- Marc Marquez fährt beim ersten MotoGP Einsatz seit Oktober die Bestzeit
- Fabio Quartararo bricht den Test nach Sturz und Fingerbruch ab
- Ducati, KTM und Aprilia präsentieren umfangreiche Entwicklungsarbeit
Nach den Shakedown Tagen starteten am Dienstag alle MotoGP Teams geschlossen in die Vorbereitung auf die Saison 2026. Auf dem Sepang International Circuit herrschten stabile, trockene Bedingungen bei großer Hitze. Im Fokus standen neue Aerodynamik Pakete, Chassis Varianten und erste Rückmeldungen der Fahrer nach der Winterpause.

Marc Marquez mit starker Rückkehr auf die Ducati GP26
Marc Marquez stand erstmals seit seinem Sturz in Indonesien im Oktober wieder auf einem MotoGP Motorrad. Der Ducati Werksfahrer hielt sich über weite Strecken des Tages im Hintergrund, setzte jedoch in den letzten 20 Minuten die Bestmarke. Mit einer Rundenzeit von 1:57.018 Minuten übernahm er die Führung und beendete den Testtag auf Platz eins.
Der Vorsprung auf Fabio Di Giannantonio betrug 0,256 Sekunden. Maverick Vinales folgte weitere 0,021 Sekunden dahinter auf Rang drei. Marquez selbst ordnete die Zeit zurückhaltend ein und verwies auf kurze Runs und frische Reifen am Tagesende. Entscheidend sei für ihn vor allem gewesen, den eigenen körperlichen Zustand unter Rennbedingungen zu bewerten.
Im Ducati Werksteam standen beiden Fahrern zwei Motorräder zur Verfügung. Während Francesco Bagnaia zunächst mit älterer Aerodynamik begann, testete Marquez bereits früh ein aktuelleres Paket. Im Laufe des Tages kamen zudem neue Winglets sowie ein überarbeitetes Ride Height System zum Einsatz. Laut Teamangaben soll der Fokus auf besserer Stabilität am Kurvenausgang gelegen haben.

Quartararo stürzt und beendet den Test vorzeitig
Fabio Quartararo sorgte bereits am Vormittag für den ersten größeren Zwischenfall des Jahres. Der Yamaha Fahrer stürzte in Kurve fünf und begab sich anschließend zur Untersuchung ins Medical Center. Zunächst folgte Entwarnung, Quartararo nahm den Testbetrieb am Nachmittag wieder auf.
Am Abend entschied sich der ehemalige Weltmeister jedoch dazu, die verbleibenden Testtage auszulassen. Grund dafür ist ein gebrochener Finger sowie Schmerzen im linken Arm. Quartararo erklärte, diese Entscheidung sei mit Blick auf die weitere Vorbereitung sinnvoll. In der Tageswertung belegte er Rang neun mit einem Rückstand von rund acht Zehntelsekunden.
Yamaha testete in Sepang intensiv die neue V4 Maschine. Dabei wurden unterschiedliche Chassis, Schwingen und Aerodynamik Varianten erprobt. Auffällig war der Topspeed Vergleich, bei dem die Yamaha auf der Geraden deutlich zurücklag. Auch bei den Werksfahrern wurden Defizite im Turning Verhalten genannt. Das Pramac Team setzte überwiegend auf ältere Aero Komponenten, während am Motorrad von Rookie Toprak Razgatlioglu kaum aerodynamische Elemente am Heck zu sehen waren.

Ducati, Aprilia und KTM mit breitem Entwicklungsprogramm
Hinter der Ducati Doppelführung zeigte sich Aprilia als drittstärkster Hersteller. Marco Bezzecchi beendete den Tag auf Rang fünf, rund eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Der Italiener verglich zunächst die RS GP25 mit der RS GP26, ehe neue Aerodynamik Teile und eine überarbeitete Hinterradschwinge getestet wurden. Auch Ergonomie Anpassungen standen auf dem Plan.
KTM platzierte mit Vinales einen Fahrer auf dem Podium des Tages. Das Team arbeitete vor allem an Lösungen für den Reifenverschleiß über die Renndistanz, einer der Schwachpunkte des Vorjahres. Pedro Acosta konzentrierte sich auf Chassis Vergleiche und zeigte sich mit den ersten Eindrücken zufrieden. Brad Binder arbeitet 2026 mit einem neuen Crewchief, was ebenfalls Teil des Testprogramms war.
Honda solide, Stürze bei den Rookies
Honda konnte sich vor allem im Topspeed Vergleich positiv präsentieren. Luca Marini war als Sechster bester Honda Pilot, dicht gefolgt von Joan Mir auf Rang sieben. Beide lagen etwas mehr als eine halbe Sekunde hinter der Bestzeit.
Im Rookie Duell setzte sich Diogo Moreira knapp gegen Razgatlioglu durch. Allerdings blieb auch er nicht fehlerfrei und stürzte ebenfalls in Kurve fünf. Beide Neulinge belegten die Plätze 19 und 20.

Monster Energy Yamaha MotoGP Team
MotoGP
Test Sepang 2026 (circuit Sepang)
29/01-7/02 2026
photo: PSP/Lukasz Swiderek
@photopsp_lukasz_swiderek
www.photopsp.com
Zeiten und Einordnung zum Abschluss des Tages
Hinter den ersten Sieben folgten Bagnaia, Quartararo und Franco Morbidelli in den Top 10. Alle fünf Hersteller waren damit mindestens einmal unter den ersten Zehn vertreten. Die Abstände lagen eng beisammen, was auf eine hohe Leistungsdichte zum Start der Saisonvorbereitung hindeutet.
Der Sepang Test wird an den kommenden Tagen fortgesetzt. Viele Teams haben angekündigt, den Fokus nun stärker auf Long Runs und Detailabstimmungen zu legen.
Was bedeutet das für MotoGP Fans?
Der erste Testtag liefert frühe Anhaltspunkte, ohne bereits klare Kräfteverhältnisse festzuschreiben. Die Bestzeit von Marc Marquez zeigt, dass mit ihm trotz Verletzungspause weiterhin zu rechnen ist, relativiert sich jedoch durch kurze Runs und unterschiedliche Testprogramme. Gleichzeitig wird deutlich, dass die Leistungsdichte im Feld hoch bleibt und mehrere Hersteller konkurrenzfähig auftreten. Stürze wie jener von Fabio Quartararo erinnern daran, dass die Vorbereitung nicht nur aus Rundenzeiten besteht, sondern auch aus Risiko und Belastungsmanagement. Insgesamt deutet der Auftakt in Sepang auf eine Saison hin, in der Formschwankungen, technische Entwicklung und Fitness erneut eine zentrale Rolle spielen werden.

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