- Rechtliche Schritte wegen angeblicher Abhebungen in Höhe von 200.000 € (≈ 216.000 $)
- Vormundschaft 2024 eingerichtet und im März 2025 wieder aufgehoben
- Vollständiger Kontaktabbruch innerhalb der Familie
Nach außen gilt Valentino Rossi als zurückhaltend, wenn es um private Angelegenheiten geht. Umso deutlicher fallen seine öffentlichen Aussagen aus, seit ein familiärer Konflikt vor Gericht gelandet ist. Der neunfache Motorrad Weltmeister hat Klage gegen die Lebensgefährtin seines Vaters eingereicht und erhebt den Vorwurf, sie habe ohne Zustimmung erhebliche Geldbeträge aus dem Vermögen von Graziano Rossi abgehoben.
Vorwürfe gegen die Lebensgefährtin des Vaters
Konkret geht es um insgesamt 200.000 € (≈ 216.000 $), die laut Rossi aus dem Vermögen seines Vaters entnommen worden sein sollen. Davon sollen 176.000 € (≈ 190.000 $) von einem Konto abgehoben worden sein, weitere 34.000 € (≈ 37.000 $) in bar. Ein Teil der Summe soll für ein Darlehen verwendet worden sein, andere Beträge gelten als nicht eindeutig nachvollziehbar. Ob es sich dabei tatsächlich um eine unrechtmäßige Handlung handelt oder um eine interne familiäre Auseinandersetzung, muss nun ein Gericht klären.
Für Valentino Rossi steht dabei nach eigenen Aussagen nicht der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Gegenüber der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera sagte er:
„Es geht nicht ums Geld. Das ist unwichtig. Für mich und auch für Graziano ist das zum Glück unwichtig.“
Vormundschaft und juristische Wendepunkte
Der aktuelle Konflikt hat eine längere Vorgeschichte. Im Jahr 2024 war Valentino Rossi gerichtlich zum Vormund seines Vaters bestellt worden. Grundlage dafür waren ärztliche Einschätzungen, die Graziano Rossi als vulnerable Person einstuften. Ziel der Maßnahme war es, finanzielle und persönliche Entscheidungen im Interesse des damals 71 Jährigen abzusichern.
Im März 2025 folgte jedoch die Kehrtwende. Graziano Rossi beantragte die Aufhebung der Vormundschaft. Nach einer erneuten medizinischen Untersuchung entschied das Gericht, dass er wieder als ausreichend gesund gilt, um eigenständig Entscheidungen zu treffen. Der Antrag wurde bewilligt, Valentino Rossis rechtliche Rolle endete.
Zunehmende Entfremdung innerhalb der Familie
Parallel zur juristischen Entwicklung verschlechterte sich das familiäre Verhältnis deutlich. Valentino Rossi beschreibt einen nahezu vollständigen Kontaktabbruch zu seinem Vater. „Es ist, als hätte ich keinen Vater mehr“, erklärte er. Aus seiner Sicht habe die neue Beziehung seines Vaters zu einem tiefgreifenden Bruch geführt:
„Seine romantische Beziehung hat zu einem kompletten Bruch in der Familie geführt. Und ich verstehe nicht, warum das so ist. Es gibt keinen Kontakt mehr, als ob wir eine Bedrohung für ihn sind.“
Auch andere Familienmitglieder seien betroffen. Rossi verweist auf das zuvor enge Verhältnis zwischen seinem Vater, seiner Mutter Stefania sowie seiner Halbschwester Clara und deren Mutter Lorena, das inzwischen ebenfalls belastet sein soll.
Sorge statt finanzieller Interessen
Trotz der hohen Geldsumme betont Valentino Rossi wiederholt, dass seine Motivation nicht materieller Natur sei. „Alles, das ich unternommen habe, basiert auf der Liebe zu ihm und der Sorge, dass es ihm nicht gut geht“, erklärte er. Die Klage gegen die Lebensgefährtin seines Vaters beschreibt er als letzten Ausweg, um Klarheit zu schaffen und mögliche Einflussnahme zu prüfen.
Ob das Gericht den Vorwürfen folgt, ist offen. Rossi selbst sieht den juristischen Weg als schmerzhaften, aber notwendigen Schritt. „Diese Sache habe ich aus Liebe vorangetrieben. Es gab keinen anderen Grund. Die Situation macht mich und alle anderen sehr traurig.“
Am Ende steht ein familiärer Konflikt, der weit über finanzielle Fragen hinausgeht. Unabhängig vom juristischen Ausgang bleibt eine tiefe persönliche Entfremdung, die für alle Beteiligten eine erhebliche emotionale Belastung darstellt.
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