- NFC basiertes System direkt im Helm integriert
- Zugriff auf medizinische Daten ohne App oder Anmeldung
- Bereits in mehreren Caberg Helm-Modellen verfügbar
Motorradhelme übernehmen seit jeher die Aufgabe, den Fahrer bei einem Sturz vor schweren Verletzungen zu schützen. Mit SOS Medical ID erweitert Caberg diesen Ansatz um eine digitale Komponente, die im Notfall zusätzliche Informationen bereitstellen soll. Ziel ist es, Rettungskräften oder Ersthelfern einen schnellen und unkomplizierten Zugriff auf wichtige persönliche und medizinische Daten zu ermöglichen.

Was hinter Caberg SOS Medical ID steckt
SOS Medical ID ist ein im Helm integriertes System auf Basis eines NFC Mikrochips. Entwickelt wurde es von der italienischen Helmmarke Caberg mit Sitz in Bergamo nahe Mailand. Der Chip ist fest im Helm verbaut und wird von außen über einen entsprechenden Aufkleber gekennzeichnet.
Über das System lassen sich persönliche Daten, medizinische Informationen und Notfallkontakte hinterlegen. Zusätzlich können weiterführende Informationen zum jeweiligen Helmmodell oder zu autorisierten Caberg Händlern abgerufen werden.
So funktioniert der Zugriff im Ernstfall
Im Notfall genügt es, ein NFC fähiges Smartphone an die dafür vorgesehene Stelle des Helms zu halten. Eine spezielle App, ein Login oder zusätzliche Codes sind dafür nicht erforderlich. Die hinterlegten Informationen werden direkt im Browser angezeigt.
Abrufbar sind unter anderem:
- Blutgruppe
- Allergien und Vorerkrankungen
- Medizinische Hinweise
- Notfallkontakte
- Optional der zuletzt hinterlegte Standort
Laut Caberg soll dieses einfache Verfahren sicherstellen, dass Helfer innerhalb weniger Sekunden auf entscheidende Informationen zugreifen können.

Kompatibilität mit Smartphones
Das System nutzt die NFC Technologie, die in vielen modernen Smartphones bereits integriert ist. Bei Apple Geräten wird NFC ab dem iPhone 7 unterstützt. Auch die meisten aktuellen Android Smartphones verfügen über diese Technik, sofern sie in den Einstellungen aktiviert ist. Damit soll sichergestellt werden, dass der Zugriff im Notfall mit handelsüblichen Geräten möglich ist.
Feste Integration statt Zubehörlösung
Im Unterschied zu externen Notfall Tags oder separaten Karten ist SOS Medical ID fest in den Helm integriert. Der Helm übernimmt damit eine zusätzliche Funktion über den reinen Aufprallschutz hinaus. Caberg verfolgt mit diesem Ansatz das Ziel, Sicherheitsfunktionen dort zu bündeln, wo sie im Ernstfall unmittelbar verfügbar sind.
Caberg Helme mit SOS Medical ID
Aktuell ist das System in mehreren Modellen der Caberg Palette erhältlich. Dazu zählen:
- Drift Evo II: Integralhelm im sportlich tourentauglichen Segment
- GP01: Hochwertiger Racing Helm mit Carbon Außenschale
- Tanami: On Offroad Helm für Reise und Adventure Einsätze
- Trip: Flip Back Helm, der laut Caberg ab 2026 verfügbar sein soll
Damit deckt SOS Medical ID unterschiedliche Einsatzbereiche vom sportlichen Fahren bis zum Touring ab. Weitere Modelle könnten laut Hersteller folgen.
Einordnung des Systems
SOS Medical ID soll die Rettungskette im Falle eines Unfalls unterstützen, ersetzt jedoch keine medizinische Versorgung. Das System versteht sich als Ergänzung, um Ersthelfern und Einsatzkräften schneller relevante Informationen bereitzustellen. Ob und wie stark sich dadurch reale Vorteile ergeben, hängt vom jeweiligen Unfallgeschehen und der Nutzung durch Helfer ab.

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