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Startseite » MotoGP-Saison 2026: Der komplette Überblick – Teams, Fahrer, Kalender & WM-Stand
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MotoGP

MotoGP-Saison 2026: Der komplette Überblick – Teams, Fahrer, Kalender & WM-Stand

By Andreas Denner12 März, 2026
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Die MotoGP-Saison 2026 ist die letzte unter dem aktuellen 1000-ccm-Reglement. Ab 2027 gelten neue Regeln mit 850-ccm-Motoren und Pirelli statt Michelin als Reifenlieferant. Diese Seite ist der zentrale Anlaufpunkt für alles rund um die MotoGP 2026: Aktueller WM-Stand, Rennkalender, Teams und Fahrer, Technik und Ausblick auf die neue Ära.
  • Die letzte 1000er-Saison: 22 Runden, 11 Teams, 22 Fahrer – mit dem Comeback des Brasilien-GP nach 21 Jahren
  • Frankreich-GP in Le Mans: Martín feiert Doppelsieg (Sprint + Rennen) und schreibt mit Aprilias historischem 1-2-3 am Sonntag Geschichte. Bezzecchis WM-Vorsprung schmilzt auf einen Punkt (128:127). Marc Márquez fällt nach Highsider-Verletzung (Mittelfußbruch) für Le Mans und Barcelona aus – Comeback beim Italien-GP in Mugello
  • Katalonien-GP in Barcelona (Runde 6): Di Giannantonio (VR46 Ducati) gewinnt das zweimal unterbrochene Hauptrennen – nachträgliche Reifendruck-Strafen stellen das Ergebnis um: Aldeguer (P2) und Bagnaia (P3, erstes Ducati-Werkspodium 2026) verdrängen den penalisierten Mir auf P17. Álex Márquez (Schlüsselbein + C7-Wirbelfraktur, OP am Abend) und Zarco (Knieschmerzen) ins Krankenhaus – beide fehlen in Mugello und am Balaton, Marquez-Comeback frühestens in Brünn. Bezzecchi führt die WM mit 142:127 Punkten vor Martín
  • Italien-GP in Mugello (Runde 7): Bezzecchi gewinnt sein Heimrennen vor Martin, Aprilia feiert den vierten Doppelsieg der Saison. Bagnaia rettet Platz drei mit 0,034 Sekunden vor Ogura und verhindert ein Aprilia-1-2-3. Bezzecchi baut die WM-Führung auf 173:156 Punkte aus. Im Sprint hatte Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) seinen ersten Erfolg gefeiert, Marquez kehrte nach Doppel-OP als Fünfter zurück
  • Ungarn-GP am Balaton Park (Runde 8): Marc Márquez macht das zweite Balaton-Treble in Folge perfekt und feiert mit dem Grand-Prix-Sieg seinen 100. Sieg über alle Klassen – nur Agostini (122) und Rossi (115) haben mehr. Jorge Martín räumt in Kurve 1 WM-Leader Bezzecchi ab, beide punktelos. Acosta Zweiter (13. MotoGP-Podium ohne Sieg), Bagnaia Dritter. Bezzecchi führt die WM weiter mit 180:160 vor Martín
  • Marc Márquez geht als Titelverteidiger ins Rennen, kämpft aber noch mit den Folgen seiner Indonesien-Verletzung
  • Yamaha setzt erstmals in der MotoGP-Ära auf einen V4-Motor – Toprak Razgatlıoğlu wechselt aus der Superbike-WM
  • Der Fahrermarkt 2027 nimmt Fahrt auf: Tech3 bestätigt Verbleib bei KTM, Joan Mir verlässt Honda und wechselt zu Gresini Ducati, David Alonso ins Honda-Werksteam, Holgado ebenfalls zu Gresini, Puig gibt den Teammanager-Posten ab, Brivio wechselt zu HRC – fast alle Verträge laufen Ende 2026 aus

Die MotoGP-Saison 2026 ist die letzte unter dem aktuellen 1000-ccm-Reglement. Ab 2027 gelten neue Regeln mit 850-ccm-Motoren und Pirelli statt Michelin als Reifenlieferant. Das macht die laufende Saison zu einem Wendepunkt: Für die Fahrer geht es nicht nur um den WM-Titel, sondern auch um ihre Position im großen Stühlerücken, das die neue Ära begleitet.

Diese Seite ist der zentrale Anlaufpunkt für alles rund um die MotoGP 2026: Hier findet ihr den aktuellen WM-Stand, den kompletten Rennkalender, alle Teams und Fahrer auf einen Blick, Analysen zu den Kräfteverhältnissen und Links zu unseren ausführlichen Einzelberichten. Die Seite wird nach jedem Rennwochenende aktualisiert.

Teams und Fahrer 2026

Elf Teams mit 22 Stammfahrern bilden das Feld der MotoGP 2026. Ducati stellt mit drei Kundenteams die größte Fraktion, gefolgt von KTM, Aprilia, Yamaha und Honda mit je zwei Teams.

