- Fermin Aldeguer verpasst Thailand Test und Grand Prix nach Femurbruch
- Michele Pirro ersetzt ihn bei Gresini Racing
- Marc Marquez sorgt mit 2027 Prognose für Diskussionen
- Jorge Martin testet nach Verletzungspause in Valencia
Der Beginn der MotoGP Saison 2026 ist von mehreren parallelen Entwicklungen geprägt. Während ein Teil des Feldes in Thailand testet, kämpfen andere Fahrer mit Verletzungen oder richten den Blick bereits auf den Fahrermarkt 2027. Besonders im Fokus stehen Fermin Aldeguer, Marc Marquez und Jorge Martin.

Fermin Aldeguer fällt für Thailand aus
Für Fermin Aldeguer beginnt die Saison mit einem Rückschlag. Der Spanier wird weder am Vorsaisontest in Buriram noch am Grand Prix von Thailand am 1. März teilnehmen. Das bestätigte sein Team Gresini Racing nach anhaltender Rehabilitation.
Aldeguer hatte sich im Januar bei einem Trainingsunfall auf dem Aspar Circuit bei Valencia verletzt. Bei dem Sturz mit einer Yamaha R6 zog er sich einen Bruch des linken Oberschenkelknochens zu. Nach dem Unfall wurde er in ein Krankenhaus nach Barcelona gebracht und dort operiert.
Bereits der Test in Sepang fand ohne ihn statt. Zwischenzeitlich bestand Hoffnung, dass ein Einsatz in Thailand möglich sein könnte, doch das Team stellte klar: „Fermin Aldeguer’s recovery is progressing rapidly, though not enough to see him in Thailand.“ Übersetzt bedeutet das: „Die Genesung von Fermin Aldeguer schreitet schnell voran, jedoch nicht ausreichend, um ihn in Thailand zu sehen.“
Frühestens beim Grand Prix von Brasilien am 22. März könnte Aldeguer wieder ins Renngeschehen eingreifen. Die lange Pause erschwert die Vorbereitung auf seine zweite MotoGP Saison erheblich.
Michele Pirro übernimmt bei Gresini
Als Ersatzmann kommt Ducati Testfahrer Michele Pirro zum Einsatz. Pirro hatte bereits Ende 2025 zwei Rennen für den verletzten Marc Marquez bestritten und gilt intern als bewährte Lösung bei Ausfällen.
Allerdings ist seine Rolle 2026 besonders sensibel. Mit Blick auf die umfangreichen Reglementänderungen 2027 arbeitet Ducati bereits am Prototyp für das neue Motorrad. Pirro soll maßgeblich an der Entwicklung beteiligt sein.
Ducati verfügt zusätzlich über Superbike Pilot Nicolo Bulega als Testfahrer. Bulega sprang Ende 2025 ebenfalls für Marc Marquez ein. Ein Einsatz in Thailand war jedoch nicht möglich, da sich der Auftakt der Superbike Weltmeisterschaft in Australien zeitlich mit dem Buriram Test überschnitt.

