- London Marathon 2026 in voller Lederkombi
- Spendenlauf zugunsten der Kinderkrebsorganisation PASIC
- Lauf gemeinsam mit seinen Töchtern Alicia und Layla
Nach dem Verlust seines Sohnes Luca, der 2025 im Alter von sechs Jahren an Krebs verstarb, hat Sylvain Guintoli einen Weg gesucht, den unterstützenden Organisationen etwas zurückzugeben. Der ehemalige Superbike-Weltmeister, MotoGP-Pilot und aktuelle BMW-Testfahrer plant deshalb, die 42,2 km des London Marathon 2026 in Rennleder zu bewältigen und dabei Spenden für die Kinderkrebshilfe zu sammeln. Unterstützt wird er dabei von seinen Töchtern Alicia und Layla, die ebenfalls an den Start gehen.
Ein ungewöhnlicher Marathon für eine persönliche Mission
Die Teilnahme am Marathon ist für Guintoli ein sehr persönliches Projekt. Nach Lucas Diagnose habe sich für die Familie vieles schlagartig verändert. Verschiedene Organisationen standen ihnen zur Seite, insbesondere PASIC, die Familien mit krebskranken Kindern unterstützt. Die Hilfe reichte von praktischer Unterstützung bis zu emotionaler Begleitung, und laut Guintoli seien diese Leistungen auch heute noch spürbar.
Der spontane Entschluss, selbst am Marathon teilzunehmen, entstand, nachdem ursprünglich nur zwei Startplätze für seine Töchter verfügbar waren. Als eine weitere Startnummer frei wurde, entschied sich der 43-Jährige, ebenfalls mitzulaufen und die Herausforderung anzunehmen, obwohl er nach eigener Aussage kein Läufer sei.
Training, Lederkombi und ein langer Weg
Guintoli wird den Lauf in einer speziell gestalteten Lederkombi absolvieren, die sowohl seinem Sohn als auch der unterstützten Organisation gewidmet ist. Teile wie der Airbag sollen entfernt und das Material teilweise perforiert werden, um die Strapazen etwas zu reduzieren. Dennoch bleibt es eine vollständige Rennkombi, die über die gesamte Distanz getragen wird.
Er betont, dass das Laufen in Leder weit von einer gewöhnlichen sportlichen Belastung entfernt sei. Trotz seiner Erfahrung im Ausdauerrennsport sei die Marathonstrecke eine besondere Herausforderung. Er vergleicht sie mit den härtesten Momenten eines Langstreckenrennens, wenn Fahrer mitten in der Nacht bei niedrigen Temperaturen erneut aufs Motorrad müssen. Die mentale Stärke aus dem Rennsport soll ihm nun auch beim Marathon helfen.
Ein gemeinsamer Weg durch den Winter
Gemeinsam mit seinen Töchtern trainiert Guintoli seit Monaten auf das Ereignis hin. Die Vorbereitung findet überwiegend im Winter statt, mit dem Ziel, bis Ende April auf das notwendige Leistungsniveau zu kommen. Der Lauf soll nicht nur Spenden sammeln, sondern auch Teil des persönlichen Heilungsprozesses der Familie sein.
Für die Töchter stand früh fest, dass sie für Luca laufen möchten. Später schloss sich Guintoli an, um ebenfalls ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit zu setzen. Neben PASIC werden durch die Aktion auch Organisationen wie Young Lives vs Cancer unterstützt.
Spendenaktion und Aufruf zur Unterstützung
Unternehmen und Privatpersonen können sich an der Aktion beteiligen. Firmen haben die Möglichkeit, über Instagram Kontakt aufzunehmen und als Unterstützer einen Platz auf der finalen Lederkombi zu erhalten. Zudem können Spenden direkt über die dafür eingerichtete Plattform getätigt werden.
Guintoli sieht den Lauf als eine Art Hommage an Luca, den er als unglaublich tapfer und belastbar beschreibt. Der Marathon sei für ihn ein Weg, diese Stärke zu würdigen und gleichzeitig anderen Familien in ähnlichen Situationen zu helfen.
Zur Spendenaktion: https://2026tcslondonmarathon.enthuse.com/pf/sylvain-guintoli