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Team Fahrer 1 Fahrer 2 Motorrad
Ducati Lenovo Team Marc Márquez (#93) Francesco Bagnaia (#1) Desmosedici GP25
BK8 Gresini Racing Álex Márquez (#73) Fermín Aldeguer (#54)* Desmosedici GP24
VR46 Racing Team Fabio Di Giannantonio (#49) Franco Morbidelli (#21) Desmosedici GP25
Aprilia Racing Jorge Martín (#89) Marco Bezzecchi (#72) RS-GP 25
Trackhouse MotoGP Raúl Fernández (#25) Ai Ogura (#79) RS-GP 25
Red Bull KTM Factory Pedro Acosta (#31) Brad Binder (#33) RC16
Red Bull KTM Tech3 Maverick Viñales (#12) Enea Bastianini (#23) RC16
Monster Yamaha MotoGP Fabio Quartararo (#20) Álex Rins (#42) YZR-M1 (V4)
Pramac Yamaha MotoGP Toprak Razgatlıoğlu Jack Miller (#43) YZR-M1 (V4)
Honda HRC Castrol Joan Mir (#36) Luca Marini (#10) RC213V
Castrol Honda LCR Johann Zarco (#5) Diogo Moreira (#88) RC213V

* Aldeguer fiel mit Oberschenkelbruch beim Training aus. Michele Pirro sprang beim Thailand-GP ein.

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Marc Márquez geht als Titelverteidiger in die Saison. Der Spanier dominierte 2025 nach seinem Wechsel ins Ducati-Werksteam und holte seinen siebten MotoGP-Titel bereits fünf Runden vor Saisonende. Doch er kämpft noch mit den Folgen seines schweren Sturzes in Indonesien: Schulter- und Brustmuskulatur sind nicht vollständig regeneriert. In einem Interview vor dem Spanien-GP gab Márquez offen zu, dass sein rechter Arm nach zehn Operationen „nie wieder zu 100 Prozent“ funktionieren werde – ein mögliches Karriereende schloss er jedoch aus: „Solange ich konkurrenzfähig bin, höre ich nicht auf.“

Marco Bezzecchi übernahm beim Brasilien-GP die WM-Führung. Der Aprilia-Werksfahrer dominierte das Sonntagsrennen in Goiânia von Start bis Ziel und gewann mit über drei Sekunden Vorsprung – sein vierter Grand-Prix-Sieg in Folge. Jorge Martín wurde Zweiter und feierte damit sein bestes Ergebnis auf der Aprilia RS-GP. Fabio Di Giannantonio holte sich Platz drei nach einem packenden Duell mit Marc Márquez. Francesco Bagnaia erlebte ein Wochenende zum Vergessen und stürzte im Rennen aus. Pedro Acosta verlor die WM-Führung und wurde nur Siebter. Yamaha überraschte in Goiânia: Quartararo qualifizierte sich als Vierter und wurde im Sprint Sechster. Honda zeigt zaghafte Fortschritte.

Beim Americas GP in Austin (Runde 3) kam es zum Führungswechsel in der WM. Jorge Martín gewann den Sprint mit einer mutigen Medium-Reifenstrategie und überholte den lange führenden Francesco Bagnaia in der letzten Runde. Marco Bezzecchi stürzte in Runde acht aus der zweiten Position und verlor damit seine WM-Führung. Für Aufsehen sorgte eine Kollision zwischen Marc Márquez und Polesitter Fabio Di Giannantonio in Kurve 12 – Márquez verlor das Vorderrad beim Bremsen und riss den VR46-Fahrer mit. Die FIM-Stewards bestraften Márquez mit einer Long-Lap-Penalty für das Sonntagsrennen. Pedro Acosta wurde zunächst Dritter, fiel aber durch eine nachträgliche Reifendruckstrafe auf Rang acht zurück. Bezzecchi und Marini büßten im Qualifying je zwei Startplätze für den Sonntagslauf ein. Maverick Viñales musste das gesamte Wochenende wegen einer Schulteroperation absagen. Auch beim Spanien-GP in Jerez fehlt Viñales weiterhin – der geplante Ersatzfahrer Pol Espargaró fiel ebenfalls verletzt aus, weshalb Tech3 nur mit Bastianini antritt. Beim Frankreich-GP in Le Mans (Runde 5) springt Jonas Folger als Ersatz ein – der KTM-Entwicklungsfahrer kehrt damit nach fast drei Jahren ohne MotoGP-Einsatz zu Tech3 zurück.

Im Grand Prix am Sonntag schlug Bezzecchi eindrucksvoll zurück. Trotz Startplatz vier übernahm er bereits in Runde eins die Führung und gab sie nicht mehr her – sein fünfter Grand-Prix-Sieg in Folge. Mit 121 aufeinanderfolgenden Führungsrunden brach er den historischen Rekord von Jorge Lorenzo (103 Runden, 2015). Martín wurde Zweiter (+2,036 Sek.), Acosta Dritter. Marc Márquez kämpfte sich nach seiner Long-Lap-Penalty von Platz elf auf Rang fünf zurück. Ai Ogura musste nach einem Getriebeschaden aufgeben, Bagnaia fiel auf Platz zehn zurück. Bezzecchi übernahm damit die WM-Führung mit 81 Punkten zurück.

