- Start 2026 in den Klassen Superbike, Superstock und Supersport
- Einsatz für das Team Road House Macau
- Ziel ist eine Runde mit über 130 Meilen Durchschnittsgeschwindigkeit
Der deutsche Straßenrennfahrer David Datzer hat mit der Tourist Trophy noch nicht abgeschlossen. Nach verletzungsbedingt schwierigen Jahren soll 2026 ein neuer Versuch folgen, um auf der Isle of Man endlich ein Ergebnis einzufahren, das seinen eigenen Ansprüchen gerecht wird.
Rückblick auf zwei schwierige TT Jahre
Die vergangenen Teilnahmen an der Tourist Trophy verliefen für den Bayern alles andere als geplant. 2024 verhinderten mehrere Faktoren ein zählbares Resultat. Ein Startverzicht, ein Sturz mit anschließendem Startverbot sowie die Aufgabe in der Senior TT sorgten dafür, dass Datzer die Insel ohne Ergebnis verlassen musste. Bereits im Jahr zuvor war ein schwerer Unfall in Stare Mesto der Grund dafür, dass eine vielversprechende TT Teilnahme frühzeitig endete. Erst zum Saisonende konnte Datzer wieder aktiv Motorrad fahren.
Neues Team und klare Planung für 2026
Für den nächsten Anlauf setzt Datzer auf Kontinuität im Umfeld. Er geht für das Road House Macau von Teamchef Brian McCormack an den Start. Eine Zusammenarbeit, die bereits zuvor vereinbart war und nun umgesetzt wird. In den Klassen Superbike und Superstock ist der Gesamtsieger der IRRC Superbike 2024 auf einer BMW M1000RR eingeplant. In den Supersport Rennen kommt eine Triumph 765 zum Einsatz. Starts in der Supertwin Klasse sind für 2026 dagegen nicht vorgesehen.
Persönliche Motivation und sportliches Ziel
Die Motivation für die Rückkehr ist klar formuliert. Einen Tag vor seinem 34. Geburtstag erklärte Datzer gegenüber SPEEDWEEK.com:
„Mit der Tourist Trophy habe ich noch eine Rechnung offen, denn so wie die letzten zwei Jahren gelaufen sind, kann man die TT nicht abschließen“
Sein sportliches Ziel für 2026 ist ebenso eindeutig definiert:
„Mein Ziel für dieses Jahr ist, die magische Schallmauer von 130 Meilen Durchschnittgeschwindigkeit für eine Runde zu schaffen. Wenn mir das gelingt, dann sollten auch die Platzierung passen.“
Körperliche Herausforderungen nach schwerem Sturz
Ganz abgeschlossen sind die Folgen des schweren Unfalls allerdings noch nicht. Datzer beschreibt weiterhin bestehende Einschränkungen offen. Besonders der Nackenbereich bereitet Probleme, die Beweglichkeit auf dem Motorrad ist eingeschränkt. Zusätzlich steht bis zum Saisonstart intensiver Muskelaufbau auf dem Programm. Nach eigenen Angaben verdankt er es dem schnellen medizinischen Eingreifen, dass er nicht dauerhaft auf einen Rollstuhl angewiesen ist.
Vorbereitung über Straßenrennen in Irland
Zur Vorbereitung auf die Tourist Trophy ist ein Start beim Straßenrennen in Cookstown am letzten April Wochenende vorgesehen. Auch Julian Trummer wird dort mit Smith Racing antreten. Für Datzer ist Cookstown kein Neuland in der Planung, denn bereits vor einigen Jahren wollte er dort starten, ehe die Veranstaltung pandemiebedingt abgesagt wurde.
Keine komplette Meisterschaft geplant
Eine vollständige Meisterschaft steht 2026 nicht auf dem Programm. Ursprünglich war ein Engagement in der European Series Road Racing angedacht. Durch die zusätzliche Aufnahme des North West 200 in den Kalender sei der organisatorische und zeitliche Aufwand jedoch zu groß geworden. Stattdessen sind einzelne Starts in Tschechien und der Slowakei geplant. Zum Saisonende hofft Datzer auf eine Einladung zum Macau Grand Prix.
Was bedeutet das für mich als Road Racing Fan?
Die Rückkehr von David Datzer zur Tourist Trophy 2026 bedeutet für die Road Racing Szene einen weiteren erfahrenen und ehrgeizigen Fahrer im Starterfeld. Nach zwei Jahren ohne verwertbares Ergebnis steht weniger das bloße Antreten im Vordergrund, sondern die sportliche Einordnung seiner Leistungsfähigkeit nach einer schweren Verletzung. Für Fans bietet das zusätzliche Spannung, da Datzer mit klar definiertem Ziel antritt und sowohl in der Superbike als auch in der Superstock Klasse realistische Bezugspunkte für seine Entwicklung liefert. Gleichzeitig zeigt sein Programm, wie eng Planung, Fitness und Einsatzmöglichkeiten im internationalen Road Racing verzahnt sind und wie stark einzelne Rennen das gesamte Jahr prägen können.









