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Motorcycles.News – Motorrad Magazin
Startseite » ORCO Yamaha MT-01: Bildhauer baut Streetfighter aus Karbonfaser
Yamaha MT-01 ORCO – Frontpartie von schräg oben mit Karbonfaser-Cowl, Wabengitter-Lufteinlass, Stummellenker und Bremsbehältern
Yamaha MT-01 ORCO – Custom Streetfighter von Giordano Loi
Custombike

ORCO Yamaha MT-01: Bildhauer baut Streetfighter aus Karbonfaser

By Andreas Denner7 April, 2026
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ORCO: Sardischer Bildhauer verwandelt vernachlässigte Yamaha MT-01 in einen Streetfighter. Die Yamaha MT-01 war schon im Serienzustand ein Motorrad voller Widersprüche. Der italienische Bildhauer Giordano Loi hat eine heruntergekommene MT-01 aus dem Jahr 2008 komplett zerlegt und als radikalen Streetfighter namens ORCO in Karbonfaser neu aufgebaut.
  • Basis: Yamaha MT-01 (2008) mit 1.670 ccm luftgekühltem V-Twin
  • Komplett neue Karosserie aus Karbonfaser, Titanschrauben und Ergal-Fußrasten
  • Maßgefertigte Titanabgasanlage mit MotoGP-inspiriertem Schalldämpfer

Als die Yamaha MT-01 im Jahr 2005 auf den Markt kam, passte sie in keine der üblichen Schubladen. In ihrem Herzen arbeitete ein massiver, luftgekühlter 1.670 ccm OHV-V-Twin mit Stoßstangen-Ventilsteuerung, abgeleitet vom Cruiser-Modell Yamaha Warrior XV1700. Statt diesen Motor aber in einen gemütlichen Boulevardkreuzer zu setzen, verpackte Yamaha ihn in einen steifen Aluminiumrahmen mit voll einstellbarem Fahrwerk und leistungsstarken Radialbremsen aus dem Sportmotorrad-Programm, die von der damaligen YZF-R1 stammten. Das Ergebnis war ein ungewöhnlicher Hybrid: ein Drehmoment-Monster mit Superbike-Hardware, das weder Cruiser noch Nakedbike war und sich auch nicht als Muscle-Roadster im Stil der späteren Ducati Diavel einordnen ließ. Yamaha selbst nannte das Konzept „Torque Sports“.