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Beim Spanien-GP in Jerez (Runde 4) sorgte das Wochenende für historische Szenen. Im Sprint verwandelte ein plötzlicher Regenschauer das Rennen in den ersten Flag-to-Flag-Sprint der MotoGP-Geschichte. Marc Márquez führte von der Pole, stürzte aber in Runde acht auf nasser Strecke. In einer kontroversen Aktion richtete er sein Motorrad auf, querte die Strecke und fuhr direkt in die Boxengasse zum Regenrad – ein Manöver, das die FIM-Stewards als regelkonform werteten, das aber Johann Zarco und andere Fahrer scharf kritisierten. Márquez gewann den chaotischen Sprint mit über drei Sekunden Vorsprung. Bagnaia und Morbidelli komplettierten das Podium, während WM-Leader Bezzecchi (Tear-off unter dem Hinterreifen) und Martín (technischer Defekt) beide leer ausgingen.

Im Sonntagsrennen bei trockenen Bedingungen dominierte Álex Márquez auf der Gresini-Ducati. Marc Márquez startete erneut von der Pole und führte kurz, verlor aber in Runde drei in Kurve 11 das Vorderrad und stürzte aus. Álex Márquez übernahm die Führung und baute seinen Vorsprung auf Bezzecchi bis ins Ziel auf über zwei Sekunden aus – sein erster Saisonsieg und zweiter Jerez-Triumph in Folge. Di Giannantonio wurde Dritter, Martín Vierter. Bagnaia erlebte mit einem technischen Ausfall in Runde 13 einen weiteren schwarzen Tag – das Ducati-Werksteam wartet seit neun Grands Prix auf einen Podestplatz. Mit dem Ende von Bezzecchis Siegesserie (fünf GP-Siege in Folge) und dem Ende seiner 121 Führungsrunden am Stück endete eine historische Dominanzphase. Vier Aprilias fuhren in die Top sechs.

Beim Frankreich-GP in Le Mans (Runde 5) lieferte der Sprint am Samstag ein spektakuläres Ergebnis. Jorge Martín startete von Platz acht, katapultierte die Aprilia RS-GP in den ersten Kurven an die Spitze und kontrollierte das 13-Runden-Rennen souverän – sein 18. Sprintsieg und zweiter Saisonsieg 2026. Francesco Bagnaia sicherte sich Platz zwei, Bezzecchi rettete als Dritter seinen WM-Vorsprung, der von elf auf sechs Punkte schmolz. Marc Márquez erlebte eine Runde vor Schluss einen heftigen Highsider in Kurve 13 – sein dritter schwerer Sturz der Saison. Sechs Fahrer schieden insgesamt aus, darunter Di Giannantonio und Morbidelli (VR46 ohne Punkte). Quartararo bestätigte Yamahas Aufwärtstrend mit Platz fünf vor heimischem Publikum.

Im Sonntagsrennen schrieb Martín dann MotoGP-Geschichte. Von Startplatz sieben arbeitete er sich geduldig nach vorn, überholte Bezzecchi drei Runden vor Schluss und gewann mit 0,477 Sekunden Vorsprung. Ai Ogura komplettierte als Dritter das erste Aprilia-1-2-3 in der Geschichte der Königsklasse – sein erstes MotoGP-Podium und das erste Trockenrennen-Podium eines japanischen Fahrers seit 2012. Bagnaia stürzte erneut (Runde 16) und steht damit bei vier Sonntagsausfällen in fünf Rennen. Die WM-Führung von Bezzecchi schmolz auf einen einzigen Punkt zusammen (128:127). Marc Márquez fehlte verletzungsbedingt und fällt auch für den Katalonien-GP in Barcelona aus.

→ Le Mans Sprint: Martín stürmt von Startplatz acht zum Sieg, Márquez stürzt per Highsider
→ Frankreich-GP Rennen: Martín schlägt Bezzecchi – Aprilias historisches 1-2-3 und Oguras erstes Podium
→ MotoGP Katalonien: Bezzecchi und Martin trennt ein Punkt, Marquez fehlt nach Doppel-OP
→ MotoGP in Miami? Liberty Media treibt den Umbau des Rennkalenders voran

Beim Katalonien-GP in Barcelona (Runde 6) lieferte der Sprint am Samstag den knappsten Sprint-Zieleinlauf der MotoGP-Geschichte. Alex Marquez übernahm in Runde vier die Führung und verteidigte sie gegen eine massive Aufholjagd von Pole-Setter Pedro Acosta – am Ende fehlten dem KTM-Piloten lediglich 0,041 Sekunden. Di Giannantonio komplettierte das Podium. Jorge Martin stürzte zum vierten Mal an diesem Wochenende und ging erneut leer aus, während WM-Leader Bezzecchi nur als Neunter einen einzigen Punkt rettete. Bezzecchis WM-Vorsprung wuchs damit auf zwei Punkte (129:127). Marc Márquez fehlte weiterhin nach seiner Doppel-OP an Schulter und Fuß.

