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Motorcycles.News – Motorrad Magazin
Startseite » Bergrennen Landshaag 2026: Altenhuber siegt, Datzer-Rekord bleibt
Bergrennen Landshaag
Motorsport

Bergrennen Landshaag 2026: Altenhuber siegt, Datzer-Rekord bleibt

By Andreas Denner13 April, 2026
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Der Salzburger setzt sich bei der 45. Auflage des Bergklassikers vor einer rekordverdächtigen Kulisse durch. Markus Mitterbauer und der Italiener Salvatore Sallustro komplettieren das Podium. Datzers Streckenrekord bleibt bestehen.
  • 300 Nennungen bedeuten einen neuen Rekord in der Geschichte des Bergrennens
  • Thomas Altenhuber fährt mit 1:11,339 Minuten die schnellste Rennzeit des Tages
  • Streckenrekordhalter David Datzer tritt nur in der Naked-Bikes-Klasse an

Wenn sich die Landesstraße L1507 zwischen Landshaag und St. Martin im oberösterreichischen Mühlviertel einmal im Jahr in eine Rennstrecke verwandelt, steht für den heimischen Bergrennensport alles still. Am 12. April 2026 richtete der MSC Rottenegg zum 45. Mal das FUCHS Silkolene Motorradbergrennen aus, das gleichzeitig als Auftakt zur FIM Europe Bergeuropameisterschaft, zur Historischen Bergeuropameisterschaft und zur Österreichischen Motorrad-Bergrennsport-Staatsmeisterschaft zählt. Am Ende eines langen Renntags stand Thomas Altenhuber ganz oben, der Salzburger holte sich nach 2024 zum zweiten Mal den Gesamtsieg beim schnellsten Bergrennen Europas.

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Nennungsrekord und widrige Bedingungen am Freitagaufbau

Bereits im Vorfeld hatte die Veranstaltung für Aufsehen gesorgt. Mit 300 Nennungen durchbrach der MSC Rottenegg eine historische Marke, im Vorjahr waren es noch 260 Teilnehmer gewesen. Darunter befanden sich sechs Damen, ebenfalls ein neuer Höchstwert in der Geschichte des Bergrennens. Während die Organisatoren am Freitag bei den Aufbauarbeiten noch mit heftigen Regenschauern und Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt zu kämpfen hatten, präsentierte sich die 3.620 Meter lange Strecke am Trainingssamstag in gutem Zustand. Die beiden Trainingssitzungen liefen zwischen 12:00 und 17:00 Uhr reibungslos ab, nennenswerte Zwischenfälle gab es nicht.

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Schon am Samstag sorgte Emanuel Reisinger für eine kleine Sensation. Der Superstock-600-Pilot legte mit seiner Yamaha YZF-R6 im ersten Trainingslauf die schnellste Zeit über alle Klassen hinweg vor. Mit 1:14,142 Minuten distanzierte er Manuel Schleindlhuber auf dessen BMW M 1000 RR um 237 Hundertstelsekunden. Auch im zweiten Durchgang führte Reisinger zunächst mit 1:13,698 Minuten. Erst Thomas Altenhuber, der Landshaag-Gesamtsieger von 2024, konnte diese Marke mit 1:13,327 Minuten unterbieten und sicherte sich die Trainingsbestzeit. Der Abstand zum drittplatzierten Markus Mitterbauer betrug dabei lediglich 0,134 Sekunden.

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Altenhuber erstmals mit zwei Motorrädern am Start

Am Rennsonntag nutzten nur wenige Piloten den Trainingslauf am Vormittag. Nach Regen in den frühen Morgenstunden war die Strecke noch nass und rutschig. Pünktlich zu den Wertungsläufen um 12:00 Uhr strömten allerdings tausende Zuschauer an die Rennstrecke. Man spricht inoffiziell von einem möglichen neuen Zuschauerrekord, die Parkplätze waren rappelvoll und die Zuschauerbereiche dicht gedrängt.

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Schon im ersten Rennlauf kristallisierte sich ein Zweikampf heraus, der das Rennen über beide Durchgänge hinweg bestimmen sollte. Thomas Altenhuber, der erstmals mit zwei Motorrädern angereist war, um seinen Konkurrenten nicht wie in den vergangenen Jahren den Vorteil des Doppelstarts zu überlassen, duellierte sich mit Markus Mitterbauer auf einer geliehenen Yamaha. Nach den ersten 3.620 Metern trennten die beiden nicht einmal 19 Hundertstelsekunden. Auf Rang drei lag der TT-erprobte Italiener Salvatore Sallustro auf einer Yamaha, der die Brüder Manuel und Harald Schleindlhuber knapp hinter sich ließ.

