- Pedro Acosta soll KTM verlassen und 2027 zu Ducati wechseln
- Marc Marquez steht kurz vor einer Vertragsverlängerung mit Ducati
- Francesco Bagnaia sucht laut Berichten nach Alternativen innerhalb und außerhalb des Ducati-Lagers
Nach mehreren spektakulären Fahrerentscheidungen anderer Hersteller zeichnet sich auch bei Ducati eine klare Richtung für die kommenden Jahre ab. Während die Konkurrenz frühzeitig Weichen stellt, agieren die Verantwortlichen aus Borgo Panigale vergleichsweise ruhig, was vor allem mit der klaren Haltung von Marc Marquez zusammenhängen soll.

Ducati setzt auf Kontinuität mit Marc Marquez
Marc Marquez machte zuletzt deutlich, dass er bei dem Hersteller bleiben möchte, mit dem er erneut den WM-Titel gewinnen konnte. Der neue Vertrag zwischen dem Spanier und Ducati gilt als weitgehend ausgehandelt, lediglich letzte Details sollen noch offen sein. Eine offizielle Bestätigung wird bereits vor dem ersten Saisonrennen 2026 erwartet.
Diese Stabilität verschafft Ducati im Vergleich zu anderen Herstellern eine komfortable Ausgangslage auf dem angespannten Transfermarkt. Während Rivalen unter Zugzwang geraten, kann Ducati strategischer planen.

Pedro Acosta als logische Ergänzung ab 2027
In den vergangenen Wochen haben sich die Anzeichen verdichtet, dass Pedro Acosta ab 2027 Teil des Werksteams wird. Der Doppelweltmeister der Moto3 2021 und Moto2 2023 soll KTM verlassen und bei Ducati einen langfristigen Vertrag unterschrieben haben, auch wenn eine offizielle Bestätigung noch aussteht.
Spanische Medien berichten übereinstimmend, dass Acosta als künftiger Teamkollege von Marquez vorgesehen ist. Aus Sicht von Ducati wäre diese Paarung nicht nur sportlich reizvoll, sondern auch strategisch sinnvoll. Acosta gilt als potenzieller Nachfolger für den Zeitpunkt, an dem Marquez seine Karriere beendet oder eine neue Herausforderung sucht.

Bagnaia prüft neue Perspektiven
Parallel dazu verdichten sich Hinweise, dass sich das Lager von Francesco Bagnaia bereits nach alternativen Einsatzmöglichkeiten umsieht. Eine naheliegende Lösung wäre ein Wechsel zu VR46, um weiterhin auf einer Desmosedici zu bleiben. Darüber hinaus werden auch andere Optionen gehandelt.
Ein mögliches Szenario wäre ein Wechsel zu Yamaha an die Seite von Jorge Martin oder ein Engagement bei Honda gemeinsam mit Fabio Quartararo. Selbst Aprilia könnte dem Italiener ein Angebot unterbreiten, um ihn mit Marco Bezzecchi zusammenzubringen. Konkrete Verhandlungen sind nicht bestätigt, die Suche nach Optionen soll jedoch bereits laufen.
Ducatis Vorgehen als strategische Absicherung
Der Schritt, frühzeitig auf Acosta zu setzen, wird im Fahrerlager als offensiv wahrgenommen. Insbesondere deshalb, weil Bagnaia offenbar nicht die Gelegenheit erhielt, einen möglichen Leistungseinbruch aus der Vorsaison zu relativieren. Intern soll diese Entscheidung jedoch als Vorsorgemaßnahme verstanden werden.
Der volatile Transfermarkt und die Vertragsforderungen von Marquez sollen Ducati dazu veranlasst haben, schnell zu handeln. Mit Acosta sichert sich der Hersteller nicht nur sportliche Qualität, sondern auch Planungssicherheit für die Zukunft. Hinzu kommt, dass Acostas klarer Wunsch nach einem Ducati-Wechsel seine finanziellen Forderungen angeblich moderater ausfallen ließ.
Rückblick auf gescheiterte Wechselpläne
Bereits im Vorjahr hatte Acosta darüber nachgedacht, vorzeitig aus seinem Vertrag mit KTM auszusteigen, um 2026 bei VR46 einzusteigen und Franco Morbidelli zu ersetzen. Die KTM-Führung lehnte entsprechende Gespräche jedoch ab. In dieser Phase versuchte Motorsportdirektor Pit Beirer, den Spanier von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen.
Nun deutet vieles darauf hin, dass sich Acostas Wunsch nach einem Ducati-Wechsel mit etwas Verzögerung doch noch erfüllen soll.
Was bedeutet das für mich als MotoGP-Fan?
Die mögliche Paarung aus Marc Marquez und Pedro Acosta bei Ducati deutet auf eine langfristige sportliche Ausrichtung hin und verspricht ein hohes fahrerisches Niveau innerhalb eines Teams. Für Fans bedeutet das vor allem klare Rollenverteilungen, interne Dynamik auf höchstem Leistungsniveau und möglicherweise intensivere teaminterne Vergleiche. Gleichzeitig könnten die offenen Zukunftsfragen um Francesco Bagnaia zusätzliche Spannung in den kommenden Saisons bringen, da weitere Hersteller gezwungen wären, ihre Fahrerstrategien neu auszurichten. Insgesamt spricht vieles dafür, dass sich das Kräfteverhältnis in der MotoGP weiter verschiebt und die Startaufstellungen in den nächsten Jahren noch stärker von strategischen Entscheidungen geprägt sein werden.