Das Hauptrennen am Sonntag wurde zu einem der dramatischsten Grands Prix der jüngeren Geschichte: Zweimal musste die rote Flagge raus. Nach einem schweren Hochgeschwindigkeitsunfall von Alex Márquez (ausgelöst durch einen technischen Defekt an Acostas KTM auf der Geraden bei über 200 km/h) folgte die erste Unterbrechung. Márquez und später auch Zarco wurden ins Krankenhaus eingeliefert. Nach einem zweiten Abbruch (Zarco-Crash in Kurve 1, Bagnaia fuhr auf) wurde das Rennen auf zwölf Runden verkürzt. Di Giannantonio übernahm in Runde 8 die Führung von Acosta und gewann seinen ersten Grand-Prix-Sieg seit dem Katar-GP 2023 – und den ersten für Valentino Rossis VR46-Team seit derselben Saison. Nachträgliche Reifendruck-Strafen (fünf Fahrer mit je 16 Sekunden belegt) änderten das Ergebnis erheblich: Joan Mir, der auf der Strecke Zweiter geworden war, verlor seinen Platz wegen zu niedrigen Reifendrucks. Fermín Aldeguer (Gresini Ducati) rückte damit auf Platz zwei vor, Francesco Bagnaia auf Platz drei – das erste Grand-Prix-Podium für das Ducati-Werksteam in der Saison 2026. Bagnaia war ebenfalls unter Verdacht gestanden, wurde aber freigesprochen, da sein niedriger Reifendruck auf eine undichte Felge zurückzuführen war. Bezzecchi (Platz vier) festigt die WM-Führung mit 142:127 Punkten vor Martín. Martín stürzte im Aprilia-internen Duell mit Fernández zum fünften Mal am Wochenende und entschuldigte sich danach für einen Schubser gegen Teammanager Paolo Bonora. Acosta fiel in der letzten Runde durch eine Kollision mit Ogura aus.

→ Catalunya Sprint: Alex Marquez gewinnt knappsten Sprint der MotoGP-Geschichte vor Acosta
→ Katalonien-GP Rennen: Di Giannantonio gewinnt das Doppelchaos – Zwei rote Flaggen, Márquez und Zarco im Krankenhaus
→ Barcelona Update: Álex Márquez mit Schlüsselbein- und C7-Fraktur, Mir verliert Podium durch Reifendruck-Strafe
→ MotoGP Catalunya 2026: Sicherheitsdebatte nach zwei roten Flaggen und schweren Verletzungen
→ Jorge Martin nach sechstem Sturz im Krankenhaus: Entwarnung in Barcelona
→ Katalonien-GP 2026: Barcelonas schwarzer Sonntag – Doppelabbruch, Verletzungen und Strafenflut
→ Alex Marquez nach Barcelona-Horror: Mugello und Balaton ohne den Vizeweltmeister
→ MotoGP 2026: Honda baut um, Rossi analysiert und Razgatlioglu kämpft mit den Reifen
→ Marc Marquez gibt Comeback in Mugello: Was der Ducati-Champion nach der Doppeloperation erwartet

Beim Italien-GP in Mugello (Runde 7) lieferte der Sprint am Samstag eine Überraschung: Raul Fernandez (Trackhouse Aprilia) gewann mit 1,289 Sekunden Vorsprung vor Jorge Martin und Fabio Di Giannantonio sein erstes Sprintrennen in der Königsklasse. WM-Leader Bezzecchi wurde nur Vierter, sein Vorsprung auf Martin schrumpft auf zwölf Punkte (148:136). Marc Marquez kehrte nach seiner Doppeloperation auf dem fünften Platz zurück. Die Reifenwahl erwies sich als entscheidend: Fernandez und Martin setzten als einzige auf den Medium-Hinterreifen und fuhren auf die ersten beiden Plätze. Am Vortag hatte Martin mit 368,6 km/h einen neuen MotoGP-Topspeed-Rekord aufgestellt, und Bezzecchi sicherte sich die Pole-Position mit einer neuen Mugello-Bestzeit. Yamaha erlebte ein ernüchterndes Wochenende: Cal Crutchlow, der als Ersatz für den verletzten Zarco einsprang, beendete den Sprint als Letzter. Aprilia und Monster Energy verkündeten derweil eine mehrjährige Partnerschaft mit Titelsponsor-Status ab 2027.

