- KTM belegt die ersten beiden Plätze der Tageswertung auf Etappe 7
- Daniel Sanders baut seine Gesamtführung auf 4:25 Minuten aus
- Luciano Benavides rückt bis auf 4:40 Minuten an die Spitze heran
Nach dem Ruhetag in Riad ging es für das Fahrerfeld auf eine der längsten Tagesdistanzen der diesjährigen Rallye. Die 877 Kilometer lange Verbindung von Riad nach Wadi ad Dawasir verlangte den Piloten nicht nur körperlich alles ab, sondern rückte erneut die taktische Komponente der Dakar in den Vordergrund.

Schnelle Etappe mit taktischer Tiefe
Die 459 Kilometer lange Wertungsprüfung war geprägt von schnellen Pisten, offenen Tälern und längeren Dünenpassagen. Fahrerisch galt die Etappe als vergleichsweise flüssig, doch das Bonussystem für die Führungsarbeit entwickelte sich erneut zum entscheidenden Faktor. Wer früh eröffnete, riskierte Zeitverluste trotz Bonussekunden.
Ricky Brabec eröffnete die Strecke, dicht gefolgt von Tosha Schareina und Gesamtleader Daniel Sanders. Bereits nach den ersten Kilometern zeigte sich, dass die Zeitgutschriften den Nachteil der Navigation nur teilweise kompensieren konnten. Sanders hielt sich konstant in Schlagdistanz, während weiter hinten ein KTM-Fahrer das Tempo bestimmte.

Benavides dominiert und rückt näher heran
Luciano Benavides präsentierte sich auf Etappe 7 erneut in starker Form. Der Argentinier setzte sich früh an die Spitze der Zeitentabelle und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus. Nach 4:00:56 Stunden stand sein zweiter Etappensieg der Dakar 2026 fest.
Der KTM-Pilot hatte bereits in der ersten Rennhälfte angedeutet, dass sein Trainingsrückstand nach der Verletzung aus dem Vorjahr zunehmend aufgeholt ist. Nach sieben von 13 Etappen liegt Luciano Benavides nur noch 4:40 Minuten hinter dem Gesamtführenden und lediglich 15 Sekunden hinter Rang zwei.
„Overall, the first week was really, really good for me. It’s the first time I’ve ever been on the podium after the first week of the Dakar, which is something unusual for me.“
„Insgesamt war die erste Woche für mich wirklich sehr, sehr gut. Es war das erste Mal, dass ich nach der ersten Woche der Dakar auf einem Podiumsplatz liege, was für mich etwas Ungewöhnliches ist“, erklärte Benavides.
Sanders gegen Brabec: Strategie statt Angriff
Obwohl Daniel Sanders nur Vierter der Etappe wurde, gehörte der Tag erneut dem Australier. Sein Vorsprung auf Ricky Brabec wuchs von 45 Sekunden auf 4:25 Minuten an. Ein früher Navigationsfehler kostete Sanders zwar zwei bis drei Minuten, doch im weiteren Verlauf profitierte er von der Dynamik an der Spitze.
Sanders vermutete, dass das Honda-Lager bewusst Tempo herausnahm, um sich eine bessere Startposition für Etappe 8 zu sichern. Nach dem zweiten Tankstopp erhöhte der KTM-Pilot das Tempo deutlich, um mögliche weitere Bonussekunden seiner Konkurrenten zu verhindern.
„I made one mistake at the start and lost two or three minutes, which was unfortunate.“
„Ich habe gleich nach dem Start einen Fehler gemacht und dadurch leider zwei bis drei Minuten verloren“, sagte Sanders.
Brabec selbst bestätigte diese Interpretation weder ausdrücklich noch widersprach er ihr. Der US-Amerikaner verwies auf die lange und schnelle Etappe sowie auf die strategisch günstigere Ausgangslage für den kommenden Tag.
Honda kämpft, KTM profitiert
Hinter dem Führungstrio zeigte sich ein wachsender Abstand. Tosha Schareina verlor weiter Zeit auf die Spitze und liegt nun bereits mehr als 15 Minuten zurück. Adrien van Beveren meldete sich mit Rang drei der Etappe zurück, bleibt in der Gesamtwertung jedoch mit fast 56 Minuten Rückstand chancenlos für den Sieg.
Skyler Howes fuhr erneut konstant und verbesserte sich auf Rang fünf der Gesamtwertung. Insgesamt wurde deutlich, dass KTM das Zusammenspiel aus Tempo, Bonusstrategie und Konstanz aktuell besser umsetzt als Honda.

Blick nach vorn: längste Wertungsprüfung wartet
Mit Etappe 8 steht die längste Wertungsprüfung der Dakar 2026 bevor. Rund um Wadi ad Dawasir warten 481 Kilometer gegen die Uhr. Die Startpositionen könnten erneut eine zentrale Rolle spielen, insbesondere für Brabec und Schareina, die weiter hinten ins Rennen gehen.
Zur Halbzeit der Rallye ist klar: Der Kampf um den Gesamtsieg entwickelt sich zunehmend zu einem taktischen Duell zwischen KTM und Honda, mit Luciano Benavides als ernstzunehmendem dritten Mann im Titelrennen.

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