- Leistung auf 215 PS (160,3 kW) angehoben, 16,7 kg leichter als das Serienmodell
- Weltweite Stückzahl auf fünf Motorräder begrenzt, Übergabe beim Wintertest in Jerez
- Preis liegt bei 99.800 Euro netto (circa 117.600 US-Dollar), nicht straßenzugelassen
Vorgestellt wurde die KB998 Rimini Elite am 17. April 2026 im Rahmen des Assen-Rennwochenendes der Superbike-Weltmeisterschaft. Verantwortlich zeichnet Provec Racing, jenes spanische Rennteam, das auch das Bimota by Kawasaki Racing Team in der WorldSBK einsetzt. Die Sonderedition entstand zu Beginn der zweiten WorldSBK-Saison der Marke und soll das Know-how aus dem laufenden Rennprogramm direkt in Kundenhand bringen. Technisch und konzeptionell handelt es sich um ein eigenständiges Modell, das auf dem Serien-Superbike KB998 Rimini aufbaut, aber in Stückzahl, Ausrichtung und Leistung deutlich darüber hinausgeht.

Abgrenzung zum Serienmodell KB998 Rimini
Um die Elite-Edition einordnen zu können, lohnt der Blick auf das Basismodell. Die reguläre KB998 Rimini ist ein Homologations-Superbike, das Bimota in einer Gesamtauflage von 500 Einheiten fertigt. Diese Stückzahl ergibt sich aus den Vorgaben der FIM für die Zulassung in der Superbike-Weltmeisterschaft. Der Produktionsplan sieht vor, die 500 Einheiten gestaffelt bis Ende 2026 fertigzustellen. Der Verkaufsstart erfolgte am 9. April 2025 in Europa und Asien, und das Motorrad befindet sich seither in den Händlernetzen dieser Märkte. Jedes Exemplar wird im Werk in Rimini von einem einzigen Techniker vom Anfang bis zum Ende montiert.
Die jetzt vorgestellte KB998 Rimini Elite ist keine zusätzliche Produktionscharge, sondern eine eigenständige Sonderedition mit nur fünf Exemplaren weltweit. Sie baut auf der Substanz des Serienmodells auf, wird aber von den Renntechnikern von Provec Racing umfassend überarbeitet und individuell abgestimmt. Während das Serienmodell als straßentaugliches Superbike konzipiert ist, ist die Elite-Version ausschließlich für den Rennstrecken-Einsatz vorgesehen und verfügt über keine Straßenzulassung.
Technische Eckdaten und Gewichtsreduktion
Den Antrieb stellt in beiden Fällen der Reihenvierzylinder der Kawasaki Ninja ZX-10RR mit 998 Kubikzentimetern Hubraum. In der Serienversion KB998 Rimini leistet das Aggregat rund 200 PS. Für die Elite-Edition gibt Provec Racing die Maximalleistung mit 215 PS (160,3 kW) an, was einer Steigerung von 15 PS oder 7,5 Prozent entspricht. Das maximale Drehmoment steigt auf 124,4 Newtonmeter (91,75 lb-ft), ein Plus von 13,4 Newtonmetern. Parallel dazu wurde das Gewicht um 16,7 Kilogramm (36,8 lbs) reduziert. Mit 176,0 Kilogramm (388 lbs) in fahrfertigem Zustand ohne Kraftstoff liegt die Elite-Edition in einer Region, die sonst reinen Rennmotorrädern vorbehalten ist.

Komponenten direkt aus dem WorldSBK-Umfeld
Die verbauten Teile stammen überwiegend aus dem Werkzeugkasten der aktuellen Rennserie. Die Bremsanlage kommt von Brembo, das Fahrwerk von Showa, der Auspuff ist ein Akrapovič-System, und Pirelli liefert die Reifen. Das elektronische Gesamtpaket wurde von Mectronik entwickelt und umfasst eine Streckensoftware mit mehreren Mapping-Optionen sowie eine ausgefeilte Abstimmung von Traktionskontrolle, Zündung und Motorbremse. Zusätzlich integriert ist ein 2D-Telemetriesystem, wie es üblicherweise im professionellen Rennsport eingesetzt wird. Jede der fünf Einheiten wird nach Angaben von Provec Racing einzeln von den Renntechnikern des Teams abgestimmt.
Entwicklung mit WorldSBK-Piloten
In die Entwicklung eingebunden waren der Testfahrer Xavi Forés sowie die beiden Stamm-Piloten des Bimota by Kawasaki Racing Teams, Alex Lowes und Axel Bassani. Der ehemalige MotoGP-Pilot Tito Rabat steuerte eine KB998 Rimini Elite im Finallauf der spanischen Superbike-Meisterschaft ESBK 2025 in Jerez und erreichte dort bei seinem einzigen offiziellen Renneinsatz einen Podestplatz. Damit hat das Motorrad bereits vor der Auslieferung an die Kunden unter Wettbewerbsbedingungen Ergebnisse eingefahren.