→ Mugello-Freitag: Marquez-Comeback, Ducati vorn, Aprilia in Sorge
→ Mugello-Sprint: Raul Fernandez gewinnt – Außenseiter schlägt die Werks-Aprilias
→ Mugello-Rennen: Bezzecchi siegt vor Martin – Aprilias vierter Doppelsieg der Saison
→ Marquez-Comeback in Mugello: Was es über seine Zukunft verrät

Beim Ungarn-GP am Balaton Park (Runde 8) meldete sich Marc Márquez eindrucksvoll zurück: Nur eine Woche nach seinem Mugello-Comeback holte der Weltmeister die Pole-Position (1:36,785) und gewann den Sprint von Start bis Ziel – sein erster Sieg nach der Doppel-OP an Schulter und Fuß und sein 18. Sprintsieg, womit er mit Rekordhalter Jorge Martín gleichzog. Pedro Acosta wurde Zweiter, WM-Leader Marco Bezzecchi rettete Platz drei. Im Hauptrennen am Sonntag machte Márquez das Treble perfekt: Nach hartem Zweikampf mit Pedro Acosta gewann er mit 1,343 Sekunden Vorsprung – sein 100. Sieg über alle Klassen, den vor ihm nur Giacomo Agostini (122) und Valentino Rossi (115) erreicht haben. Das Rennen verlor bereits in Kurve 1 seine WM-Spitze: Jorge Martín räumte Teamkollege Marco Bezzecchi ab, mit ihnen schieden auch Raúl Fernández und Fermín Aldeguer aus. Bagnaia stand als Dritter zum dritten Mal in Folge auf dem Podium, Ersatzmann Iker Lecuona fuhr bei seinem Gresini-Debüt auf Rang sieben. Álex Márquez und Johann Zarco fehlten weiterhin verletzt – Lecuona und Cal Crutchlow (LCR) ersetzten sie.

→ Marc Marquez gewinnt Ungarn-Sprint: Erster Sieg nach Schulter-OP
→ Marc Marquez holt 100. Sieg: Martin räumt Bezzecchi in Ungarn ab

→ MotoGP-Concorde-Abkommen steht: Jetzt rollt der Fahrermarkt für 2027
→ MotoGP 2026: Ducati-Vorbereitung und Aldeguers Trainingsunfall
→ Ai Ogura wechselt 2027 zu Yamaha: MotoGP-Werksteam mit zwei Weltmeistern
→ MotoGP 2027: Márquez zögert bei Ducati, Bagnaia wechselt zu Aprilia?
→ MotoGP 2027: Honda holt David Alonso, Holgado geht zu Gresini Ducati
→ MotoGP 2027: Ducatis Reifenproblem, Fahrermarkt-Beben und Ingenieur-Rückkehr

Aktueller WM-Stand nach dem Niederlande-GP in Assen (Runde 10)

Beim Großen Preis der Niederlande in Assen feierte Ai Ogura seinen ersten MotoGP-Sieg und sorgte für den ersten japanischen Erfolg in der Königsklasse seit 22 Jahren – Trackhouse Aprilia gelang sogar ein Doppelsieg vor Teamkollege Raúl Fernández. An der Tabellenspitze gab es einen Wechsel: Weil Marco Bezzecchi früh stürzte und ohne Punkte blieb, übernahm Jorge Martín mit 193 Punkten die WM-Führung, sieben Zähler vor Bezzecchi (186). Dahinter folgen Fabio Di Giannantonio (177), Sieger Ai Ogura (168) und der amtierende Weltmeister Marc Márquez (153), der nach einer Strafe nur Siebter wurde. Es war bereits der vierte Führungswechsel in dieser Saison. Als Nächstes steht zur Saisonhalbzeit der Deutschland-GP am Sachsenring (10.–12. Juli) an, das letzte Rennen vor der Sommerpause.

Rund um den Niederlande-GP sorgten mehrere Randgeschichten für Schlagzeilen: Mehrere Spitzenfahrer zogen sich Verletzungen zu – für Marco Bezzecchi gab es nach seinem Sturz letztlich Entwarnung, während Pedro Acosta am rechten Handgelenk operiert wurde und Fermín Aldeguer pausiert. Acostas Eingriff verlief nach KTM-Angaben erfolgreich, sein Start beim Deutschland-GP am Sachsenring ist vorbehaltlich eines Medizinchecks geplant. Ducati-Werkspilot Pecco Bagnaia wurde am Rennmorgen erstmals Vater, ging trotzdem an den Start und schied nach 15 Runden mit einem technischen Defekt aus.
→ Marc Marquez siegt im Sachsenring-Sprint und knackt den Sprint-Rekord
→ Vinales vor dem MotoGP-Aus: KTM schildert den Bruch ganz anders
→ MotoGP Assen: Entwarnung für Bezzecchi, Operation für Acosta
→ Pedro Acosta erfolgreich operiert: Comeback am Sachsenring geplant
→ Pecco Bagnaia: In Assen Vater geworden, Rennen trotzdem gefahren
→ MotoGP-Sorgen vor dem Sachsenring: Marquez, Vinales, Bezzecchi
→ MotoGP vor dem Sachsenring: Titelkampf offen, Marquez jagt Rekorde
→ Marc Marquez siegt am Sachsenring und schließt im Titelkampf auf

