einzustimmen. Dabei zeigte sich zuletzt jedoch auch, wie schmal der Grat zwischen sinnvoller Vorbereitung und Verletzungsrisiko ist.
Ducati-Fokus auf frühe Form und Gefühl
Nach einer langen Pause ist Marc Marquez wieder regelmäßig auf dem Motorrad unterwegs. Der Ducati-Werkspilot hatte sich Anfang Oktober 2025 beim Grand Prix von Indonesien eine Schulterverletzung zugezogen und anschließend mehrere Monate auf Onboard-Training verzichtet. Um rechtzeitig für den Sepang-Test in Malaysia bereit zu sein, intensivierte der neunfache Weltmeister zuletzt seine Einheiten in Spanien.
Zunächst stand Motocross-Training auf dem Programm, später folgten Fahrten auf Asphalt. Auf dem Aspar Circuit nahe Valencia nutzte Marquez sowohl eine Ducati Panigale V2 als auch eine V4, um wieder ein Gefühl für Tempo, Linienwahl und Belastung zu entwickeln. Begleitet wurde er dabei unter anderem von Ducati-Lenovo-Teammanager Davide Tardozzi. Die Einheiten gelten als wichtiger Baustein, um nach der verletzungsbedingten Pause wieder in einen stabilen Rhythmus zu finden.
Trainingsunfall überschattet Gresini-Vorbereitung
Ebenfalls auf dem Aspar Circuit bereitete sich Gresini-Ducati-Pilot Fermin Aldeguer auf die neue Saison vor. Für den Rookie des Jahres 2025 waren es die ersten Trainingsrunden im neuen Jahr auf einem Straßenmotorrad. Am Donnerstagvormittag kam es dabei zu einem schweren Sturz, bei dem sich der 20-Jährige eine Fraktur des linken Oberschenkels zuzog.
Nach dem Unfall wurde Aldeguer nach Barcelona gebracht und dort am Freitag operiert. Das Team bestätigte im Anschluss einen erfolgreichen Eingriff, ohne jedoch einen konkreten Zeitplan für die Rückkehr zu nennen. Der Trainingssturz ereignete sich bei kühlen, aber laut Beteiligten ordentlichen Streckenbedingungen.
Reaktionen aus dem Fahrerlager
Zu den Fahrern, die am Unfalltag ebenfalls auf der Strecke unterwegs waren, zählte Ducati-Testfahrer Michele Pirro. Er sprach später von einem schweren Sturz, betonte aber, dass die genauen Umstände nicht eindeutig zu klären gewesen seien. Aussagen zur Ursache blieben entsprechend zurückhaltend.
Der Vorfall unterstreicht das Risiko privater Trainingsfahrten, die zwar unverzichtbar für die Vorbereitung sind, jedoch außerhalb des geregelten Rennbetriebs stattfinden. Gerade auf engen Strecken wie dem Aspar Circuit, der bei vielen Profis beliebt ist, bewegen sich die Fahrer häufig nah am Limit.
Offene Fragen vor Sepang und Saisonstart
Wie stark der Trainingsunfall die Saisonplanung von Aldeguer beeinflusst, ist derzeit offen. Der erste offizielle Test der MotoGP-Saison 2026 findet vom 3. bis 5. Februar in Sepang statt. Für das Gresini-Team wäre eine Teilnahme des Spaniers wichtig, um Set-up-Arbeit und Abstimmung mit dem Team frühzeitig voranzutreiben.
Unabhängig davon steht Ende Januar die Teampräsentation in Malaysia an. Kurz darauf beginnt mit weiteren Tests und dem Saisonauftakt Ende Februar in Thailand die heiße Phase. Für Aldeguer bedeutet der Unfall somit einen ungünstigen Zeitpunkt, da wertvolle Vorbereitungstage verloren gehen könnten.
Einordnung im Ducati-Lager
Für Ducati insgesamt läuft die Vorbereitung dennoch auf mehreren Ebenen weiter. Während Marquez nach Verletzungspause an seiner Rennfitness arbeitet, stehen bei den Kundenteams Stabilität und Konstanz im Vordergrund. Aldeguer war nach einer starken Debütsaison fest als Leistungsträger bei Gresini eingeplant. Sein Ausfall trifft damit nicht nur das Team, sondern auch die Entwicklungsarbeit mit Blick auf die neue Saison.
Ob und wann der Spanier wieder auf dem Motorrad sitzen kann, wird maßgeblich davon abhängen, wie schnell der Heilungsprozess verläuft. Klar ist bereits jetzt, dass der Start in das MotoGP-Jahr 2026 für Ducati sportlich intensiv, aber auch von ersten Rückschlägen geprägt ist.

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