- Erstmals eigener Bagger World Cup im Umfeld der MotoGP-WM
- 280 kg schwere Road-Glide-Rennmotorräder mit über 200 PS und 245 Nm
- Über € 561.000 ($ 600.000) an Preisgeldern im erweiterten Förderprogramm 2026
Der Harley-Davidson Bagger World Cup markiert einen neuen Ansatz im Motorsport der großen V2-Bagger. Die Serie soll authentisches Racing bieten und setzt auf weitgehend einheitliche Technik für alle Teilnehmer. Parallel dazu unterstützt der Hersteller Fahrer in den USA mit einem umfangreichen Preisgeldprogramm.

Weltweite Rennserie mit sechs bis acht Teams
Der neue Bagger World Cup wird 2026 innerhalb der MotoGP-Veranstaltungen ausgetragen. Stationen sind Austin, Mugello, Assen, Silverstone, Aragon und Spielberg. Bei jedem Grand Prix finden zwei Rennen statt. Die Saison beginnt Ende März in Austin, die Entscheidung fällt nach dem Österreich-GP im September.
Sechs bis acht unabhängige Teams sollen antreten, jeweils mit zwei Fahrern. Harley-Davidson Factory Racing unterstützt sämtliche Teilnehmer und stellt einheitliches Material bereit. Die Teams befinden sich noch in der Zusammenstellung, angestrebt wird ein internationales Starterfeld. Auf der EICMA wurden bereits drei Teams bestätigt: Saddlemen Race Development aus den USA, Joe Rascal Racing aus Australien und Cecchini Racing Team aus Italien.

Technikkonzept: Einheitliche Basis, limitierte Modifikationen
Zum Einsatz kommen rennfertige Versionen der Harley-Davidson Road Glide. Laut Hersteller leisten die Maschinen über 200 PS (147 kW) und entwickeln ein maximales Drehmoment von 245 Nm (180 lb-ft). Das Gewicht liegt bei etwa 280 kg (617 lbs). Elektronische Eingriffe bleiben bewusst reduziert. Laut Harley-Davidson soll sich die Traktion einzig durch die Dosierung am Gasgriff steuern lassen.
Eine feste ECU bietet vordefinierte Mappings für Gasannahme und Motorbremse, die an den Fahrstil angepasst werden können. Fahrer erhalten Zugriff auf Fahrwerks-, Getriebe-, Bremsdruck- und Motordaten, um Setupeinstellungen vorzunehmen. Fahrwerkskomponenten sind jedoch vorgegeben und dürfen nicht frei gewählt werden.
Produktion in Milwaukee und globaler Support
Alle Rennmotorräder werden im neuen Factory-Racing-Headquarter in Milwaukee gebaut. Harley-Davidson liefert sämtliche Bikes zum Saisonauftakt an den Circuit of the Americas in Austin. Von dort übernimmt die Dorna die weltweite Logistik.
Zu jedem Rennwochenende reist ein technisches Team aus Mechanikern und Ingenieuren mit, das die Teilnehmer unterstützt. Ziel sei es laut Harley-Davidson, Unterschiede vor allem durch Fahrer und Teamarbeit entstehen zu lassen.

Preisgeldprogramm 2026 in den USA
Parallel zur neuen Weltserie hat Harley-Davidson sein Preisgeldprogramm für die US-Rennsaison 2026 bestätigt. Dafür stellt der Hersteller über € 561.000 ($ 600.000) bereit. Das Programm richtet sich an qualifizierte Fahrer in der MotoAmerica-Serie und der Progressive American Flat Track Meisterschaft. Unterstützt werden die Klassen King of the Baggers, Super Hooligan, AFT SuperTwins und AFT Adventure Trackers.
Allein für die King of the Baggers stehen Preisgelder in Höhe von € 210.000 ($ 224.500) zur Verfügung, inklusive Prämien für die Plätze eins bis zehn sowie einer Meisterschaftsprämie von € 23.450 ($ 25.000).
Im Super-Hooligan-Programm werden € 135.000 ($ 144.200) ausgeschüttet, begleitet von Prämien bis Platz zehn und einer Meisterschaftsbonuszahlung von € 18.750 ($ 20.000).
Erfolgreiche Fahrer wie der amtierende King-of-the-Baggers-Champion Kyle Wyman und der Super-Hooligan-Meister 2025 James Rispoli sollen ebenfalls vom Programm profitieren. Auch private Teams erhalten Zugang zu Teilen und Supportleistungen.

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