Pos Fahrer Team / Hersteller Punkte
1 Jorge Martín Aprilia Racing 197
2 Marco Bezzecchi Aprilia Racing 186
3 Fabio Di Giannantonio VR46 Ducati 184
4 Ai Ogura Trackhouse Aprilia 174
5 Marc Márquez Ducati Lenovo 165
6 Raúl Fernández Trackhouse Aprilia 143
7 Pedro Acosta Red Bull KTM 135
8 Francesco Bagnaia Ducati Lenovo 133
9 Álex Márquez BK8 Gresini Ducati 87
10 Fermín Aldeguer BK8 Gresini Ducati 76

Stand nach dem Großen Preis der Niederlande auf dem TT Circuit Assen (28.06.2026). Nächster Lauf: Großer Preis von Deutschland am Sachsenring, 10.–12.07.2026 – das letzte Rennen vor der Sommerpause.

→ Marquez gegen Aprilia: Was vor dem Brünn-Wochenende zählt

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→ Ai Ogura gewinnt in Assen: Erster MotoGP-Sieg für Japan seit 22 Jahren

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→ Johann Zarco: Verbrennungen verzögern die Knie-OP einen Monat nach Catalunya

→ Thailand GP Sprint: Acosta siegt, Márquez bestraft
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→ Brasilien-Rennen: Bezzecchi dominiert mit vier Siegen in Folge
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→ MotoGP-Strafenflut am COTA: Marquez, Acosta und zwei Qualifying-Sünder erwischt
→ Austin GP Rennen: Bezzecchi mit fünftem Sieg in Folge und neuem Führungsrunden-Rekord
→ Ducati in der Krise: Aprilia dominiert die MotoGP 2026 nach Belieben
→ MotoGP 2026: Marquez trainiert auf Panigale V2, Ducati rüstet Aero nach
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→ Jerez-Sprint Analyse: Warum die FIM keine Strafe gegen Marquez verhängte
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→ Jerez-Analyse: Álex Márquez siegt, doch die Ducati-Krise geht tiefer
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→ Jonas Folger feiert MotoGP-Comeback: Was seine Rückkehr für Tech3 in Le Mans bedeutet
→ Jorge Martin nach Ungarn-Crash: Strafe für Brünn und Folgen im WM-Kampf

Rennkalender 2026

Die MotoGP 2026 umfasst 22 Runden. Highlight: Die Rückkehr des Brasilien-GP nach 21 Jahren Pause. Der Katar-GP wurde wegen des Nahost-Konflikts vom April auf den 8. November verschoben – Portugal und Valencia rücken jeweils eine Woche nach hinten.

Rd Datum Grand Prix Strecke Sieger
1 27.02.–01.03. Thailand GP Buriram ✓ Bezzecchi
2 20.–22.03. Brasilien GP Goiânia ✓ Bezzecchi
3 27.–29.03. Americas GP Austin ✓ Bezzecchi
4 24.–26.04. Spanien GP Jerez ✓ A. Márquez
5 08.–10.05. Frankreich GP Le Mans ✓ Martín
6 15.–17.05. Katalonien GP Barcelona ✓ Di Giannantonio
7 29.–31.05. Italien GP Mugello ✓ Bezzecchi
8 05.–07.06. Ungarn GP Balaton Park ✓ M. Márquez
9 19.–21.06. Tschechien GP Brno ✓ M. Márquez
10 26.–28.06. Niederlande GP Assen ✓ Ogura
11 10.–12.07. Deutschland GP Sachsenring ✓ M. Márquez
12 07.–09.08. Großbritannien GP Silverstone –
13 28.–30.08. Aragonien GP MotorLand –
14 11.–13.09. San Marino GP Misano –
15 18.–20.09. Österreich GP Red Bull Ring –
16 02.–04.10. Japan GP Motegi –
17 09.–11.10. Indonesien GP Mandalika –
18 23.–25.10. Australien GP Phillip Island* –
19 30.10.–01.11. Malaysia GP Sepang –
20 06.–08.11. Katar GP Lusail –
21 20.–22.11. Portugal GP Portimão –
22 27.–29.11. Valencia GP Valencia –

* Australien wechselt 2027 von Phillip Island nach Adelaide (Stadtkurs).

→ Phillip Island bleibt Rennstrecke: Fox weist Golfplatz-Gerücht zurück

→ MotoGP-Kalender 2026: Katar-GP wegen Nahost-Konflikt auf November verschoben
→ Premium-Strategie, Katar-Absage und offener Fahrermarkt
→ MotoGP in Miami? Liberty Media treibt den Umbau des Rennkalenders voran
→ Suzuka 8 Hours 2026: Miller und Zarco bringen MotoGP-Speed ins Ausdauerrennen

Vorsaison: Tests in Sepang und Buriram

Beim Shakedown in Sepang (28.–30. Januar) überraschte Honda mit Bestzeiten an allen drei Tagen. Beim offiziellen Test (3.–5. Februar) meldete sich Márquez mit Bestzeit zurück. Beim Test in Buriram (21.–22. Februar) setzte Bezzecchi die Bestzeit. Weniger als eine Sekunde trennte die Top 13.

