- Royal Enfield bietet E20-Umrüstkits für ältere BS3- und BS4-Modelle an
- Preise beginnen bei umgerechnet circa 48 Euro / 50 US-Dollar
- Hintergrund ist Indiens schrittweise Umstellung auf E20-Kraftstoff
Royal Enfield reagiert mit einem praktischen Schritt auf die sich verändernde Kraftstofflandschaft in Indien. Der Hersteller aus Chennai hat offizielle Nachrüstkits vorgestellt, mit denen ältere Motorräder der 350er-Baureihe für den Betrieb mit E20-Kraftstoff umgerüstet werden können. E20 bezeichnet Benzin mit einem Ethanol-Anteil von 20 Prozent, das in Indien im Rahmen einer staatlichen Initiative schrittweise zum Standard werden soll.
Welche Modelle betroffen sind
Die Umrüstkits richten sich an Besitzer der Modelle Royal Enfield Classic 350, Bullet 350 und Thunderbird 350, die noch den älteren Abgasnormen BS3 und BS4 entsprechen. Diese Motorräder wurden ursprünglich für den Betrieb mit herkömmlichem Benzin oder E10-Kraftstoff ausgelegt. Mit der zunehmenden Verbreitung von E20 an indischen Tankstellen können bei diesen älteren Modellen ohne Anpassung Probleme auftreten, da Ethanol in höherer Konzentration bestimmte Materialien im Kraftstoffsystem angreift.
Neuere Modelle, die bereits der BS6-Norm entsprechen, sind ab Werk für E20-Kraftstoff ausgelegt und benötigen keine Nachrüstung.
Was in den Kits enthalten ist
Die E20-Umrüstkits umfassen mehrere Komponenten, die speziell auf die Verträglichkeit mit dem höheren Ethanol-Anteil ausgelegt sind. Dazu gehören unter anderem ein angepasster Vergaser, ethanol-resistente Kraftstoffschläuche, neue Dichtungen und weitere Teile des Kraftstoffsystems. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Modell und Baujahr.
Preise und Verfügbarkeit
Die Kosten für die Umrüstkits beginnen bei 4.396 indischen Rupien (circa 48 Euro / 50 US-Dollar) und variieren je nach Modell und benötigtem Kit-Umfang. Der Einbau soll über das autorisierte Händler- und Servicenetz von Royal Enfield erfolgen.
Hintergrund: Indiens Weg zum E20-Kraftstoff
Die indische Regierung verfolgt seit einigen Jahren das Ziel, den Ethanol-Anteil im Kraftstoff schrittweise zu erhöhen. Die ursprünglich für 2025 anvisierte flächendeckende Einführung von E20 wurde bereits vorgezogen. Das Ministerium für Straßentransport und Autobahnen hatte die Fahrzeughersteller per Verordnung aufgefordert, für ältere Bestandsfahrzeuge entsprechende Nachrüstlösungen anzubieten, damit diese auch mit dem neuen Kraftstoffstandard kompatibel bleiben.
Royal Enfield kommt mit den jetzt vorgestellten Kits dieser Aufforderung nach. Da gerade in Indien eine große Zahl älterer Royal-Enfield-Modelle im täglichen Einsatz ist, hat die Maßnahme eine erhebliche praktische Bedeutung für die Besitzer dieser Motorräder.
Was das für Motorradfahrer bedeutet
Für Besitzer älterer Royal Enfield 350er-Modelle in Indien ist die Nachricht relevant, da E20-Kraftstoff an immer mehr Tankstellen verfügbar wird und langfristig zum Standard werden dürfte. Ohne Umrüstung könnten Schäden am Kraftstoffsystem entstehen. Die vergleichsweise günstigen Kits bieten eine unkomplizierte Möglichkeit, die Motorräder zukunftssicher zu machen, ohne sie stilllegen oder ersetzen zu müssen. Für den europäischen Markt hat die Maßnahme keine direkte Auswirkung, sie zeigt jedoch, wie Royal Enfield mit dem großen Bestand an älteren Modellen umgeht.

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