- 850cc MotoGP Motor für die Saison 2027
- Erstes On Track Debüt laut Aprilia für Frühjahr geplant
- Motor läuft bereits auf dem Prüfstand
Nach KTM und Honda bereitet sich auch Aprilia darauf vor, den nächsten Entwicklungsschritt für die MotoGP einzuleiten. Der Hersteller aus Noale arbeitet seit einiger Zeit am neuen 850cc Aggregat, das ab 2027 vorgeschrieben sein wird. Laut Technikdirektor Fabiano Sterlacchini befindet sich der Motor bereits in einer fortgeschrittenen Testphase und soll im Frühjahr erstmals im neuen Prototypen eingesetzt werden.
Frühjahr als realistischer Zeitpunkt für das Debüt
Während KTM bereits im Oktober ein erstes 850cc Konzept zeigte und Honda mehrere Tests in Malaysia absolvierte, hält sich Aprilia bislang mit öffentlichen Auftritten zurück. Intern ist die Arbeit jedoch weit fortgeschritten. Der neue Prototyp soll laut Sterlacchini „um den Beginn des Frühjahrs“ erstmals fahren. Damit wäre ein Einsatz Ende März realistisch.
Der Aprilia Technikchef erklärte bei der Teampräsentation von Aprilia Racing, dass der Motor aktuell intensiv auf dem Prüfstand läuft. Ziel sei es, die Zuverlässigkeit zu bestätigen und erste Entwicklungsdaten zu sammeln, bevor das Motorrad auf die Strecke geht.
Prüfstandsläufe und erste Entwicklungsphase
Sterlacchini machte deutlich, dass der 850cc Motor technisch bereits existiert, sich aber noch in einer sensiblen Phase befindet. Die ersten Tests dienen weniger der Performance, sondern der Absicherung der Basis. In seinen Worten:
„The [850cc] engine is running on the test bench in let’s say ‘testing mode’ for reliability, to confirm everything and also to start part of the development. Basically, we are thinking that around the beginning of spring the first prototype will go on track.“
„Der [850cc] Motor läuft derzeit auf dem Prüfstand gewissermaßen im Testmodus, um die Zuverlässigkeit zu bestätigen und erste Entwicklungsschritte zu starten. Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass der erste Prototyp zu Beginn des Frühjahrs auf die Strecke geht.“
Zusätzlich zeigte sich der Technische Direktor optimistisch, was den bisherigen Stand betrifft. Der erste Prototyp sei fertiggestellt, befinde sich aber noch vollständig in der internen Testphase.
Aprilia zwischen Gegenwart und Zukunft
Sportlich beendete Aprilia die Saison 2025 als engster Verfolger von Ducati und gilt auch für 2026 als einer der aussichtsreichsten Herausforderer. Parallel zur Weiterentwicklung des aktuellen Motorrads muss das Team jedoch bereits erhebliche Ressourcen in das 2027 Projekt investieren.
Diese Doppelbelastung betrifft alle Hersteller in der MotoGP. Besonders anspruchsvoll ist die Situation jedoch für Yamaha, das 2026 erstmals eine komplette Saison mit einem neuen V4 Motor bestreiten wird. Neben der Weiterentwicklung dieses Konzepts muss gleichzeitig am 850cc Prototyp gearbeitet werden.
KTM und Honda sind mit ihren ersten Tests bereits einen Schritt weiter. KTM absolvierte einen privaten Test in Jerez, Honda sammelte erste Daten in Sepang. Aprilia könnte mit dem geplanten Frühjahrsdebüt zeitnah nachziehen und damit ebenfalls früh wichtige Erfahrungen sammeln.
Ausblick auf die MotoGP Saison 2026
Für Aprilia wird 2026 zur Übergangssaison. Einerseits gilt es, die Konkurrenzfähigkeit gegen Ducati aufrechtzuerhalten, andererseits müssen die Weichen für die neue MotoGP Ära gestellt werden. Der frühe Prüfstandsbetrieb des 850cc Motors deutet darauf hin, dass der Hersteller diesen Spagat frühzeitig angegangen ist.
Ob der neue Prototyp bereits im Frühjahr belastbare Rückschlüsse auf die Leistungsfähigkeit zulässt, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch, dass Aprilia den Zeitplan der Konkurrenz im Blick hat und sich gezielt auf die Regeländerungen vorbereitet.
Was bedeutet das für mich als MotoGP Fan?
Für MotoGP Fans zeigt diese Entwicklung vor allem, dass der Umbruch zur 850cc Ära längst begonnen hat und nicht erst 2027 spürbar wird. Die kommenden Saisons werden stark davon geprägt sein, wie gut die Hersteller den Spagat zwischen aktueller Performance und Zukunftsentwicklung meistern. Das kann zu Leistungsschwankungen führen, aber auch dazu, dass einzelne Teams plötzlich Fortschritte machen oder kurzfristig zurückfallen. Gleichzeitig wächst die Vorfreude auf die neue MotoGP Generation, denn frühe Tests bedeuten mehr Zeit, Kinderkrankheiten auszumerzen. Für den Fan heißt das: Die Jahre 2026 und 2027 könnten sportlich besonders spannend werden, weil hinter den Kulissen bereits heute die Grundlage für die nächsten Kräfteverhältnisse gelegt wird.

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