→ Shakedown Sepang Tag 1 · Tag 2 · Tag 3
→ Test-Zusammenfassung · Yamaha V4-Krise

Technik und Reglement 2026

Motoren eingefroren – Ausnahme für Honda und Yamaha (Concession Rang D). Ducati setzt den 2024er-Motor ein. Yamaha V4: Historischer Wechsel vom Reihenvierzylinder. Neue FIM-Helmregel: Chaos beim Saisonauftakt. Harley-Davidson Bagger World Cup: Neue Rahmenrennserie bei MotoGP-Events – Andrea Iannone startet ab Mugello für Nitiracing.

Sicherheit am Start: Als Reaktion auf eine Serie schwerer Startunfälle vergrößert die MotoGP ab dem Sachsenring (12. Juli) den Abstand zwischen den Startreihen um drei Meter; ab dem Großen Preis von Großbritannien werden zudem die Ride-Height-Devices am Start verboten. Vorgezogen wurde zudem das Front-Holeshot-Verbot, das bereits ab dem Grand Prix der Niederlande in Assen greift; ein Limit von sechs Motorrädern pro Hersteller folgt ab 2028.

→ MotoGP vergrößert den Startabstand: Was sich ab dem Sachsenring ändert

→ MotoGP Assen 2026: Raul Fernandez führt den ersten Trackhouse-Doppelsieg an

→ MotoGP Assen: Hitze und Stürze entfachen neue Sicherheitsdebatte

→ MotoGP zieht Holeshot-Verbot vor: Das ändert sich ab Assen bei den Starts

→ Neue FIM-Helmregel: Chaos beim Saisonauftakt
→ KTM testet 850-ccm-Aggregat · Aprilia plant 850cc-Motor
→ Acosta kritisiert den 850er-Motor und fordert mehr Fahrereinfluss in der MotoGP

Ausblick: Was kommt 2027?

Ab 2027: 850-ccm-Motoren und Pirelli-Reifen. Mit dem neuen Concorde Agreement haben alle fünf Hersteller (Ducati, Aprilia, Honda, KTM und Yamaha) im Juni 2026 erstmals ein gemeinsames kommerzielles Rahmenabkommen für den Zeitraum 2027 bis 2031 unterzeichnet und damit den monatelang blockierten Fahrermarkt freigegeben (➜ MotoGP-Zukunft gesichert: Alle fünf Hersteller unterschreiben bis 2031). Fast alle Fahrerverträge laufen Ende 2026 aus. Marc Márquez hat seinen Vertrag bei Ducati inzwischen bis Ende 2028 verlängert (➜ Marc Márquez bleibt bei Ducati: Vertrag bis 2028 und WM-Kampf), Bagnaia hat bei Aprilia inzwischen einen Vierjahresvertrag bis Ende 2030 unterschrieben und bildet ab 2027 mit Marco Bezzecchi ein rein italienisches Werksteam (➜ Bagnaia zu Aprilia: Warum der Vierjahresvertrag bis 2030 besonders ist), Quartararo wechselt zu Honda und hat einen gesicherten Platz als Nummer-eins-Fahrer im HRC-Werksteam. Inzwischen ist offiziell bestätigt, dass Pedro Acosta 2027 und 2028 neben Marc Márquez im Ducati-Werksteam fährt, während Francesco Bagnaia das Werksteam zum Saisonende 2026 verlässt – Ex-Weltmeister Kevin Schwantz bezeichnete die Paarung als „spanisches Traumgespann für den italienischen Hersteller“. Die dadurch frei werdenden KTM-Werksplätze sind inzwischen vergeben: Für 2027 verpflichtet KTM Álex Márquez als Nachfolger von Acosta sowie Fabio Di Giannantonio, dessen Ankunft die siebenjährige Werkszeit von Brad Binder beendet (➜ KTM baut MotoGP-Werksteam um: Marquez und Diggia kommen 2027). Tech3 unter der Leitung von Günther Steiner hat beim Katalonien-GP in Barcelona die mehrjährige Vertragsverlängerung mit KTM offiziell bestätigt – Honda ging bei seinen Bemühungen um ein zweites Satellitenteam leer aus. Ebenfalls in Barcelona verkündete KTM-CEO Gottfried Neumeister, dass KTM Factory Racing keine externen Investoren aufnehmen wird – trotz einer Bewertung im dreistelligen Millionenbereich und intensiver Gespräche. Bajaj und KTM setzen auf strategische Unabhängigkeit im Werksrennsport. Joan Mir hat seinen Abschied von Honda nach der Saison 2026 bestätigt und einen Zweijahresvertrag bei Gresini-Ducati für 2027–2028 unterschrieben. Sein Teamkollege wird Moto2-Aufsteiger Daniel Holgado. Parallel baut Honda seine Führungsstruktur um: Alberto Puig gibt den Teammanager-Posten Ende 2026 ab und wechselt in eine übergreifende Beraterrolle bei HRC. Davide Brivio verlässt Trackhouse und wird 2027 in einer noch nicht abschließend definierten Funktion bei HRC einsteigen – ob als neuer Teammanager oder in einer kommerziellen Rolle, ist noch offen. Zudem fordert der MotoGP-Promoter MSEG, dass ab 2027 jeder Hersteller einen fest verpflichteten Ersatzfahrer vorhalten muss – die Hersteller reagieren bislang ablehnend. Parallel diskutieren die Hersteller eine Reduzierung von zwei auf ein Motorrad pro Fahrer – ein Vorschlag, der die Kosten senken soll, aber weitreichende Konsequenzen für Flag-to-Flag-Rennen und den Umgang mit Stürzen hätte. Die Grand Prix Commission hat außerdem beschlossen, Wildcard-Einsätze ab 2027 komplett abzuschaffen – Testfahrer wie Pedrosa und Pirro verlieren damit ihre letzte Möglichkeit für Renneinsätze. Auch für die laufende Saison 2026 gilt: Kein Hersteller darf bei verbleibenden Wildcards 850-ccm-Material einsetzen. Ingenieur Kurt Trieb hat Honda nach weniger als einem Jahr verlassen und kehrt zu KTM zurück. Bei Yamaha ist der zweite Werksplatz neben Jorge Martín inzwischen vergeben: Ai Ogura wechselt 2027 vom Trackhouse-Team ins japanische Werksteam und ersetzt Álex Rins – Yamaha geht damit mit zwei Weltmeistern von 2024 in die neue 850-ccm-Ära (➜ Quartararo geht, Martin kommt: Yamahas Neustart im Werksteam 2027). Welche Erfahrungen Martín mit seinen Verträgen bei Ducati gemacht hat und warum er den Wechsel zu Yamaha mit den neuen Regeln begründet, hat er im Podcast „Gypsy Tales“ ausführlich geschildert: → Jorge Martín über Ducati: „Verträge bedeuten den Herstellern nichts“. Für Trackhouse gilt Raúl Fernández als wahrscheinlichster Nachfolger von Ogura, doch das Team verliert mit Brivio auch seinen Teamchef.

