- Facelift der Ducati Diavel V4 zeichnet sich ab
- Neue Optik mit Anleihen der Diavel V4 RS
- Hinweise auf überarbeitete semiaktive Fahrwerkskomponenten
Nach der Einführung der V4 Generation und der jüngsten Erweiterung der Baureihe durch eine besonders sportlich ausgelegte RS Version deutet vieles darauf hin, dass Ducati nun auch die reguläre Diavel V4 überarbeitet. In offiziellen EU Designunterlagen sind nun erste Darstellungen aufgetaucht, die einen deutlich modernisierten Auftritt zeigen und auf technische Detailverbesserungen schließen lassen.

Neues Erscheinungsbild mit bekannten RS Elementen
Die auffälligsten Änderungen betreffen das Design. Besonders ins Auge fallen neue Räder mit fünf geteilten Speichen. Sie wirken sportlicher und zurückhaltender als die bisher verwendeten Felgen und orientieren sich stärker an einem klassischen Performance Look.
Auch die seitlichen Lufteinlässe wurden neu gestaltet. Sie entsprechen in ihrer Grundform jenen der Ducati Diavel V4 RS, bei denen die horizontale Strebe nun unterhalb der Mittelachse sitzt. Beim RS Modell sind diese Bauteile aus Carbon gefertigt und zweiteilig ausgeführt. Für die Standardversion der Diavel V4 ist hingegen davon auszugehen, dass Kunststoff zum Einsatz kommt. Unterschiedliche Farben oder Oberflächen sollen dennoch die Zweiteilung betonen und optische Akzente setzen.
Direkt unterhalb dieser Einlässe sitzen neu geformte Kühlerverkleidungen, ebenfalls in zwei Abschnitte unterteilt. Auch hier deutet vieles darauf hin, dass Ducati mit Material und Farbkontrasten arbeiten wird, um dem Motorrad mehr visuelle Tiefe zu verleihen. Auf der rechten Fahrzeugseite verdeckt zusätzlich eine neue Kunststoffabdeckung Kabel und Leitungen am Motor und sorgt für einen aufgeräumteren Gesamteindruck.

Motor bleibt unverändert, Abgasanlage neu gestaltet
Unter der Verkleidung bleibt es beim bekannten V4 Triebwerk. Zum Einsatz kommt weiterhin der Granturismo V4 ohne desmodromische Ventilsteuerung, wie er auch im aktuellen Modell verwendet wird. Der leistungsstärkere Desmosedici Stradale V4 der RS Version bleibt dieser weiterhin vorbehalten.
Neu ist hingegen die Abgasanlage. Zwar bleiben die vier Endrohre als zentrales Stilmerkmal erhalten, ihre Anordnung wurde jedoch verändert. Statt vier klar voneinander getrennten Auslässen sind diese nun jeweils paarweise enger zusammengeführt und optisch stärker miteinander verbunden. Das verleiht dem Heck einen kompakteren und aufgeräumteren Eindruck.
Hinweise auf aktualisiertes semiaktives Fahrwerk
Ein weiterer interessanter Punkt betrifft das Fahrwerk. In mehreren Darstellungen sind deutlich Kabelanschlüsse an den oberen Gabelenden zu erkennen. Diese deuten auf eine überarbeitete semiaktive Federung hin. Details zur Abstimmung oder zum Funktionsumfang sind bislang nicht bekannt, es ist jedoch naheliegend, dass Ducati hier eine technische Weiterentwicklung plant.
Neue Version oder überarbeitetes Basismodell?
Noch offen bleibt die Frage, ob es sich bei dem gezeigten Motorrad um eine reine Modellpflege der bisherigen Diavel V4 handelt oder um eine zusätzliche Variante. Denkbar wäre eine neue Ausstattungsstufe zwischen der Basisversion und der RS Ausführung. Eine offizielle Bestätigung steht bislang aus.
Angesichts der bereits veröffentlichten Designregistrierungen gilt eine baldige Präsentation jedoch als wahrscheinlich. Eine Markteinführung innerhalb der nächsten Wochen erscheint zumindest nicht ausgeschlossen.
Was das für mich als Motorradfahrer bedeutet?
Die Hinweise auf eine überarbeitete Diavel V4 bedeuten vor allem, dass Ducati das bestehende Konzept nicht grundlegend verändert, sondern gezielt nachschärft. Optisch dürfte das Motorrad moderner und sportlicher wirken, ohne seinen charakteristischen Auftritt zu verlieren. Für den Fahralltag besonders relevant ist der mögliche Einsatz einer weiterentwickelten semiaktiven Fahrwerksabstimmung, die Komfort und Stabilität je nach Fahrweise besser ausbalancieren soll. Gleichzeitig bleibt der bekannte Granturismo V4 erhalten, was für Kontinuität bei Laufkultur und Langstreckentauglichkeit spricht. Unterm Strich deutet alles darauf hin, dass die Diavel V4 für Motorradfahrer attraktiver wird, die ein kraftvolles, auffälliges Bike suchen, ohne auf moderne Technik und ein aufgeräumtes Gesamtpaket zu verzichten.

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