Marc Marquez und die Spekulationen um 2027
Parallel zu den Verletzungsthemen sorgt Marc Marquez mit Aussagen zur Saison 2027 für Aufmerksamkeit. In einem Video des offiziellen MotoGP Auftritts stellte der siebenmalige Weltmeister seine persönliche Prognose für die Startaufstellung 2027 vor.
Überraschend setzte er zunächst seinen Bruder Alex Marquez ins Ducati Werksteam und platzierte Pedro Acosta an dessen Seite. Kurz darauf änderte er seine Wahl und stellte Francesco Bagnaia neben Alex Marquez mit dem Kommentar: „this would be a good team“.
Pedro Acosta sah Marquez in seiner Prognose stattdessen bei Honda, gemeinsam mit Jorge Martin. Sich selbst ließ er in der Aufstellung außen vor. Auf die Frage, ob er Urlaub plane, antwortete er: „Maybe, you never know.“
Die Aussagen waren offensichtlich mit einem Augenzwinkern gemeint, werfen jedoch ein Licht auf die komplexe Vertragssituation. Nahezu alle Verträge laufen Ende 2026 aus. Berichten zufolge soll Fabio Quartararo zu Honda wechseln, während Jorge Martin mit Yamaha in Verbindung gebracht wird. Für Pedro Acosta wurde ein Wechsel zu Ducati gehandelt. Francesco Bagnaia soll wiederum mit Aprilia in Verbindung stehen, während Alex Marquez als Kandidat für KTM gilt.
Ducati hat öffentlich betont, Marc Marquez priorisieren zu wollen, räumte jedoch ein, dass die Vertragsverhandlungen nicht unkompliziert seien. Sollte sich der Fahrermarkt wie kolportiert entwickeln, könnte Ducati 2027 sowohl Bagnaia als auch Alex Marquez verlieren.
Jorge Martin testet nach Verletzungspause
Auch Jorge Martin steht im Fokus. Der MotoGP Weltmeister von 2024 bereitete sich nach offiziellen Tests und dem Saisonauftakt Event in Kuala Lumpur in seiner Heimat Spanien auf sein Comeback vor.
Auf dem Aspar Circuit bei Valencia absolvierte der Aprilia Werksfahrer zwei intensive Trainingstage. Erstmals nach einer erneuten medizinischen Pause wegen anhaltender Probleme mit Schlüsselbein und Kahnbein saß er wieder im Renntrimm auf einem Motorrad. Für die privaten Sessions wurde ein Supersport Motorrad aus dem Aprilia Bestand vorbereitet.
Martin reiste mit einem umfangreichen Team an, darunter sein Vater Angel Martin, sein Fitness Trainer Jorge Echevarria sowie mehrere enge Vertraute aus seinem Umfeld. Während der Trackdays drehte er zahlreiche Runden und zeigte auf dem winkligen Kurs eine stabile Körpersprache.
Für Martin steht viel auf dem Spiel. Nach dem verletzungsreichen Jahr 2025 muss er unter Beweis stellen, dass er wieder vollständig belastbar ist. Im Umfeld kursieren Gerüchte, dass das Yamaha Werksteam für einen möglichen Vertrag ab 2027 eine Art Fitnessnachweis erwartet.

Verletzungen und Verträge prägen den Saisonbeginn
Der Saisonstart 2026 steht damit nicht nur im Zeichen sportlicher Erwartungen, sondern auch medizinischer und strategischer Fragen. Aldeguers Ausfall, Martins Comeback Vorbereitungen und die offenen Vertragskonstellationen für 2027 zeigen, wie eng sportliche Leistung, Gesundheit und langfristige Planung miteinander verwoben sind.
Bereits im zweiten Jahr in Folge wird das Feld beim Saisonauftakt nicht vollständig antreten. Die Entwicklungen der kommenden Wochen dürften sowohl sportlich als auch vertraglich richtungsweisend sein.
Was bedeutet das für mich als MotoGP Fan?
Für den MotoGP Fan bedeutet die aktuelle Situation vor allem eines: Der Saisonstart 2026 wird sportlich und strategisch spannender als erwartet. Der Ausfall von Fermin Aldeguer verändert die Kräfteverhältnisse bei Gresini Racing, während Michele Pirro als Ersatzfahrer zusätzliche Vergleichswerte zur Ducati liefern kann. Gleichzeitig sorgen die offenen Vertragsfragen rund um Marc Marquez, Jorge Martin und weitere Topfahrer für eine ungewöhnlich frühe Dynamik im Hinblick auf 2027. Neben den reinen Rennergebnissen rücken damit auch Fitnesszustand, Entwicklung der Motorräder und taktische Entscheidungen der Hersteller stärker in den Fokus.

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