- FIM 2 Homologation für verschärfte Sicherheitsanforderungen ab 2026
- Adaptive Aero System (A2S) zur automatischen Anpassung des Luftstroms
- Carbon und Aramid Schale mit zwei Schalengrößen
- Erhältlich ab 999,99 Pfund
Die Fédération Internationale de Motocyclisme (FIM) hat ihre Sicherheitszertifizierung überarbeitet und setzt ab der MotoGP Saison 2026 strengere Maßstäbe an. Der Shark Aeron GP hat als einer der ersten Helme die neue FIM 2 Homologation erhalten und entspricht damit den künftigen Anforderungen für den Renneinsatz.

Verschärfte Sicherheitsanforderungen für 2026
Das neue FIM 2 Protokoll bringt mehrere Neuerungen mit sich. Die Anzahl der Testpunkte für Aufpralltests wurde erhöht, die Anforderungen an die Schalenfestigkeit wurden verschärft. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Schutz gegen Rotationskräfte, die bei Stürzen auf den Kopf wirken. Diese Art von Trauma wird mit schweren Kopfverletzungen in Verbindung gebracht. Zusätzlich wurde das Visierverschlusssystem überarbeitet, um bei einem Unfall die Position aller Komponenten besser zu sichern.
Aerodynamik aus der MotoGP
Die Entwicklung des Aeron GP erfolgte unter Beteiligung von Fahrern aus der MotoGP und der Endurance Weltmeisterschaft (EWC). Im Zentrum steht das sogenannte Adaptive Aero System (A2S), das den Luftstrom automatisch an die Position des Fahrers auf dem Motorrad anpasst. Nach Angaben von Shark soll der sogenannte Flaggeneffekt um 80 Prozent reduziert werden, Turbulenzen um 50 Prozent zurückgehen und der Gesamtluftwiderstand um fünf Prozent sinken. Diese Werte sollen über eine Renndistanz zu geringerer Ermüdung führen.

Konstruktion und Ausstattung
Die Schale besteht aus einer Kombination von Carbon und Aramid in sichtbarer Ausführung. Der Helm wird in zwei Schalengrößen gefertigt, die Innenschale verwendet vier verschiedene EPS Dichten. Für die Belüftung sind fünf Einlassöffnungen und sieben Auslässe verbaut. Das Visier entspricht der optischen Klasse 1 und bietet ein seitliches Sichtfeld von angegebenen 220 Grad.
Im Inneren kommen Innenfutter mit Alvéotech Behandlung zum Einsatz, die Wangenpolster wurden in 3D neu gestaltet. Ein Schnellverschlusssystem soll Rennspezifikation und Komfort für längere Einsätze verbinden. Trotz der zusätzlichen Sicherheitsanforderungen soll der Aeron GP laut Hersteller Passform, Gewicht und aerodynamisches Profil der Vorgängerversion beibehalten.
Verfügbarkeit und Einsatz
Alle von Shark unterstützten Fahrer werden den Aeron GP ab den ersten MotoGP Tests vor der Saison 2026 tragen. Dazu gehören Johann Zarco und Raúl Fernández. Der Helm ist bereits in den Größen XS bis XXL erhältlich. Die Version Carbon Skin befindet sich derzeit im Handel, weitere Grafikdesigns sollen im Laufe des Jahres folgen. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 999,99 Pfund.
Was das für mich als Motorradfahrer bedeutet
Die FIM 2 Homologation des Shark Aeron GP ist zunächst vor allem für den Rennsport relevant, da sie ab 2026 in der MotoGP vorgeschrieben ist. Für Straßenfahrer bedeutet die Zertifizierung jedoch, dass hier Sicherheitstechnologien verfügbar werden, die unter härtesten Bedingungen entwickelt und getestet wurden. Die verbesserten Schutzstandards gegen Rotationskräfte und die verstärkte Schale bieten auch auf der Straße ein höheres Sicherheitsniveau. Das aerodynamische Konzept mit dem A2S System kann bei sportlicher Fahrweise und höheren Geschwindigkeiten spürbare Vorteile bringen, indem es Ermüdung durch Windkräfte reduziert. Allerdings ist der Aeron GP mit knapp 1.000 Pfund ein hochpreisiger Rennhelm, der sich primär an ambitionierte Sportfahrer und Trackday Enthusiasten richtet. Für den reinen Alltagseinsatz gibt es praktischere und günstigere Alternativen, die ebenfalls hohe Sicherheitsstandards erfüllen.








