- Ab 2027 wechselt die MotoGP von 1.000ccm auf 850ccm Motoren
- Mehrere Hersteller prüfen laut Berichten langfristig einen Einstieg
- BMW gilt derzeit als wahrscheinlichster Kandidat für einen Neueinstieg
Die MotoGP befindet sich in einer Phase des Wachstums. Zuschauerzahlen, Reichweiten und das Interesse der Hersteller haben zuletzt zugenommen. Vor diesem Hintergrund rücken mögliche Neueinsteiger verstärkt in den Fokus, auch wenn konkrete Zusagen bislang ausbleiben. Im Folgenden werden fünf Marken eingeordnet, die immer wieder im Zusammenhang mit einem möglichen Einstieg genannt werden. Die Reihenfolge orientiert sich an der aktuell eingeschätzten Wahrscheinlichkeit.

Kawasaki: Rückkehr derzeit nicht geplant
Den Anfang macht Kawasaki, wobei ein Wiedereinstieg aktuell als wenig wahrscheinlich gilt. Der japanische Hersteller war zwischen 2003 und 2008 in der MotoGP vertreten, zog sich jedoch aufgrund hoher Kosten und der damaligen globalen Wirtschaftslage zurück.
Seitdem konzentriert sich Kawasaki auf die Superbike Weltmeisterschaft und feierte dort große Erfolge, darunter mehrere Titelgewinne in Serie. Eine Rückkehr in die MotoGP wurde vom Unternehmen zuletzt jedoch nicht in Aussicht gestellt. Finanzielle und strategische Überlegungen sollen weiterhin gegen ein Engagement in der Königsklasse sprechen.
CFMoto: Ambitionierter Aufsteiger mit offenem Ziel
CFMoto gilt als einer der spannendsten Namen in dieser Liste. Der chinesische Hersteller ist bereits in Moto2 und Moto3 aktiv und sammelt dort internationale Erfahrung. Langfristig wird dem Unternehmen nachgesagt, größere Ziele zu verfolgen.
Im Raum steht zunächst ein möglicher Einstieg in die Superbike Weltmeisterschaft, unter anderem mit einem V4 Superbike Prototypen. Dennoch wird auch die MotoGP immer wieder als Option genannt. Ein Einstieg würde CFMoto zum ersten chinesischen Hersteller in der MotoGP machen. Spekulationen über einen möglichen Platz als Ersatz für KTM gelten derzeit allerdings als nicht bestätigt.

Suzuki: Interesse vorhanden, Zeitplan offen
Suzuki belegt den mittleren Platz in dieser Rangliste. Der Hersteller aus Hamamatsu zog sich Ende 2022 aus der MotoGP zurück, hat den Kontakt zur Serie jedoch nie vollständig abgebrochen. Ein klares Signal für einen baldigen Wiedereinstieg gibt es zwar nicht, das grundsätzliche Interesse wurde aber mehrfach bestätigt.
Zuletzt sorgte die Präsentation einer neuen GSX R1000R für Aufmerksamkeit. Auch wenn dieses Modell keinen direkten Bezug zur MotoGP Technik hat, zeigt es dennoch, dass Suzuki weiterhin leistungsorientierte Sportmotorräder entwickelt. Der letzte MotoGP Einsatz war sportlich erfolgreich, gekrönt vom WM Titelgewinn im Jahr 2020. Aussagen aus der Unternehmensführung lassen eine Rückkehr zumindest langfristig möglich erscheinen.
MV Agusta: Abhängig von künftigen Regeln
MV Agusta wird trotz begrenzter Ressourcen vergleichsweise hoch eingeschätzt. Hintergrund sind Aussagen aus dem Sommer, in denen Interesse an einem Einstieg ab 2027 angedeutet wurde. Entscheidend sei jedoch die Ausgestaltung des technischen Reglements.
Der neue Vorsitzende des Aufsichtsrats, Hubert Trunkenpolz, erklärte dazu:
„We need to figure out what the technical MotoGP regulations will look like for MV Agusta when Liberty Media gets involved.“
„Wir müssen herausfinden, wie die technischen MotoGP Regularien für MV Agusta aussehen werden, wenn Liberty Media einsteigt.“
Weiter sagte er:
„Quite honestly, with the resources available, MV Agusta won’t be able to develop its own 850cc four cylinder engine for MotoGP.“
„Ganz ehrlich: Mit den verfügbaren Ressourcen wird MV Agusta keinen eigenen 850ccm Vierzylindermotor für die MotoGP entwickeln können.“
Ein Einstieg wäre somit nur realistisch, wenn künftig Kundenmotoren oder Partnerschaften erlaubt wären. Die traditionsreiche Grand Prix Geschichte der Marke spricht dennoch für ein grundsätzliches Interesse.

BMW: Der derzeit heißeste Kandidat
Als wahrscheinlichster Neueinsteiger gilt derzeit BMW. Der deutsche Hersteller ist sportlich stark aufgestellt und konnte zuletzt große Erfolge in der Superbike Weltmeisterschaft feiern. Das Interesse an der MotoGP wurde mehrfach offen bestätigt.
Der Regelwechsel 2027 galt lange als ideales Zeitfenster für den Einstieg. Allerdings dämpfte BMW Motorrad CEO Markus Flasch zuletzt die Erwartungen und räumte ein, dass ein Start bereits 2027 schwierig werden könnte. Der Wechsel von Toprak Razgatlioglu zu Pramac Yamaha für 2026 dürfte die Planungen zusätzlich beeinflusst haben, da er als Schlüsselfigur für ein mögliches Projekt galt.
Trotzdem bleibt BMW der Hersteller, dem ein Einstieg in die MotoGP am ehesten zugetraut wird. Weitere Klarheit könnte im Verlauf des Jahres 2026 entstehen.

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