Ein Sprecher des Herstellers bestätigte im Anschluss, dass ein Teil der geplanten Kostensenkungen über einen Abbau von Arbeitsplätzen erfolgen soll. Details zum Umfang der Maßnahmen wurden bislang nicht genannt.
- Harley Davidson plant Kostensenkungen nach Präsentation der Q4 Finanzzahlen
- Ein Teil der Maßnahmen soll über Stellenabbau erfolgen
- Konkrete Zahlen oder Zeitpläne wurden noch nicht veröffentlicht
Harley Davidson steht vor strukturellen Veränderungen. Nach der jüngsten Investorenkonferenz, auf der die Finanzzahlen für das vierte Quartal vorgestellt wurden, zeichnen sich erste konkrete Schritte zur Neuausrichtung des traditionsreichen Motorradherstellers ab.
Überprüfung von Kostenstruktur und Kapazitäten
Im Mittelpunkt der angekündigten Maßnahmen steht eine umfassende Analyse der Kostenbasis und der operativen Ausgaben. CEO Artie Starrs erklärte im Rahmen der Telefonkonferenz:
„We are conducting a rigorous, end-to-end review of our cost base and operating expenses, supported by third-party specialists. Our current corporate overhead, manufacturing capacity and overall operating expenses are built for materially higher volumes than today’s demand, and we will be addressing this mismatch head-on.“
„Wir führen eine gründliche, ganzheitliche Überprüfung unserer Kostenbasis und Betriebsausgaben durch, unterstützt von externen Spezialisten. Unsere derzeitigen Gemeinkosten, Fertigungskapazitäten und gesamten operativen Ausgaben sind auf deutlich höhere Stückzahlen ausgelegt als die heutige Nachfrage, und wir werden dieses Missverhältnis direkt angehen.“
Nach Aussage von Starrs sei die aktuelle Struktur des Unternehmens auf ein höheres Produktionsvolumen ausgelegt, als es die gegenwärtige Marktnachfrage rechtfertigt. Daraus resultiere ein Anpassungsbedarf bei Gemeinkosten, Produktionskapazitäten und laufenden Betriebsausgaben.
Stellenabbau als Teil der Kostensenkungen
Wie ein Sprecher des Unternehmens bestätigte, sollen die geplanten Einsparungen auch „headcount reductions“ umfassen, also einen Abbau von Arbeitsplätzen. Eine konkrete Zahl zu möglichen Entlassungen wurde nicht genannt.
Auch die Gewerkschaft United Steelworkers zeigte sich informiert über entsprechende Gespräche. Brad Dorff, Sub District Director für den Großraum Milwaukee, erklärte gegenüber einem US Medium:
„We’re aware they’re talking about headcount reductions. They pointed out that would also include salaried staff.“
„Uns ist bekannt, dass über einen Stellenabbau gesprochen wird. Es wurde darauf hingewiesen, dass dies auch Angestellte betreffen würde.“
Demnach könnten nicht nur gewerbliche Mitarbeiter, sondern auch Angestellte im Verwaltungsbereich betroffen sein.
Ausblick auf die strategische Neuausrichtung
Konkrete Details zur langfristigen Strategie legte Starrs im Rahmen der Finanzpräsentation noch nicht vor. Er kündigte jedoch an, im Laufe des Jahres einen klareren Fahrplan zur zukünftigen Ausrichtung des Unternehmens zu präsentieren. Nach Durchsicht der aktuellen Quartalszahlen habe er inzwischen ein deutlich besseres Bild von der Situation des Herstellers.
In welchem Umfang die geplanten Maßnahmen umgesetzt werden und wie sich diese auf Produktion, Standorte und Belegschaft auswirken, bleibt vorerst offen. Fest steht, dass Harley Davidson vor einer Phase struktureller Anpassungen steht, um die Kostenstruktur an die aktuelle Marktsituation anzupassen.
Was bedeutet das für mich als Motorradfahrer?
Für Motorradfahrer ergeben sich aus den angekündigten Maßnahmen zunächst keine unmittelbar greifbaren Veränderungen. Weder zu Modellpolitik, Serviceangebot noch zu Preisen wurden im Zusammenhang mit den Kostensenkungen konkrete Aussagen gemacht. Da Details zur strategischen Neuausrichtung noch ausstehen, bleibt offen, ob und wie sich der Stellenabbau langfristig auf Produktion, Lieferzeiten oder das Händlernetz auswirken könnte. Bis zur Vorstellung eines konkreten Fahrplans durch das Management bleibt die Entwicklung daher abzuwarten.

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