Yamaha MT-01 ORCO – Frontpartie von schräg oben mit Karbonfaser-Cowl, Wabengitter-Lufteinlass, Stummellenker und Bremsbehältern
Yamaha MT-01 ORCO – Karbonfaser-Seitenverkleidung Nahaufnahme mit Giordano Loi Logo und Befestigungsriemen, strukturiertes Carbon-Finish
Yamaha MT-01 ORCO – Sitzbank und Heck von der Seite mit schwarzem Alcantara, Karbonfaser-Heckbürzel und sichtbaren Befestigungsschrauben
Yamaha MT-01 ORCO – Fahrerperspektive von oben mit Tank, Tankdeckel, mattgrauer Karbonfaser-Verkleidung und Heckbürzel im Hintergrund
Yamaha MT-01 ORCO – Hinterrad und Auspuff-Detail mit Titan-Doppelendschalldämpfer, goldener Kette, CNC-Fußrasten und blauem Montageständer auf Metallgitter
Yamaha MT-01 ORCO – Dreiviertelansicht von vorne rechts auf Metallgitter, dunkle Karbonfaser-Karosserie mit skulpturalem Intradosso-Design, V-Twin-Motor sichtbar
Yamaha MT-01 ORCO – Seitenansicht links auf Metallgitter im Studio, komplett umgebauter Streetfighter mit Karbonfaser-Verkleidung, goldener Auspuffanlage und blauem Montageständer
Yamaha MT-01 ORCO – Seitenansicht rechts auf Metallgitter, skulpturale Karbonfaser-Karosserie mit mattgrauem Finish, freiliegender V-Twin-Motor
Yamaha MT-01 ORCO – Dreiviertelansicht von vorne links, aggressives Frontcowl mit Intradosso-Lufteinlass, umgekehrte Telegabel, dunkle Atmosphäre
Yamaha MT-01 ORCO – Tankdetail mit Giordano Loi Logo, Yamaha-Emblem, gewölbte Karbonfaser-Tankverkleidung mit Wabenlufteinlass, mattgrau-metallic
Yamaha MT-01 ORCO – Nahaufnahme Karbonfaser-Seitenverkleidung mit Giordano Loi Signatur, Befestigungsriemen und strukturiertem Carbon-Finish
Yamaha MT-01 ORCO – Heckpartie mit Karbonfaser-Heckbürzel, LED-Rücklicht, Nummernschild-Platte mit Project ORCO Schriftzug, Studio-Beleuchtung
Yamaha MT-01 ORCO – Sitzbank-Detail mit schwarzem Alcantara-Bezug und Karbonfaser-Heckrahmen in seitlicher Draufsicht
Yamaha MT-01 ORCO – Auspuff-Nahaufnahme mit Titan-Endschalldämpfer und Wabengitter-Hitzeschutz, goldene Kette sichtbar
Yamaha MT-01 ORCO – Hinterrad-Detail mit Titan-Doppelendschalldämpfer, CNC-gefräste Fußrastenanlage, goldene Kette, blauer Montageständer
Yamaha MT-01 ORCO – Giordano Loi präsentiert sein Werk in der Werkstatt auf Sardinien, Motorrad auf Montageständer, Werkstatt-Ambiente
Yamaha MT-01 ORCO – Seitenansicht links im Studio, vollständige Karbonfaser-Karosserie, goldene Titan-Auspuffanlage, goldene Kette, blauer Montageständer auf Metallgitter
Yamaha MT-01 Original – Seitenansicht vor dem Umbau, serienmäßige schwarze Lackierung mit rotem Akzent, V-Twin-Motor, Standardverkleidung
Yamaha MT-01 ORCO – Dreiviertelansicht von vorne rechts auf Metallgitter im Studio, dunkle Karbonfaser-Karosserie mit skulpturalem Design
Yamaha MT-01 ORCO – Seitenansicht rechts im Studio, vollständiges Custom-Bike mit Karbonfaser-Verkleidung, spitzem Heckbürzel und Titan-Auspuff
Yamaha MT-01 ORCO – Frontcowl-Detail von vorne, skulpturale Intradosso-Unterseite des Karbonfaser-Cowls mit Gabelkronen und Lenkerarmaturen
Yamaha MT-01 ORCO – Frontverkleidung-Detail mit Intradosso-Luftführung, Karbonfaser-Oberfläche und Wabenlufteinlass, mattgrau-silberne Lackierung
Yamaha MT-01 ORCO – Frontansicht bei Nacht mit leuchtenden Doppelscheinwerfern und vier LED-Positionslichtern, dramatische Silhouette
Yamaha MT-01 ORCO – Frontpartie von schräg oben mit Karbonfaser-Cowl, Wabengitter-Lufteinlass, Stummellenker und Bremsbehältern

Was die Yamaha MT-01 besonders machte

Was dem großen Twin an Spitzenleistung fehlte, machte er durch schiere Präsenz wett. Der enorme Zweizylinder lieferte eine Flutwelle an Drehmoment aus niedrigen Drehzahlen und schob mit der muskulären Autorität eines Großblock-Motors nach vorn. Tester lobten die Stabilität und das überraschend ausgewogene Handling der Maschine. Jede Fahrt wurde von einem schweren Puls durch den Lenker, einem dröhnenden Auspuffsound und einem süchtig machenden Gefühl mechanischer Dramatik begleitet.

