- Neue inoffizielle Testformate mit Fokus auf 2027
- Reifenwechsel ab 2027 beeinflusst bereits die Entwicklung 2026
- Verletzungen und Vertragsfragen sorgen für Unruhe im Fahrerlager
Nach der Veröffentlichung des offiziellen Testkalenders für 2026 wird deutlich, dass die kommende Saison sportlich zwar noch unter dem bestehenden Reglement gefahren wird, die Weichen aber bereits klar in Richtung 2027 gestellt sind. Neben neuen Testformaten beeinflussen auch personelle Themen das Bild der Königsklasse.
Neuer Testkalender mit Blick auf die neue Ära
Die MotoGP startete traditionell mit dem Shakedown Ende Januar in Sepang in das Testjahr 2026. Es folgten die etablierten Wintertests in Malaysia und Thailand. Neu ist jedoch der weitere Verlauf während der Saison.
Zwar bleiben die Montagstests nach den Rennen in Jerez und Barcelona unverändert und dienen weiterhin der Arbeit mit den aktuellen Motorrädern und Reifen. Ab Juni verschiebt sich der Fokus jedoch deutlich. Die Tests in Brünn und Spielberg sind keine offiziellen Testtage mehr, sondern als Reifentests für 2027 deklariert. Hintergrund ist der anstehende Wechsel des Einheitsreifenherstellers von Michelin zu Pirelli.
Inoffizielle Tests und erhöhte Geheimhaltung
Was genau unter einem sogenannten non official test zu verstehen ist, wurde bislang nicht detailliert kommuniziert. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass diese Tage unter deutlich strengeren Bedingungen stattfinden werden. Denkbar sind fehlende Zeitveröffentlichungen, eingeschränkter Medienzugang und eine generell höhere Geheimhaltung.
In Fachkreisen wird zudem davon ausgegangen, dass die Hersteller diese Termine nutzen könnten, um erstmals geschlossen Prototypen für die 2027er Generation zu testen. Damit würden zentrale technische Konzepte bereits lange vor der offiziellen Einführung erprobt.
Verletzungssorgen bremsen Jorge Martin
Während sich die Entwicklungsarbeit intensiviert, steht aktuell nicht jeder Fahrer wie geplant auf der Strecke. Jorge Martin verpasst den Sepang Test aufgrund zweier zusätzlicher Operationen an Hand und Schulter. Die Eingriffe hatte der Spanier bewusst nicht öffentlich gemacht.
„We wanted not to create noise around my injury.“
„Wir wollten keine Unruhe rund um meine Verletzung erzeugen.“
Nach eigenen Angaben seien einzelne Knochen nach der Saison 2025 noch nicht vollständig verheilt gewesen. Die Entscheidung für weitere Operationen sei schwierig gewesen, aber notwendig für die sportliche Zukunft. Der Fahrer von Aprilia plant seine Rückkehr für den Test in Buriram und zeigte sich mit dem Entwicklungsstand der RS GP grundsätzlich zufrieden.
Vertragsfragen um Marc Marquez bleiben offen
Auch abseits der Strecke sorgt die Zukunft einzelner Topfahrer für Diskussionen. Die Vertragsverlängerung zwischen Marc Marquez und Ducati lässt weiter auf sich warten. Spekulationen über einen möglichen Einjahresvertrag kursieren im Fahrerlager, wurden von beiden Seiten jedoch relativiert.
Marquez betonte zuletzt, dass eine langfristige Zusammenarbeit sinnvoller sei, während Ducati von Detailfragen in laufenden Gesprächen spricht. Klar ist, dass eine Einigung als möglicher Startschuss für weitere Bewegungen auf dem Transfermarkt gelten würde.
Saison 2026 als Übergangsjahr
Insgesamt zeichnet sich ab, dass 2026 sportlich und technisch eine Übergangssaison wird. Während die aktuelle Generation von Motorrädern weiterentwickelt wird, laufen im Hintergrund bereits umfangreiche Vorbereitungen für das neue Reglement. Verletzungen, Testeinschränkungen und offene Verträge verstärken den Eindruck eines Jahres im Zeichen des Umbruchs.
Was das für mich als Motorradfahrer bedeutet?
Für Motorradfahrer hat diese Entwicklung vor allem indirekte Auswirkungen. Die frühe Fokussierung der MotoGP auf 2027 zeigt, wie stark technische Regeln, Reifen und Konzepte den Charakter moderner Motorräder prägen. Auch wenn Serienmaschinen nicht eins zu eins von Prototypen abstammen, fließen Erfahrungen aus Reifenentwicklung, Fahrwerksarbeit und Motorcharakteristik langfristig in Straßensportler ein. Gleichzeitig macht die erhöhte Geheimhaltung deutlich, wie komplex und kostenintensiv moderne Motorradentwicklung geworden ist. Das verstärkt die Trennung zwischen Rennsport und Serie, sorgt aber auch dafür, dass neue Technik meist ausgereifter und zuverlässiger auf der Straße ankommt.

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