- Comeback 2026 in der italienischen Supersport Meisterschaft CIV
- Vertrag mit Kuja Racing, Einsatz auf Ducati Panigale V2
- Saisonauftakt Ende April in Misano
Weniger als ein Jahr nach seinem lebensbedrohlichen Unfall ist die Entscheidung gefallen. Noah Dettwiler wird wieder Rennen fahren. Der 20 jährige Schweizer hat einen Vertrag mit dem italienischen Team Kuja Racing unterschrieben und plant 2026 den Wiedereinstieg in den Rennsport abseits der Weltmeisterschaft.
Schwerer Unfall mit dramatischem Verlauf
Der Unfall ereignete sich in der Besichtigungsrunde zum Moto3 Grand Prix von Malaysia. Bei der Kollision mit Jose Antonio Rueda stürzte Dettwiler schwer und zog sich lebensgefährliche Verletzungen zu. Zeitweise schwebte der damals einzige Schweizer Moto3 Stammfahrer in akuter Lebensgefahr. Mehrere Notoperationen waren notwendig, ehe sein Zustand stabilisiert werden konnte.
Erst nach rund zehn Tagen wurde Dettwiler medizinisch für den Rücktransport in die Schweiz freigegeben. Dort folgten eine lange Rehabilitationsphase sowie weitere medizinische Eingriffe. Über Wochen blieb offen, ob eine Rückkehr in den professionellen Rennsport überhaupt möglich sein würde.
Absage an die Moto3 Weltmeisterschaft
Ursprünglich war für 2026 ein Einstieg in die Moto3 Weltmeisterschaft geplant. Dettwiler hatte ein Angebot des italienischen Teams SIC58 Squadra Corse um Teamchef Paolo Simoncelli vorliegen. Aufgrund des unklaren Genesungsverlaufs entschied sich der Schweizer jedoch gegen einen WM Start. Das Team besetzte den Platz schließlich mit dem Österreicher Leo Rammerstorfer.
Dettwiler erklärte damals offen, dass eine verlässliche körperliche Grundlage Voraussetzung für einen solch anspruchsvollen Schritt sei. Gleichzeitig betonte er mehrfach, dass der Rennsport seine Leidenschaft, sein Leben und seine Arbeit sei und er alles daransetzen wolle, wieder vollständig fit zu werden.
Bewusster Wiedereinstieg in der italienischen Supersport Meisterschaft
Statt eines direkten Comebacks auf WM Niveau wurde gemeinsam mit seinem Umfeld ein vorsichtigerer Weg gewählt. Dettwiler tritt 2026 in der italienischen Supersport Meisterschaft CIV an und wird dort für Kuja Racing starten. Zum Einsatz kommt eine Ducati Panigale V2.
Das Team äußerte sich in einer Mitteilung zuversichtlich: „Wir sind bereit, jahrelange Leidenschaft und technisches Know how in seinen Dienst zu stellen, um nach ganz oben zu zielen.“ Auch Dettwiler selbst blickt optimistisch auf die neue Aufgabe:
„Ich freue mich sehr, dieses neue Abenteuer mit Kuja Racing zu beginnen. Ich kenne die Geschichte und Professionalität dieses Teams und bin überzeugt, dass es das ideale Umfeld ist, um mein volles Potenzial auszuschöpfen. Ich kann es kaum erwarten, auf das Motorrad zu steigen, die Crew in der Box kennenzulernen und hart daran zu arbeiten, das Team auf die Plätze zu bringen, die es verdient. Wir sehen uns auf der Rennstrecke!“
Saisonauftakt Ende April in Misano
Der Saisonstart der italienischen Supersport Meisterschaft ist für Ende April angesetzt. Auftaktveranstaltung ist auf dem Misano World Circuit Marco Simoncelli geplant. Die Serie umfasst insgesamt sechs Veranstaltungen, was Dettwiler zusätzliche Zeit geben soll, sich Schritt für Schritt wieder an das Renntempo heranzutasten.
Der Wechsel in die CIV zeigt, dass Dettwiler und sein Umfeld auf einen nachhaltigen Neuaufbau setzen. Nach Monaten zwischen Hoffnung und Ungewissheit ist damit klar: Die Rennsport Karriere des Schweizers ist noch nicht beendet, sondern geht 2026 in eine neue Phase über.
Was das für mich als Motorsport Fan bedeutet?
Für Motorsport Fans steht diese Rückkehr weniger für sportliche Ergebnisse als für die menschliche Dimension des Rennsports. Nach einem Unfall mit lebensbedrohlichen Folgen überhaupt wieder an einen Start zu denken, zeigt, wie stark die emotionale Bindung vieler Fahrer zu diesem Sport ist. Dettwilers Weg zurück wirkt dabei nicht überstürzt, sondern nachvollziehbar aufgebaut und genau das macht ihn interessant. Ein Comeback abseits der ganz großen Bühne, mit reduziertem Druck und klarer Perspektive, steht für einen verantwortungsvollen Umgang mit Risiko und Karriere. Als Fan bedeutet das, eine Geschichte weiterverfolgen zu können, die nicht von Titeln oder Siegen getragen wird, sondern von Beharrlichkeit, Geduld und dem Willen, nach einem extremen Einschnitt wieder Fuß zu fassen.

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