- Marquez gewann den WM-Titel 2025 fünf Rennwochenenden vor Schluss
- Bezzecchi beendete die Saison auf Gesamtrang 3
- 44 Rennen belasteten Fahrer körperlich und mental
Zu den zentralen Themen der MotoGP-Saison 2025 gehörten sowohl die sportliche Entwicklung von Marco Bezzecchi als auch die außergewöhnliche Dominanz von Marc Marquez. Der Aprilia-Fahrer nutzte das Jahr, um sich kontinuierlich zu steigern und etablierte sich als einer der Hauptgegner der Marquez-Brüder. Trotz einer Verletzung des Weltmeisters gegen Saisonende blieb dessen beeindruckende Konstanz das bestimmende Thema.

Bezzecchis Saison: Konstanz und späte Stärke
Der Italiener entwickelte im Laufe der Saison ein immer besseres Gefühl für die RS GP. Spätestens mit seinem Sieg in Silverstone zählte er zu den konstantesten Podiumsanwärtern. Die Formkurve zeigte klar nach oben, was sich im dritten Gesamtrang widerspiegelte. Auch Aprilia profitierte von dieser Entwicklung und belegte in der Herstellerwertung den zweiten Platz.
Gerne hätte Bezzecchi seine Formkurve in den finalen Rennen im direkten Kampf gegen Marc Marquez bestätigen wollen. Da sich der Weltmeister jedoch beim Grand Prix in Indonesien verletzte, musste er die letzten Rennen auf Phillip Island, in Sepang, Portimao und Valencia auslassen.

Einschätzung der außergewöhnlichen Dominanz von Marc Marquez
Bezzecchi sprach ausführlich darüber, weshalb Marquez 2025 so stark auftreten konnte. Die Statistik ist eindeutig: Der Ducati-Pilot gewann an zehn Rennwochenenden sowohl Sprint als auch Hauptrennen. Selbst an schwierigen Wochenenden, wie in Assen mit zwei Stürzen am Freitag, fand Marquez Wege, um sich in der Qualifikation in eine starke Ausgangsposition zu bringen und anschließend beide Rennen zu gewinnen.
Für Bezzecchi ergibt sich das Bild eines Fahrers, der konstant unter den Top drei landet und selbst unter widrigen Umständen konkurrenzfähig bleibt. Die Mischung aus fahrerischer Qualität, mentaler Stärke und der Arbeit im besten Team sei ausschlaggebend. Gleichzeitig betonte der Italiener, dass nicht allein das Motorradmateriel verantwortlich sei. Vielmehr handele es sich um ein Zusammenspiel vieler Faktoren, das Marquez 2025 zu einem derart dominanten Fahrer machte. Die Einschätzungen gab er in Gesprächen wieder, die im Rahmen eines Interviews mit Manuel Pecino entstanden.
Blick nach vorn: Motivation, Trainingswinter und Rivalitäten
Bezzecchi zeigte Verständnis für die Einschätzung von Alex Marquez, der erklärte, dass das hohe Niveau seines Bruders ein Ansporn sei, im Winter härter zu arbeiten. Der Aprilia-Pilot hält diese Herangehensweise für nachvollziehbar, verweist jedoch darauf, dass körperliche und mentale Vorbereitung, die Arbeit mit dem Team sowie ein fehlerfreies Auftreten während der Saison ebenso bedeutsam seien.
Auf die Frage nach persönlichen Motivationsmethoden erzählte Bezzecchi, dass Sito Pons früher ein Foto seines Rivalen Toni Mang auf dem Nachttisch platzierte. Für den Italiener wäre das allerdings weniger sinnvoll, da seine Konkurrenz nicht nur aus einem einzelnen Fahrer bestehe. Ein Bild der gesamten Startaufstellung aufzuhängen, sei für ihn daher weder praktikabel noch notwendig, da er sich auch ohne solche Hilfsmittel motivieren könne.

Marquez über 2026: Selbstkritik, Motorradentwicklung und Genesung
Marc Marquez richtete den Blick bereits auf die kommende Saison und sprach dabei offen über die Stärken und Schwächen seines Arbeitsgeräts. Er betonte, dass Fahrer und Teams häufig dazu neigen, die Konkurrenz hervorzuheben und dabei zu vergessen, welche Qualitäten das eigene Material mitbringt. Diese selbstkritische Sichtweise prägt seinen Ansatz für 2026.
Ein zentrales Thema ist für ihn die Abstimmung der Desmosedici. Vor allem an der Front erhofft er sich Verbesserungen, um ein klareres Gefühl für das Vorderrad zu erhalten. Gleichzeitig stellte er heraus, dass Veränderungen stets im Gesamtpaket betrachtet werden müssen. Ein ausgewogenes Motorrad, das auf möglichst allen Strecken funktioniert, sei aus seiner Sicht entscheidend. Das Zusammenspiel von stabiler Front und starkem Heck soll dabei im Mittelpunkt stehen, um für die neue Saison konkurrenzfähig zu bleiben.
Auch zu seiner körperlichen Verfassung gab Marquez ein Update. Die Reha schreitet aus seiner Sicht gut voran, dennoch möchte er die medizinischen Vorgaben strikt einhalten. Ob er bereits beim offiziellen Test in Sepang wieder auf dem Motorrad sitzt, bleibt offen. Sein Ziel ist es jedoch, möglichst frühzeitig auf die Strecke zurückzukehren, ohne die Genesung zu riskieren. Er orientiert sich dabei an den medizinischen Untersuchungen, die den weiteren Ablauf bestimmen und gewährleisten sollen, dass die Verletzung vollständig ausgeheilt ist.
Ausblick
Die Aussagen beider Fahrer zeigen, dass die Saison 2025 sowohl sportlich als auch mental eine der anspruchsvollsten der jüngeren MotoGP-Geschichte war. Während Bezzecchi seine Position im Spitzenfeld gefestigt hat, richtet Marquez den Blick bereits auf die kommenden Herausforderungen – sowohl im Hinblick auf die Konkurrenz als auch auf die Weiterentwicklung des Motorrads.
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