- Super E10 kostet im bundesweiten Schnitt 2,078 Euro pro Liter, Diesel liegt bei 2,283 Euro
- Der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus treiben den Ölpreis auf fast 117 US-Dollar pro Barrel
- Ab dem 1. April 2026 dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch einmal täglich erhöhen
Ausgerechnet wenn die Temperaturen steigen und die Maschinen aus den Garagen rollen, erreichen die Spritpreise in Deutschland neue Höchststände. Laut der aktuellsten ADAC-Preiserhebung vom 29. März 2026 liegt der Preis für einen Liter Super E10 bei 2,078 Euro. Diesel kostet sogar 2,283 Euro pro Liter. Für Motorradfahrer bedeutet das bei einer durchschnittlichen Tankfüllung von 15 bis 20 Litern spürbar höhere Kosten.
Warum die Preise so stark steigen
Der Hauptgrund ist der Krieg im Nahen Osten. Seit Beginn der Eskalation im Iran-Konflikt blockiert der Iran die Straße von Hormus. Durch diese Meerenge werden normalerweise rund 20 Prozent der weltweiten Ölmengen transportiert. Noch am 27. Februar 2026 kostete ein Barrel Brent rund 72 US-Dollar, in der Nacht auf den 30. März kletterte er auf fast 117 US-Dollar.
CO2-Abgabe treibt die Preise zusätzlich
Seit dem 1. Januar 2026 gilt eine neue Stufe der CO2-Bepreisung. Der Korridor liegt bei 55 bis 65 Euro pro Tonne. Konkret macht die CO2-Abgabe 2026 insgesamt rund 17 Cent pro Liter Benzin und rund 19 Cent pro Liter Diesel aus. Zusammen mit Energiesteuer und Mehrwertsteuer entfallen derzeit rund 58 Prozent des Benzinpreises auf Steuern und Abgaben.
Spritpreise in Deutschland steigen schneller als im EU-Durchschnitt
Eine Analyse des DIW zeigt, dass die Spritpreise in Deutschland im Zuge des Iran-Konflikts doppelt so stark gestiegen sind wie im EU-Durchschnitt. Das Kartellamt hat ein Verfahren eröffnet, um mögliche Wettbewerbsstörungen im Kraftstoffgroßhandel zu prüfen.
Neue Spritpreisregel ab dem 1. April: Das Österreich-Modell kommt
Tankstellen dürfen ihre Preise künftig nur noch einmal täglich erhöhen, und zwar um 12:00 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich. Das Vorbild ist Österreich, wo ein ähnliches Modell seit 2011 existiert. Bei Verstößen drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro.
So lässt sich beim Tanken sparen
Ab dem 1. April gilt: Möglichst kurz vor 12 Uhr tanken. Spritpreis-Apps wie ADAC Drive helfen, die günstigste Zapfsäule zu finden. Wer Super E10 verträgt, sollte auf das teurere E5 verzichten.
Wie es weitergehen könnte
Sollte sich die Lage stabilisieren, wäre ein Rückgang der Spritpreise in Richtung 1,80 bis 2,00 Euro pro Liter denkbar. Die Saison 2026 startet unter finanziell deutlich härteren Bedingungen als die Vorjahre.
Häufige Fragen
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Wie hoch sind die Spritpreise in Deutschland aktuell?
Laut der ADAC-Preiserhebung vom 29. März 2026 kostet Super E10 im bundesweiten Schnitt 2,078 Euro pro Liter und Diesel 2,283 Euro pro Liter.
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Warum sind die Spritpreise 2026 so stark gestiegen?
Der Hauptgrund ist der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus. Der Rohölpreis stieg von rund 72 auf fast 117 US-Dollar pro Barrel.
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Was ändert sich ab dem 1. April 2026 an den Tankstellen?
Ab dem 1. April dürfen Tankstellen ihre Spritpreise nur noch einmal pro Tag erhöhen, um 12:00 Uhr mittags. Preissenkungen bleiben jederzeit möglich.
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Wann ist der beste Zeitpunkt zum Tanken ab April 2026?
Der günstigste Zeitpunkt dürfte kurz vor 12 Uhr mittags liegen. Direkt nach 12 Uhr ist mit den höchsten Tagespreisen zu rechnen.
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