- KTM nimmt einen unbesicherten Kredit über 550 Millionen Euro auf
- Das Darlehen löst die Verbindlichkeiten gegenüber Bajaj Auto ab
- Laut Unternehmen sind damit alle Refinanzierungsmaßnahmen abgeschlossen
Der Motorradhersteller KTM aus dem oberösterreichischen Mattighofen hat einen wichtigen Meilenstein in seiner Sanierung erreicht. Wie die Muttergesellschaft Bajaj Mobility am Donnerstagabend mitteilte, konnte sich das Unternehmen einen Kredit in Höhe von 550 Millionen Euro bei einem Bankenkonsortium sichern. Damit rückt der finanzielle Neustart des angeschlagenen Zweiradherstellers in greifbare Nähe.
Bajaj Auto streckte 450 Millionen Euro vor
Der neue Kredit dient einem konkreten Zweck: Er löst die bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber der Bajaj Auto International Holdings ab. Der indische Konzern hatte KTM während des Insolvenzverfahrens finanziell unter die Arme gegriffen und insgesamt 450 Millionen Euro bereitgestellt. Diese Summe floss sowohl in die laufende Sanierung als auch in die Bedienung der Sanierungsplanquote.
Kredit mit fünf Jahren Laufzeit
Bei dem neuen Darlehen handelt es sich um einen unbesicherten Kredit (also ohne hinterlegte Sicherheiten wie Immobilien oder Maschinen) mit einer Laufzeit von fünf Jahren. Die Verzinsung bewegt sich laut Unternehmensangaben im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich und entspricht damit marktüblichen Konditionen. Für KTM bedeutet das: Die Abhängigkeit vom bisherigen Geldgeber Bajaj Auto wird durch eine klassische Bankenfinanzierung ersetzt.
Refinanzierung laut KTM abgeschlossen
Mit dem Abschluss des Kreditvertrages sind nach Angaben des Unternehmens sämtliche Refinanzierungsmaßnahmen abgeschlossen. KTM blickt damit auf eine stabilisierte Kapitalbasis und kann sich künftig wieder stärker auf das operative Geschäft konzentrieren. Wie genau die strategische Ausrichtung nach der Sanierung aussehen wird, geht aus den bisherigen Mitteilungen allerdings nicht hervor.
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