Alle fünf Hersteller haben inzwischen ihre 850er-Prototypen auf die Strecke gebracht. Honda zeigte im März 2026 erstmals Videomaterial seines Prototyps RC214V – Testfahrer Takaaki Nakagami war bereits im Dezember 2025 in Sepang damit unterwegs. Anfang April absolvierte Honda den dritten Sepang-Test, bei dem erstmals auch Aleix Espargaro den 850er-Prototyp fuhr. Der Test endete jedoch mit einem schweren Rückschlag: Espargaro stürzte und wurde anschließend in Barcelona an der Wirbelsäule operiert. Von den zunächst angenommenen vier Wirbelbrüchen bestätigten sich bei den Untersuchungen zwei Frakturen an den Brustwirbeln T3 und T4 – zwei weitere Wirbel wurden zusätzlich stabilisiert. Der Eingriff im Quirón-Dexeus-Hospital verlief planmäßig, doch Espargaro fällt auf unbestimmte Zeit aus – ein empfindlicher Verlust für Hondas Entwicklungsprogramm. Nakagami und Stefan Bradl übernehmen vorerst das Testprogramm. Ducati (Pirro), Aprilia (Savadori), KTM (Pol Espargaró) und Yamaha (Dovizioso) testeten in dieser Woche gemeinsam in Jerez und erprobten dabei auch die neuen Pirelli-Reifen. Kurz darauf fuhr Michele Pirro auf dem Misano World Circuit den ersten öffentlichen Shakedown der Ducati Desmosedici GP27 – erstmals mit 850-ccm-Motor und Pirelli-Reifen unter Rennbedingungen. Honda-Technikdirektor Romano Albesiano hält aktuelle Performance-Vergleiche der 850er-Prototypen für wertlos – die wahre Hackordnung werde sich frühestens beim Wintertest in Sepang abzeichnen. Der erste Multi-Hersteller-Test mit Stammfahrern auf den 850er-Prototypen fand am 22. Juni in Brünn statt – Honda nominierte dafür ausgerechnet den zu Gresini-Ducati wechselnden Joan Mir sowie Luca Marini, während KTM seinen Testfahrer Pol Espargaro bei einem privaten Misano-Test zurückbrachte. Beim Test gab Aprilia mit den schnellsten kolportierten Zeiten den Ton an, Marc Márquez verzeichnete einen leichten Sturz ohne Folgen. Beim begleitenden Pirelli-Test bewerteten die Stammfahrer anschließend erstmals die 850er und die neuen Reifen – mehrere sprachen von spürbar weniger Leistung am Kurvenausgang und einem „echteren“, natürlicheren Fahrgefühl ohne Ride-Height-Devices.

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