Im zweiten Durchgang machte Altenhuber den Sack zu. Mit 1:11,339 Minuten fuhr er die schnellste Rennzeit des gesamten Tages und sicherte sich damit den Gesamtsieg. Für den 33-jährigen Techniker aus Bischofshofen war es der zweite Triumph in Landshaag nach 2024. Mitterbauer, der sich als härtester Konkurrent erwies, musste sich mit dem zweiten Platz begnügen. Zehn Tage vor seinem 40. Geburtstag bedeutete der silberne Lorbeerkranz dennoch eine besondere Auszeichnung. „Er ist die wichtigste Trophäe in meiner Karriere“, so Mitterbauer über seinen goldenen Lorbeerkranz aus dem Vorjahr.

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Italienisches Duell geht an Sallustro

Das interne Duell der Italiener entschied Salvatore Sallustro für sich. Der Manx-Grand-Prix-erfahrene Pilot hielt seinen Landsmann Gabriele Peticca, der auf einer Kawasaki den vierten Gesamtrang belegte, auf Distanz. Die Plätze fünf bis sieben gingen an Manuel Schleindlhuber auf BMW, Altenhuber mit seiner zweiten Maschine, einer Suzuki, und Harald Schleindlhuber auf BMW, der im zweiten Lauf an Boden verlor.

Datzer ohne Siegchance auf Naked Bikes

Die größte Abwesenheit im Kampf um den Tagessieg war gleichzeitig die prominenteste Rückkehr des Wochenendes. David Datzer, der im Vorjahr mit 1:08,795 Minuten (Durchschnittsgeschwindigkeit 189,43 km/h) einen Fabelrekord aufgestellt hatte, war zwar am Start, allerdings nur mit zwei unverkleideten BMW. Der IRRC-Superbike-Champion, der sich im Mai 2025 beim Straßenrennen im tschechischen Staré Město schwer verletzt hatte, als ihn das Motorrad eines gestürzten Konkurrenten traf, trat lediglich in den Klassen Special Bikes und Naked Bikes an. Einen Streckenrekordversuch gab es somit nicht. Der Asphalt sei zu kalt gewesen, hieß es, Datzers Rekord blieb unangetastet. Immerhin holte sich der 34-jährige Niederbayer den Klassensieg in der Naked-Bikes-Wertung vor Patrik Grainer und Samuel Edenhauser.

Ebenfalls nicht um den Gesamtsieg mitkämpften die Italiener Maurizio Bottalico und Stefano Bonetti. Bottalico, fünffacher Bergeuropameister in der Supersport-Klasse und Vorjahres-Zweiter, sowie Bonetti, 2025 Vierter im Gesamtklassement, hatten sich entschieden, in dieser Saison ausschließlich internationale Straßenrennen wie das North West 200, die Tourist Trophy und den Macau Grand Prix zu bestreiten.

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Kastenhuber schnellster 600er-Pilot

Wie bereits im Vorjahr erwies sich Alexander Kastenhuber als schnellster 600-Kubik-Pilot. Auf der ehemaligen Trainingsmaschine von Andreas Kofler gelang es ihm, als Gesamtachter in die Phalanx der hubraumstärkeren Motorräder einzubrechen. In der Klasse Supersport/Moto2 gewann er vor Emanuel Reisinger und Mario Gastinger. Reisinger, der am Samstag im Training die gesamte Superbike-Konkurrenz geschockt hatte, holte sich seinerseits den Sieg in der Superstock-600-Wertung. Die drei standen in beiden Klassen gemeinsam auf dem Podium, nur in vertauschten Rollen.

Johann Karl wechselt nach 15 Klassensiegen die Kategorie

Einen historischen Einschnitt gab es in der Achteliterklasse. Johann Karl, der 15-fache Landshaag-Klassensieger in der 125-ccm-Wertung, hat seine 125er an den Nagel gehängt und trat in diesem Jahr in der Klasse bis 500 ccm an. Dort gab er auf seiner FTR bereits im Training die Pace vor und gewann am Sonntag die Klasse vor Stefan Grüblbauer und Bernhard Hörmann. Den 125-ccm-Klassensieg holte sich Wilhelm Eßsl.

Sechs Damen so viele wie nie zuvor

Mit sechs Starterinnen war die Damenwertung so stark besetzt wie nie zuvor in der Geschichte des Bergrennens. Den Pokal für die schnellste Dame sicherte sich die Tschechin Kristyna Jakesch, die seit dem Vorjahr mit David Datzer einen prominenten Fahrer als Trainer an ihrer Seite hat.

