- Bereits 2024 gab es einen ersten Rückruf wegen derselben Gabelbrücke
- Die damalige Reparatur war offenbar nicht ausreichend
- Nun werden weltweit 21.698 Sportster S erneut zurückgerufen, diesmal zum Komplettaustausch
Die Harley-Davidson Sportster S hat ein hartnäckiges Problem. Bereits im Jahr 2024 musste der Hersteller aus Milwaukee das Modell wegen einer möglicherweise nicht korrekt befestigten oberen Gabelbrücke in die Werkstätten rufen. Damals wurden die Händler im Rahmen der NHTSA-Kampagne 24V-750 angewiesen, die Klemmschraube der oberen Gabelbrücke zu überprüfen und mit dem vorgeschriebenen Drehmoment nachzuziehen. Doch wie sich nun herausstellt, hat diese Maßnahme das Problem nicht zuverlässig behoben.

Erste Reparatur reichte nicht aus
Unter der neuen NHTSA-Kampagnennummer 25V-427 hat Harley-Davidson einen zweiten Rückruf für die Sportster S eingeleitet. Der Grund: Die beim ersten Rückruf durchgeführte Nachbesserung, also das bloße Nachziehen der Klemmschraube, war anscheinend keine dauerhafte Lösung. Die Schraube an der oberen Gabelbrücke kann sich trotz der ersten Werkstattmaßnahme unter den üblichen Vibrationen im Fahrbetrieb erneut lockern. Löst sich die Verbindung, besteht die Gefahr, dass die Gabelbrücke ihren festen Sitz verliert. Im schlimmsten Fall droht ein Verlust der Lenkkontrolle, was das Unfallrisiko erheblich erhöht.
Betroffen sind diesmal Sportster-S-Modelle der Baujahre 2021 bis 2026, also ein Modelljahr mehr als beim ersten Rückruf, der die Jahrgänge 2021 bis 2025 umfasste. Weltweit sind 21.698 Motorräder betroffen, davon 17.091 in den Vereinigten Staaten. Das schließt auch Fahrzeuge ein, die bereits im Rahmen des ersten Rückrufs in der Werkstatt waren.
Diesmal wird die Gabelbrücke komplett getauscht
Anders als beim ersten Rückruf belässt es Harley-Davidson diesmal nicht beim Nachziehen einer Schraube. Stattdessen wird bei den betroffenen Motorrädern die obere Gabelbrücke komplett ausgetauscht. Offenbar ist der Hersteller zu dem Schluss gekommen, dass nur ein Austausch des gesamten Bauteils das Problem dauerhaft beseitigen kann. Die Reparatur wird von autorisierten Harley-Davidson-Händlern durchgeführt und ist für die Halter kostenlos.
Harley-Davidson gibt an, das Problem erneut im Rahmen interner Qualitätskontrollen identifiziert zu haben. Bislang seien weder Unfälle noch Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt gemeldet worden. Halter einer Sportster S der Modelljahre 2021 bis 2026 sollten sich an ihren Händler wenden, um den Status ihres Fahrzeugs zu klären. Alternativ lässt sich über die NHTSA-Website anhand der Fahrzeugidentifikationsnummer (VIN) prüfen, ob das eigene Motorrad betroffen ist.

Wiederholter Rückruf wirft Fragen auf
Dass Harley-Davidson die Sportster S wegen desselben Bauteils innerhalb relativ kurzer Zeit ein zweites Mal zurückrufen muss, ist bemerkenswert. Es zeigt, dass die ursprünglich gewählte Reparaturmethode das eigentliche Problem nicht an der Wurzel gepackt hat. Für betroffene Halter bedeutet das einen erneuten Werkstattbesuch. Wer eine Sportster S aus den genannten Baujahren fährt und ungewöhnliches Lenkverhalten bemerkt, sollte das Motorrad bis zur erfolgten Reparatur mit besonderer Vorsicht bewegen.

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