Genau dieser einzigartige Charakter machte die MT-01 allerdings zu einem schwierigen Verkaufsargument. Drehmoment-Liebhaber griffen typischerweise zu Cruisern, während leistungsorientierte Fahrer zu leichteren, höher drehenden Sportmaschinen tendierten. Als sich das Naked-Bike-Segment weiterentwickelte und schärfere Roadster von Triumph, KTM und später Yamahas eigene MT-09 auf den Markt kamen, wurde die MT-01 zunehmend zum Außenseiter. In den USA wurde sie gar nicht erst offiziell verkauft, weil Yamaha Motor Corp. USA den Markt für diesen Motorradtyp als zu klein einschätzte. Die Produktion lief von 2005 bis 2012. Für das Modelljahr 2009 legte Yamaha noch eine SP-Version mit Öhlins-Fahrwerk, Pirelli Diablo Rosso Bereifung und einer speziellen Rot-Weiß-Lackierung auf. In großen Stückzahlen verkaufte sich die MT-01 nie, doch heute gilt sie als eines der mutigsten Serienexperimente in Yamahas Geschichte.

Ein sardischer Bildhauer mit einer Vision

Genau solche Motorräder, die irgendwo zwischen Genie und Missverständnis stehen, machen oft die faszinierendsten Ausgangspunkte für Umbauprojekte. Im Fall der MT-01 war es Giordano Loi, ein Bildhauer aus Dorgali auf Sardinien, der die Stärken und Schwächen der Plattform erkannte und die Maschine als etwas Leichteres, Kühneres und Fokussierteres neu erdachte.

Loi stammt aus einer Familie von Künstlern und Motorradfahrern. Er beschreibt sich selbst als Schöpfer von „sculture dinamiche“, dynamischen Skulpturen. Sein kreativer Prozess beginnt mit vorbereitenden Skizzen und Entwurfstafeln, geht über 3D-Modellierungen und dreidimensionale Prototypen in Modelliermasse bis hin zu Prototypen in Glasfaser und dem finalen Produkt in Karbonfaser. In seinen Arbeiten sucht er die Verbindung zwischen klassischer Bildhauerei und Motorraddesign. Als Inspiration nennt er unter anderem Boccionis futuristische Skulptur „Forme uniche nella continuità dello spazio“ und die kinetischen Werke von Jean Tinguely, denen er den Menschen als denkende, lebendige Komponente hinzufügt. Seine Motorräder sollen nicht mehr nur symbolische Kunstobjekte sein, sondern Objekte, die sich mit diesem Symbolismus aufladen und ins tägliche Leben eintreten.

Loi ging an die MT-01 heran wie an einen Block Stein: Durch das Entfernen von Material sollte die verborgene Form zum Vorschein kommen.

Yamaha MT-01 ORCO – Dreiviertelansicht von vorne rechts auf Metallgitter im Studio, dunkle Karbonfaser-Karosserie mit skulpturalem Design
Yamaha MT-01 ORCO – Custom Streetfighter von Giordano Loi

Der Ausgangszustand: Eine müde Maschine

Als die Yamaha MT-01 aus dem Jahr 2008 in Lois Werkstatt in Dorgali eintraf, war sie alles andere als ein vorzeigbarer Spender. Jahre der Vernachlässigung hatten ihre Spuren hinterlassen. Wasser und Salz hatten die Chromteile angegriffen, die Eloxierungen stumpf werden lassen und das Karbon angegriffen. Der Rahmen trug Spuren einer Sturzschäden, der Tank wies deutliche Beulen auf, der linke Motordeckel war zerkratzt und die Auspuffanlage oxidiert und schwer.

Loi selbst beschreibt den Zustand nüchtern: Es gab nichts Romantisches an diesen Bedingungen, nur kompromittierte Materie. Und genau dort begann ORCO.