MSC-Rottenegg-Eigengewächse überzeugen

Erfreulich aus Sicht des Veranstalters war die Leistung der vereinseigenen Fahrer. Thomas Altendorfer, der in dieser Saison erstmals bei der Tourist Trophy auf der Isle of Man an den Start gehen will, sowie Mario und Stefan Gastinger zeigten auf der Strecke schnelle Zeiten. Alle drei waren nicht nur als Piloten aktiv, sondern halfen auch maßgeblich beim Aufbau der Rennstrecke mit. Altendorfer hatte am Samstag im Training seinen ersten Wettkampfeinsatz auf einer 765er-Triumph absolviert.

Der Schweizer 250GP-Pilot Rolf Haller fasste die Stimmung des Wochenendes zusammen: „Diese Veranstaltung ist das motorsportliche Highlight der Saison, schade dass es am Jahresbeginn stattfindet!“

Alle Klassensieger im Überblick

Die beiden Wertungsdurchgänge verliefen ohne Unfälle und mit nur wenigen technischen Ausfällen. Die Klassensieger der 45. Auflage: 125 ccm: Wilhelm Eßsl. 250GP: Simon Romieu (Frankreich) vor Guido Testoni (Italien) und Bernard Depierreux (Belgien). 500 ccm: Johann Karl (Deutschland) vor Stefan Grüblbauer und Bernhard Hörmann. Supersport 300: Nicolas Stangl vor Gionata Grassi (Schweiz) und Kristyna Jakesch (Tschechien). Supersport/Moto2: Alexander Kastenhuber vor Emanuel Reisinger und Mario Gastinger. Superstock 600: Reisinger vor Gastinger und Kastenhuber. Superstock 1000: Gabriele Peticca (Italien) vor Thomas Altenhuber und Manuel Schleindlhuber. Superbike: Altenhuber vor Markus Mitterbauer und Salvatore Sallustro (Italien). Special Bike: Johann Haas vor Rudolf Bauer und Daniel Kronschläger. Naked Bikes: David Datzer (Deutschland) vor Patrik Grainer und Samuel Edenhauser. Supermoto Open: Philipp Neumüller vor Rudolf Bauer und Stefan Kuktits. Supermoto Pokal: Neumüller vor Kuktits und Lieven Wehmann. Youngtimer bis 750 ccm: Dominik Werkstetter (Deutschland) vor Christian Wild und Julius Enzelsberger. Youngtimer bis 1300 ccm: Klaus Selmeister vor Simon Schlager und Manfred Wechselberger. Seitenwagen: Franz Kapeller/Markus Billich vor Gerald Pointner/Jürgen Samhaber.

Häufige Fragen

  • Wer hat das Bergrennen Landshaag 2026 gewonnen?

    Thomas Altenhuber aus Bischofshofen holte sich mit einer Rennbestzeit von 1:11,339 Minuten den Gesamtsieg. Es ist sein zweiter Tagessieg in Landshaag nach 2024. Markus Mitterbauer wurde Zweiter, Salvatore Sallustro aus Italien Dritter.

  • Wurde der Streckenrekord in Landshaag 2026 gebrochen?

    Nein. Der Streckenrekord von David Datzer aus dem Jahr 2025 (1:08,795 Minuten bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 189,43 km/h) blieb bestehen. Als Grund werden die niedrigen Asphalttemperaturen genannt. Datzer selbst trat 2026 nur in der Naked-Bikes-Klasse an.

  • Wie viele Starter gab es beim Bergrennen Landshaag 2026?

    Mit 300 Nennungen wurde ein neuer Rekord in der Geschichte des Bergrennens aufgestellt. Im Vorjahr waren 260 Teilnehmer gemeldet. Unter den 300 Startern befanden sich sechs Damen, ebenfalls ein Höchstwert.

  • Wann findet das Bergrennen Landshaag statt?

    Das Bergrennen von Landshaag nach St. Martin im Mühlkreis wird jährlich im April vom MSC Rottenegg ausgerichtet. 2026 fand das Training am 11. April und der Renntag am 12. April statt. Die 3.620 Meter lange Strecke gilt als das schnellste Motorrad-Bergrennen Europas.

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Redakteur bei Motorrad Nachrichten. Fokus auf Technik, Szene und Motorradpolitik – neutral, sachlich, verständlich. Verantwortlich für die Seiten www.Motorcycles.News, www.Motorrad.Training und den YouTube-Kanal "Motorrad Nachrichten", sowie deren social Media-Seiten.

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