Preis, Limitierung und Übergabe
Die KB998 Rimini Elite kostet 99.800 Euro netto, was beim aktuellen Wechselkurs rund 117.600 US-Dollar entspricht. In diesem Preis nicht enthalten ist die Mehrwertsteuer, da es sich um kein straßenzugelassenes Motorrad handelt. Die Elite-Edition ist ausdrücklich als Trackbike konzipiert und darf ausschließlich auf abgesperrten Strecken bewegt werden. Die Übergabe der fünf Einheiten soll beim WorldSBK-Wintertest in Jerez erfolgen, womit die Käufer ihr Motorrad im direkten Umfeld des Werksteams in Empfang nehmen. Zum Vergleich: Das Serienmodell KB998 Rimini kostet 44.000 Euro und ist damit weniger als halb so teuer, gehört aber auch nicht zur gleichen Produktkategorie.
Auch beim Thema Straßenzulassung gibt es Unterschiede zwischen beiden Modellen. Die Elite-Version ist von vornherein nicht für die Straße homologiert. Das Serienmodell KB998 Rimini wird zwar als straßentaugliche Ausführung vermarktet, kann in Großbritannien nach Angaben von MCN aktuell jedoch ebenfalls nur als Trackbike verkauft werden, weil der Kawasaki-Motor die Anforderungen der Abgasnorm Euro5+ nicht erfüllt. Da diese Norm EU-weit gilt, ist die Ausgangslage in anderen europäischen Märkten vergleichbar.
Erlebnispaket rund um den Rennsport
Wer sich für eines der fünf Exemplare entscheidet, erhält deutlich mehr als nur ein Motorrad. Zum Lieferumfang gehört ein exklusives Track-Experience-Programm gemeinsam mit den WorldSBK-Piloten Alex Lowes und Axel Bassani sowie den Entwicklungsfahrern Xavi Forés und Tito Rabat. Besitzer bekommen direkte technische Betreuung durch das Provec-Team, inklusive Abstimmung und Unterstützung auf der Strecke. Hinzu kommt VIP-Gastfreundschaft bei den Läufen der Superbike-Weltmeisterschaft. Die Anmeldung für das Modell läuft über die offizielle Seite des Bimota by Kawasaki Racing Teams.

Einordnung in das Bimota-Programm
Name und Konzept der Baureihe verweisen auf die Partnerschaft zwischen Bimota und Kawasaki. Das K steht für Kawasaki, das B für Bimota, die 998 bezeichnet den exakten Hubraum des Kawasaki-Motors, und Rimini verweist auf den Fertigungsstandort des italienischen Herstellers. Während das Serienmodell KB998 Rimini die Rückkehr der Marke in die Superbike-Weltmeisterschaft überhaupt erst ermöglicht hat, versteht sich die KB998 Rimini Elite als zusätzliche Eskalationsstufe oberhalb davon. Mit nur fünf Exemplaren, angehobener Leistung, reduziertem Gewicht und dem rennfertigen Elektronikpaket von Mectronik zielt sie auf einen sehr engen Kundenkreis, der über die Möglichkeit hinaus auch den passenden Rahmen für den Einsatz eines solchen Motorrads mitbringen muss.

Häufige Fragen
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Was kostet die Bimota KB998 Rimini Elite?
Der Preis der Bimota KB998 Rimini Elite beträgt 99.800 Euro netto, was beim aktuellen Wechselkurs rund 117.600 US-Dollar entspricht. Da es sich um ein reines Trackbike ohne Straßenzulassung handelt, wird der Preis ohne Mehrwertsteuer kommuniziert.
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Wie viele Einheiten der KB998 Rimini Elite werden gebaut?
Die Elite-Edition ist weltweit auf nur fünf Exemplare limitiert. Jede Einheit wird einzeln von den Renntechnikern von Provec Racing abgestimmt und beim Wintertest in Jerez an die Kunden übergeben. Davon zu unterscheiden ist das Serienmodell KB998 Rimini, das in einer Gesamtauflage von 500 Einheiten zur WorldSBK-Homologation gefertigt wird.
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Wie viel Leistung hat die Bimota KB998 Rimini Elite?
Das Motorrad leistet 215 PS (160,3 kW) und entwickelt ein maximales Drehmoment von 124,4 Newtonmetern (91,75 lb-ft). Gegenüber dem Serienmodell mit rund 200 PS bedeutet das ein Plus von 15 PS beziehungsweise 7,5 Prozent.
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Ist die Bimota KB998 Rimini Elite für die Straße zugelassen?
Nein. Die KB998 Rimini Elite ist eine reine Rennstreckenmaschine ohne Straßenzulassung und darf ausschließlich auf abgesperrten Kursen bewegt werden.
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Was ist im Lieferumfang der KB998 Rimini Elite enthalten?
Neben dem Motorrad umfasst das Paket ein Track-Experience-Programm mit den WorldSBK-Piloten Alex Lowes und Axel Bassani sowie den Testfahrern Xavi Forés und Tito Rabat. Zusätzlich erhalten die Käufer direkte technische Unterstützung von Provec Racing inklusive Streckenbetreuung sowie VIP-Gastfreundschaft bei den WorldSBK-Rennwochenenden.