Die Transformation: Vom Skelett zum Organismus

Das Motorrad wurde bis zur letzten Schraube zerlegt. Rahmen und Schwinge wurden sandgestrahlt und mit einer Cerakote-Beschichtung versehen, ebenso die Räder. Die Motordeckel wurden von Hand restauriert und geschützt. Loi beschreibt diesen Schritt nicht als kosmetische Arbeit, sondern als Rekonstruktion des Skeletts.

Anschließend wurde ein neuer Hilfsrahmen aus Aluminium konstruiert und angeschweißt, speziell dimensioniert, um das markanteste Element des Projekts zu tragen: die dramatische Hecksektion. An der Gewichtsreduzierung wurde konsequent gearbeitet. Titanschrauben ersetzen die Serienteile, die Fußrastenanlage besteht aus Ergal.

Auch bei der Ansaug- und Abgasseite ging Loi ans Werk. Der originale Airbox-Kasten flog raus und machte Platz für DNA-Kegelfilter mit vergrößerten Ansaugkanälen. Die Abgasanlage ist eine maßgefertigte Titankonstruktion, gekrönt von einem Schalldämpfer im MotoGP-Stil.

Yamaha MT-01 ORCO – Heckpartie mit Karbonfaser-Heckbürzel, LED-Rücklicht, Nummernschild-Platte mit Project ORCO Schriftzug, Studio-Beleuchtung
Yamaha MT-01 ORCO – Custom Streetfighter von Giordano Loi

Design-Philosophie: Die Leere als tragendes Element

ORCO basiert auf einem klaren Designprinzip, das Loi so formuliert: Nicht die Masse definiert die Form, sondern der subtrahierte Raum. Der Leere kommt eine strukturelle Funktion zu.

Das zeigt sich besonders an der Heckpartie. Angesichts des wuchtigen Hecks, das die MT-01 ab Werk mitbrachte und das als Basis für einen klobigen Cruiser-Sitz und ein Paar verzierter Kegelauspuffe diente, ist das neue Heck zweifellos das Paradestück des Motorrads. Die obere Klinge ist laut Loi kein stilistisches Zeichen, sondern die Grenze eines imaginierten Luftstroms. Das Volle existiert nur, um eine unsichtbare Kraft zu fassen. Der Intradosso, also die innere, konkave Kurve der Heckschale, ist für Loi keine bloße Gewichtsreduzierung, sondern eine arbeitende Fläche, die Luft in erzählerische Materie verwandelt. Das Heck besteht aus Karbonfaserteilen mit einer durchgehenden Stärke von 5 mm und wird von skulptierten Neopren-Sitzpolstern und einem versteckten Rücklicht abgeschlossen, das an einen Stachel erinnert.

Der Frontbereich: Keine Augen, sondern Atmung

Auch vorn ist die Transformation radikal. Der Doppelscheinwerfer der MT-01, die Serienblinker und diverse Blenden und Verkleidungsteile wurden komplett entfernt. An ihre Stelle trat eine maßgefertigte Frontverkleidung aus Karbonfaser mit einem versteckten LED-Scheinwerfer. Loi beschreibt den Frontbereich als Konstruktion nicht um einen Blick herum, sondern um eine Höhlung: eine Öffnung, die nicht den Motor speist, sondern wahrnehmbare Spannung erzeugt. Eine 3D-gedruckte Wabenstruktur verbirgt die Scheinwerfer hinter einer Netzstruktur.

Schmale LED-Blinker wurden ergänzt, und die Vorderradaufhängung wurde deutlich tiefgelegt, um eine wesentlich aggressivere Geometrie zu schaffen. Die serienmäßigen Lenkerschalter blieben erhalten, um das Werksgefühl zu bewahren, aber Hebel, Hauptbremszylinder und Griffe wurden durch sportlichere Komponenten ersetzt.

Die seitlichen Luftführungen mit ihren facettierten Oberflächen funktionieren wie Kiemen: Sie leiten die Warmluft von der Scheinwerfereinheit ab und greifen stilistisch die Muster klassischer Yamaha-Rennlackierungen auf. Auch die ovalen Luftfilterabdeckungen des Originals, die in der Formensprache der frühen 2000er-Jahre verhaftet waren, wurden durch maßgefertigte Abdeckungen ersetzt, die Luft durch skulptierte, kiemenartige Öffnungen leiten.

