- Rückruf wegen ungewöhnlich hohen Ölverbrauchs
- In Deutschland sind 2.577 Fahrzeuge betroffen
- Motorschäden und Sicherheitsrisiken möglich
Zum Jahreswechsel 2025 auf 2026 gerät Honda mit einem sensiblen Technikthema unter Druck. Beim Reihenvierzylinder der CB 1000 (SP) Hornet wurde ein möglicher Fertigungsfehler festgestellt, der zu deutlich erhöhtem Ölverbrauch führen kann. Bleibt dieser unbemerkt, drohen gravierende Folgeschäden am Motor mit entsprechenden Sicherheitsrisiken.

Rückruf in den USA bereits angelaufen
Seit Mitte Dezember 2025 beschäftigt sich die National Highway Traffic Safety Administration in den USA mit dem Problem. Dort wurde ein offizieller Rückruf für die Honda CB 1000 (SP) Hornet eingeleitet. Betroffen sind nach Angaben der Behörde 452 Motorräder aus einem Produktionszeitraum vom 30. September 2024 bis zum 22. August 2025. Händler wurden bereits informiert, die schriftliche Benachrichtigung der Fahrzeughalter soll ab dem 16. Februar 2026 erfolgen.
Ursache: ungewöhnlich hoher Ölverbrauch
Nach aktuellem Kenntnisstand kann es beim über 150 PS starken Reihenvierzylinder zu einem signifikant erhöhten Ölverbrauch kommen. Als mögliche Ursache gelten Fertigungsmängel oder zu große Toleranzen an Kolben und Kolbenringen. Der Ölverbrauch soll dabei mehrere hundert Milliliter pro 1.000 Kilometer betragen und liegt damit deutlich über dem üblichen Maß.
Risiko für Pleuellager und Motormechanik
Wird der sinkende Ölstand nicht regelmäßig kontrolliert und rechtzeitig ausgeglichen, kann es zu unzureichender Schmierung kommen. Besonders betroffen sind dabei die Pleuellager, die bei Ölmangel stark beschleunigt verschleißen. Im weiteren Verlauf sind schwere Motorschäden möglich, bis hin zum vollständigen Motorausfall.

Sicherheitsrelevante Folgen: Sturz und Brandgefahr
Ein blockierender Motor kann bei der Honda CB 1000 (SP) Hornet zum Blockieren des Hinterrads führen. Daraus ergibt sich ein erhöhtes Sturzrisiko. Zusätzlich weist die US Behörde auf mögliche Brandgefahr hin, falls auslaufendes Öl oder Kraftstoff mit heißen Bauteilen in Kontakt kommt, insbesondere im Bereich der Abgasanlage.
Situation in Deutschland: 2.577 Fahrzeuge betroffen
In der Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts war bis zum 8. Januar 2026 noch kein entsprechender Eintrag verzeichnet. Auf Nachfrage bestätigte Honda jedoch, dass in Deutschland 2.577 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen sind. Ein Sprecher von Honda Motor erklärte, dass der Prozess zur Schadenfeststellung und Reparatur derzeit festgelegt werde. Die betroffenen Kunden sollen schriftlich über alle relevanten Details informiert werden.
Reparaturumfang noch offen
Unklar ist bislang, wie umfangreich die technische Maßnahme ausfallen wird. Möglich ist sowohl eine Überarbeitung der betroffenen Motoren mit neuen Kolben und Kolbenringen als auch der Austausch kompletter Motoren. Konkrete Informationen zu Art und Dauer der Reparatur liegen derzeit nicht vor.

Weitere Modelle derzeit nicht betroffen
Noch offen ist, ob weitere Modelle mit ähnlichem Vierzylinderkonzept betroffen sein könnten. Dazu zählen die angekündigten, aber noch nicht erhältlichen Modelle CB 1000 F und CB 1000 GT. Honda teilte hierzu mit, dass diese Motorräder aktuell noch nicht auf dem Markt seien und man grundsätzlich angemessen auf mögliche Probleme reagieren werde.
Ölverbrauch kein völlig neues Thema
Der betroffene Reihenvierzylinder basiert konstruktiv auf einem früheren Supersportmotor der CBR 1000 RR Fireblade. Bereits beim Fireblade Modell SC59 aus den Baujahren 2008 bis 2016 wurde erhöhter Ölverbrauch in der Praxis diskutiert. Ob es einen direkten technischen Zusammenhang gibt, bleibt offen.

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