- Vermutliche Brandursache: Batteriefehler an einem fabrikneuen Motorrad
- Werkstattausstattung, Kundenmaschinen und private Sammlung des Inhabers betroffen
- GoFundMe-Kampagne hat bereits über 5.000 Pfund (circa 5.975 Euro / 6.250 US-Dollar) eingebracht
Am 5. Februar 2026 brach in der Werkstatt von Second City Customs im britischen Bromsgrove in den West Midlands ein Feuer aus. Als vermutliche Ursache gilt ein Batteriefehler an einem fabrikneuen Motorrad, das sich zum Zeitpunkt des Brandes weder am Ladegerät befand noch gerade bearbeitet wurde. Die genaue Brandursache ist bislang noch nicht abschließend geklärt.
35 Jahre Leidenschaft in Flammen
Für Gründer und Inhaber Ian Cushing ist der Brand mehr als nur ein geschäftlicher Rückschlag. „Es ist ziemlich verheerend. Das ist nicht nur ein Geschäft, es war mein Leben in den letzten 35 Jahren“, sagte Cushing gegenüber MCN. Der Custom-Spezialist hat sich über Jahrzehnte hinweg einen Namen in der Szene erarbeitet und sieht die Arbeit an Motorrädern nicht als bloßen Beruf, sondern als Berufung. An ein Aufgeben denke er nicht: „Es gibt keine Option, einfach aufzuhören. Das ist eine Leidenschaft, nicht nur ein alltäglicher Job.“
Das Feuer vernichtete weite Teile der Werkstattausstattung. Betroffen sind unter anderem eine hauseigene Pulverbeschichtungsanlage und Leistungsprüfstände. Mehrere Kundenmaschinen wurden zerstört, weitere teils erheblich beschädigt. Auch die private Motorradsammlung von Cushing, die er über Jahrzehnte zusammengetragen hatte, nahm Schaden.

Schaden in Höhe von Hunderttausenden Pfund
Den Gesamtschaden beziffert Cushing auf mehrere Hunderttausend Pfund. Einige seiner persönlichen Verluste seien dabei nicht durch die Versicherung abgedeckt. Für die Kundenmaschinen gab er jedoch Entwarnung: Alle betroffenen Fahrzeuge seien versichert, kein Kunde werde auf seinen Kosten sitzen bleiben. Lediglich Verzögerungen bei laufenden Aufträgen seien unvermeidlich.
Trotz des massiven Schadens arbeitet das Team bereits daran, den Betrieb so schnell wie möglich wieder aufzunehmen. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll Second City Customs zumindest in eingeschränktem Umfang wieder öffnen. Cushing formuliert sein Ziel klar: „Es gibt keine Lösung, die nicht beinhaltet, dass wir wieder öffnen und besser und stärker zurückkommen als zuvor.“
Große Unterstützung aus der Motorrad-Community
Um den Wiederaufbau zu beschleunigen, wurde eine GoFundMe-Kampagne ins Leben gerufen, die zum Zeitpunkt der Berichterstattung bereits über 5.000 Pfund (circa 5.975 Euro / 6.250 US-Dollar) eingesammelt hatte. Anfangs habe Cushing gezögert, Spenden anzunehmen, doch die Resonanz aus dem Umfeld habe ihn überwältigt. „Die Unterstützung war mehr, als wir uns hätten wünschen können“, so Cushing. Jeder gespendete Cent fließe zu hundert Prozent in den Wiederaufbau und die schnellstmögliche Wiederherstellung des gewohnten Service-Niveaus.
Auch aus der organisierten Motorrad-Szene kam schnell Hilfe. Das Birmingham Chapter der Harley Owners Group (HOG) habe seine Unterstützung angeboten. Das National Motorcycle Museum stellte in Aussicht, beschädigte Kundenmaschinen kostenlos zu reinigen.
Der Fall von Second City Customs zeigt einmal mehr, wie verheerend Brände für kleine, spezialisierte Werkstattbetriebe sein können, und wie wichtig die Solidarität innerhalb der Motorrad-Community in solchen Situationen ist.

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