- Sturz von Daniel Sanders auf Etappe 10 mit wahrscheinlichem Schlüsselbeinbruch
- Adrien van Beveren feiert ersten Etappensieg bei der Dakar 2026
- Ricky Brabec übernimmt die Gesamtführung nach Zeitgutschrift
Nach der Marathon Nacht im Refuge Biwak führte die zehnte Etappe der Dakar Rally über 368 Kilometer durch weichen Sand und ausgedehnte Dünen bis nach Bisha. Die zweite Hälfte der Marathon Etappe verlangte den Fahrern körperlich und mental alles ab und stellte die bisherige Rangordnung auf den Kopf.

Drama um Daniel Sanders nach schwerem Sturz
Im Mittelpunkt des Tages stand der bisherige Dakar Leader Daniel Sanders. Der Red Bull KTM Pilot stürzte bei Kilometer 140 nach einer Düne schwer. Mehrere Konkurrenten, darunter Ricky Brabec und Tosha Schareina, hielten an, um Hilfe zu leisten. Sanders konnte die Etappe zwar fortsetzen, verlor jedoch massiv Zeit und büßte deutlich an Tempo ein.
Schon kurz nach dem Sturz wuchs sein Rückstand rapide an. Am Ende erreichte der Australier das Ziel mit 27 Minuten Rückstand auf den Etappensieger. Laut eigener Aussage zog er sich dabei sehr wahrscheinlich einen Bruch des linken Schlüsselbeins zu.
„Es sieht nach einem gebrochenen Schlüsselbein aus. Wir haben das an der Tankstelle kontrolliert.“
Trotz der Verletzung denkt Sanders nicht ans Aufgeben. Eine tägliche medizinische Beurteilung soll über seinen weiteren Verbleib im Rennen entscheiden.
Van Beveren meldet sich mit Etappensieg zurück
Während Sanders zurückfiel, rückte ein anderer Fahrer in den Fokus: Adrien van Beveren. Der Honda Pilot, der in den ersten Tagen der Rallye mehrfach Pech hatte, nutzte die Dünenpassagen, um seine Stärke im Sand auszuspielen.
Van Beveren setzte sich im Verlauf der Etappe an die Spitze und sammelte durch das Öffnen der Route wertvolle Bonuszeit. Am Ende feierte er seinen ersten Etappensieg bei der Dakar 2026 und den siebten seiner Karriere.
„Der weiche Sand war cool. Ich konnte etwas bewirken, hatte Spaß und habe mich richtig ins Zeug gelegt.“
Der Franzose verbesserte sich damit auf Rang sechs der Gesamtwertung, bleibt jedoch mit rund 57 Minuten Rückstand außerhalb des direkten Titelkampfs.

Brabec nutzt Situation und übernimmt Dakar Führung
Profiteur des Chaos war Ricky Brabec. Der Honda Werksfahrer agierte fehlerfrei, half Sanders nach dessen Sturz und erhielt dafür eine Zeitgutschrift von 1:23 Minuten. Diese erwies sich als entscheidend.
Brabec beendete die Etappe als Zweiter und übernahm damit die Gesamtführung der Dakar Rally 2026, allerdings mit nur 56 Sekunden Vorsprung auf Luciano Benavides.
„Meine Einstellung ist es, positiv zu bleiben, Tag für Tag zu nehmen und bis zum Ende weiterzukämpfen.“
Enge Entscheidung zwischen Honda und KTM
Luciano Benavides zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Der KTM Pilot startete als Neunter, übernahm zwischenzeitlich die Führung und wurde trotz eines Dünenfehlers Dritter der Etappe. In der Gesamtwertung liegt er nun nur 56 Sekunden hinter Brabec.
Ebenfalls konstant unterwegs war Skyler Howes, der als Vierter ins Ziel kam und Rang fünf im Gesamtklassement behauptet.
Rally2: Docherty siegt, Campbell bleibt Gesamtführender
In der Rally2 Kategorie setzte sich erneut Michael Docherty durch. Der KTM Pilot gewann die Etappe und bestätigte seine starke Form im Sand. Trotz Platz sechs verteidigte Preston Campbell die Gesamtführung, wenn auch mit nur noch 3:23 Minuten Vorsprung auf Toni Mulec.

Blick auf Etappe 11
Nach dem kräftezehrenden Marathon Abschnitt führt Etappe 11 über insgesamt 883 Kilometer von Bisha nach Al Henakiyah. Mit 537 Kilometern Verbindungsetappe und 346 Kilometern Wertungsprüfung wird erneut höchste Konzentration gefordert. Drei Etappen vor dem Ziel ist sowohl in der RallyGP als auch in der Rally2 Kategorie weiterhin alles offen.

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