- Vorstellung auf der IMOT 2026 in München am 20. Februar 2026
- Erstes Motorrad des Segments mit integrierter Kamera- und Radartechnologie
- Einführungsangebot für die F77-Modelle in Deutschland verlängert ab 8.990 Euro
Nach dem Marktstart der F77 MACH 2 RECON und der F77 SUPERSTREET RECON im vergangenen Jahr legt Ultraviolette auf der Internationalen Motorradausstellung (IMOT) in München nach. Mit der X-47 Crossover stellt der indische Hersteller ein neues Modell vor, das sich als elektrisches Crossover-Motorrad sowohl im Stadtverkehr als auch im Gelände bewähren soll. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einem integrierten Radarsystem, das laut Ultraviolette in diesem Fahrzeugsegment bislang einzigartig sein soll.

UV HyperSense: Radarsystem der sechsten Generation
Den technologischen Kern der X-47 Crossover bildet das System namens UV HyperSense. Ultraviolette bezeichnet es als das weltweit erste integrierte intelligente Radarsystem für Motorräder. Es kombiniert Radar-Langstreckentechnologie der sechsten Generation mit der hauseigenen Vehicle Control Unit des Herstellers. Ziel des Systems soll eine deutlich verbesserte Fahrsicherheit sein, indem es die Umgebung des Motorrads permanent erfasst. Ergänzt wird die Radartechnik durch eine integrierte Kamera.
Konkrete Details zur Funktionsweise, etwa zu Warnfunktionen, Abstandserkennung oder möglichen Eingriffsmöglichkeiten in die Fahrdynamik, nennt Ultraviolette in der aktuellen Ankündigung allerdings nicht.
Fahrwerk und Assistenzsysteme
Die X-47 Crossover verfügt über eine aufrechte Sitzposition und eine fahrerzentrierte Ergonomie, die sowohl auf langen Strecken als auch im urbanen Umfeld funktionieren soll. Das Motorrad bringt ein 9-stufiges regeneratives Bremssystem mit dynamischer Energierückgewinnung mit, ergänzt um eine 3-stufige Traktionskontrolle.
Zusätzlich hat Ultraviolette eine Funktion namens Dynamic Stability Control (UV DSC) integriert. Diese soll die Rekuperationsstufen mit dem Dual-Channel-ABS so abstimmen, dass bei leichtem, aktivem und Notbremsen stets volle Kontrolle und Stabilität gewährleistet sein sollen. Eine Berganfahrfunktion hält das Motorrad in Steigungen in Position, ohne dass dauerhaft die Bremse betätigt werden muss.

Bordeigenes Ladegerät aus eigener Entwicklung
Ultraviolette hebt bei der X-47 Crossover zudem ein integriertes Onboard-Ladegerät mit Luftkühlung hervor. Dieses wurde laut dem Hersteller vollständig im eigenen Haus entwickelt, konstruiert und gefertigt. Weitere Details zur Ladeleistung oder zur Akkukapazität liegen derzeit nicht vor.
Hintergrund: Ultraviolette und der europäische Markt
Ultraviolette wurde 2016 von Narayan Subramaniam und Niraj Rajmohan gegründet. Das Unternehmen wird von einer Reihe internationaler Investoren unterstützt, darunter Lingotto (eine Tochtergesellschaft der Exor N.V.), Qualcomm Ventures, Zoho Corporation, TVS Motors, TDK Ventures und Speciale Invest.
Narayan Subramaniam sprach anlässlich der Enthüllung davon, dass Deutschland als Wiege der automobilen Exzellenz und des Ingenieurwesens ein bewusst gewählter Ort für die Vorstellung sei. Die Präsentation der X-47 Crossover auf der IMOT unterstreiche das Ziel, fortschrittliche Mobilitätslösungen in die Märkte zu bringen, die die Motorradwelt prägten.
Der europäische Vertrieb läuft über Zero Center, das als exklusiver Distributeur für Deutschland, Österreich, die Schweiz und Italien fungiert. Mathias Mittmann, CEO von Zero Center, beschrieb die X-47 als einen wichtigen Meilenstein für die Elektromobilität in Europa. Das integrierte Radarsystem führe ein neues Niveau der Fahreraufmerksamkeit und Sicherheit ein, was die wachsende Nachfrage nach fortschrittlicher Technologie in der modernen Mobilität widerspiegle.

F77-Einführungsangebot in Deutschland verlängert
Parallel zur Vorstellung der X-47 Crossover hat Ultraviolette mitgeteilt, das Einführungsangebot für die F77-Modelle in Deutschland zu verlängern. Aufgrund der laut Hersteller hohen Nachfrage sind die F77-Modelle weiterhin ab 8.990 Euro (circa 9.405 US-Dollar) erhältlich. Wann das Angebot endet, wurde nicht kommuniziert.
Zu Preisen, konkreten technischen Daten oder einem Marktstart der X-47 Crossover selbst hat Ultraviolette bislang keine Angaben gemacht.
Was das für Motorradfahrer bedeutet
Mit der X-47 Crossover bringt Ultraviolette ein Konzept auf den Markt, das in dieser Kombination im Elektro-Segment so bislang nicht verfügbar war. Ein elektrisches Crossover-Motorrad mit integriertem Radarsystem könnte gerade für Fahrer interessant sein, die sowohl im Alltag als auch auf Überlandstrecken unterwegs sind und dabei auf moderne Sicherheitstechnik nicht verzichten wollen. Die Mischung aus aufrechter Sitzposition, regenerativem Bremssystem mit neun Stufen, Traktionskontrolle und dem UV HyperSense-Radar deutet auf ein Fahrzeug hin, das den Spagat zwischen Vielseitigkeit und technologischem Anspruch versucht. Allerdings fehlen derzeit noch zentrale Informationen: Leistung, Reichweite, Akkukapazität, Gewicht und vor allem ein Preis für die X-47 Crossover sind noch nicht bekannt. Ohne diese Daten lässt sich schwer einschätzen, wie alltagstauglich das Motorrad tatsächlich ist und ob es mit etablierten Modellen im Crossover-Segment mithalten kann. Wer sich für die X-47 interessiert, muss also vorerst auf weitere Ankündigungen von Ultraviolette oder Zero Center warten.

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