Yamaha MT-01 ORCO – Hinterrad und Auspuff-Detail mit Titan-Doppelendschalldämpfer, goldener Kette, CNC-Fußrasten und blauem Montageständer auf Metallgitter
Yamaha MT-01 ORCO – Custom Streetfighter von Giordano Loi

ORCO: Der Name und die Intention

In seiner Beschreibung des Motorrads verwendet Loi Begriffe wie Kiemen, Thorax, Branchien und Schwanz. Die biologischen Einflüsse auf das Design sind unverkennbar. Doch statt eines eleganten Tiernamens taufte Loi seine MT-01 auf den Namen ORCO, das italienische Wort für Oger. Es dürfte der brachiale Charakter des stampfenden V-Twin gewesen sein, der diese Namensgebung inspirierte. Loi selbst ordnet das Projekt als Streetfighter ein.

Das gesamte Projekt dreht sich um eine kontrollierte Dialektik zwischen Masse und Leere, zwischen Muskel und Klinge, zwischen Organismus und Ingenieurwesen. Vorn verdichtet sich die Masse, die Volumina werden komprimiert und bauen eine fast animalische Präsenz auf. Das Heck hingegen spannt sich horizontal, wird dünner und verwandelt sich in ein ausgehöhltes Flügelprofil. Loi spricht von einem dynamischen Gleichgewicht zwischen vorderer Kompression und hinterem Schwung.

Licht als inszenatorisches Mittel

Ein besonderes Detail betrifft die Beleuchtung. Licht ist bei ORCO keine primäre Funktion, sondern ein szenografisches Mittel. Der LED-Streifen im Inneren der Fronthöhlung betont die Tiefe, nicht die Sichtbarkeit. Die seitlich platzierten Scheinwerfer beseitigen das traditionelle Konzept eines Motorradgesichts. Loi formuliert das so: „ORCO non guarda: respira.“ („ORCO schaut nicht: Es atmet.“) Wird das Motorrad eingeschaltet, verändert es seinen Charakter. Die innere Beleuchtung erweckt die Tiefe zum Leben, die seitlichen Scheinwerfer treten hervor. Die Maschine scheint sich zu aktivieren, nicht einfach nur zu leuchten.

Yamaha MT-01 ORCO – Tankdetail mit Giordano Loi Logo, Yamaha-Emblem, gewölbte Karbonfaser-Tankverkleidung mit Wabenlufteinlass, mattgrau-metallic
Yamaha MT-01 ORCO – Custom Streetfighter von Giordano Loi

Mehr als ein Styling-Projekt

ORCO ist erkennbar nicht nur eine Stilübung. Loi selbst stellt klar, dass es sich um ein Manifest über die Kontrolle von Materie und Luft handelt. Das Projekt lege seine eigene Logik offen, lade zum Lesen ein und beanspruche die Kohärenz zwischen evozierter Funktion und konstruierter Form. Vom originalen Motorrad blieb nur der Stahltank in überarbeiteter Form erhalten. Der Karboneinsatz erstreckt sich über Frontverkleidung, Seitenteile, Hecksektion und Vorderradkotflügel.

Ausgehend von einer missbrauchten und missverstandenen Maschine hat Loi die Yamaha MT-01 in etwas weit Zielgerichteteres umgeformt. ORCO ordnet sich dabei weder als Nachbau eines Rennmotorrads ein noch als Retro-Interpretation. Loi beschreibt es als eine Übertragung von Sprache: Aerodynamische Prinzipien aus dem Automobilbereich, angewandt auf ein Motorrad-Heck, organische Morphologie, umgesetzt mit struktureller Strenge.

Fotos: Alessandro Spanu

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