- Fabio Quartararo soll Yamaha verlassen und ab 2027 für Honda starten
- Jorge Martin steht laut Berichten vor einem Wechsel von Aprilia zu Yamaha
- Beide Wechsel stehen im Zusammenhang mit dem neuen MotoGP-Reglement ab 2027
Der 29. Januar 2026 gilt bereits jetzt als ein Datum, das den langfristigen Kurs der MotoGP beeinflussen könnte. Innerhalb weniger Stunden verdichteten sich Berichte über zwei Transfers, die nicht isoliert zu betrachten sind, sondern direkt miteinander zusammenhängen. Honda und Yamaha reagieren auf sportliche Entwicklungen der vergangenen Jahre und richten ihre Fahreraufstellung frühzeitig auf die neue 850 ccm Ära aus.

Fabio Quartararo: Abschied von Yamaha nach einer langen Partnerschaft
Für Fabio Quartararo deutet sich das Ende einer achtjährigen Verbindung mit Yamaha an. Seit seinem MotoGP-Debüt 2019 war der Franzose das sportliche Aushängeschild des Herstellers. Der Höhepunkt folgte 2021 mit dem Gewinn des WM-Titels.
In den darauffolgenden Jahren verschlechterte sich jedoch die Wettbewerbsfähigkeit der Yamaha M1 spürbar. 2023 beendete Quartararo die Saison nur auf Rang zehn, 2024 folgte Platz 13 ohne Podestplatzierung. Trotz eines finanziell attraktiven Vertrags bis Ende 2026 wuchs der Zweifel, ob Yamaha kurzfristig wieder ein siegfähiges Paket bereitstellen kann.
Der strategische Neustart mit einem V4-Motor ab 2026 änderte daran offenbar wenig. Quartararo soll sich bereits vor ersten Einsätzen mit dem neuen Aggregat gegen eine Zukunft bei Yamaha entschieden haben. Sein öffentliches Statement aus dem Herbst unterstreicht diese Haltung:
„I have experienced many years with problems, now I want a winning bike.“
„Ich habe viele Jahre mit Problemen erlebt, jetzt möchte ich ein siegfähiges Motorrad.“
Honda als neue sportliche Perspektive für Quartararo
Der geplante Wechsel zu Honda ist vor diesem Hintergrund zu sehen. Honda investiert seit einiger Zeit massiv in die Rückkehr an die Spitze der MotoGP und richtet den Fokus klar auf das Reglement ab 2027. Mit neuem technischen Personal und erweitertem Testprogramm soll die Basis für einen konkurrenzfähigen Prototyp geschaffen werden.
Quartararo würde in diesem Umfeld eine zentrale Rolle einnehmen. Der Deal gilt als weit fortgeschritten, ist jedoch bislang nicht offiziell bestätigt. Aussagen aus dem Management deuten darauf hin, dass noch Details zu klären sind.

Jorge Martin: Schwierige Aprilia-Phase und neue Chance bei Yamaha
Parallel zu Quartararos Wechselgedanken verdichten sich die Hinweise auf einen Abschied von Jorge Martin bei Aprilia. Der MotoGP-Weltmeister von 2024 war 2025 von Ducati zu dem Hersteller aus Noale gewechselt, nachdem er dort keinen Platz im Werksteam erhalten hatte.
Seine Zeit bei Aprilia verlief jedoch problematisch. Bereits in der Vorbereitung zog sich Martin schwere Verletzungen zu, weitere Stürze und Rückschläge folgten im Saisonverlauf. Zwar gelang ihm zwischenzeitlich ein Top-10-Ergebnis sowie ein vierter Platz, doch insgesamt blieb das Jahr deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zusätzlich belasteten öffentlich gewordene Vertragsdiskussionen das Verhältnis zwischen Fahrer und Hersteller.
Ein vorzeitiger Wechsel zu Honda kam nicht zustande. Mit Quartararos mutmaßlichem Engagement dort schloss sich diese Option endgültig. Andere Alternativen galten als unrealistisch, sodass Yamaha als naheliegende Lösung verblieb.
Yamaha setzt auf Martin als sportlichen Neuanfang
Laut mehreren Berichten soll sich Jorge Martin mit Yamaha bereits einig sein. Der Vertrag für die Saison 2027 gilt als vorbereitet, die Unterschrift steht jedoch noch aus. Formal könnte diese in den kommenden Tagen erfolgen.
Für Yamaha wäre Martin ein zentraler Baustein im eigenen Neustart. Nach sportlich schwierigen Jahren soll der Weltmeister die Entwicklung des neuen Projekts mittragen und langfristig Stabilität bringen. Dass sich Yamaha frühzeitig um Ersatz für Quartararo bemüht hat, unterstreicht die strategische Bedeutung dieses Schrittes.

Offene Fragen und mögliche Folgen für den Fahrermarkt
Die Wechsel von Quartararo und Martin wirken sich direkt auf weitere Fahrer aus. Die Verträge von Alex Rins im Yamaha-Werksteam sowie von Jack Miller bei Pramac laufen Ende 2026 aus. Beide stehen angesichts schwacher Ergebnisse unter Beobachtung.
Gleichzeitig rückt Toprak Razgatlioglu in den Fokus. Der dreifache Superbike-Weltmeister steigt 2026 bei Pramac Racing in die MotoGP ein und besitzt einen direkten Yamaha-Vertrag bis Ende 2027. Damit wäre auch ein späterer Aufstieg ins Werksteam möglich.
Zwei Weltmeister als Auslöser einer Kettenreaktion
Die nahezu zeitgleichen Entscheidungen von Quartararo und Martin verdeutlichen, wie stark sich der MotoGP-Fahrermarkt bereits an der Zukunft orientiert. Beide Fahrer suchen sportliche Perspektiven jenseits kurzfristiger Ergebnisse, während Honda und Yamaha ihre Rollen für die neue Ära ab 2027 definieren.
Offizielle Bestätigungen stehen noch aus. Dennoch gilt als wahrscheinlich, dass diese beiden Wechsel den Ausgangspunkt für weitere bedeutende Entscheidungen im Fahrerlager bilden werden.
Was bedeutet das für mich als MotoGP-Fan?
Für den MotoGP-Fan bedeutet diese Entwicklung vor allem eines: Die kommenden Jahre werden stark von langfristigen Strategien geprägt sein und weniger von kurzfristigen Ergebnissen. Mit den mutmaßlichen Wechseln von Fabio Quartararo zu Honda und Jorge Martin zu Yamaha richten zwei der prägendsten Fahrer der Gegenwart ihren Fokus klar auf das neue Reglement ab 2027. Rennen in den Saisons 2025 und 2026 könnten dadurch stärker als Übergangsjahre wahrgenommen werden, in denen Entwicklung, Tests und Vorbereitung im Vordergrund stehen. Gleichzeitig erhöht sich die Spannung, weil mehrere Teams und Fahrer ihre Rollen neu definieren müssen. Für den Fan heißt das: weniger Planungssicherheit, mehr Spekulationen, häufige Personaldebatten und ein Fahrerlager, das sich schon jetzt auf eine neue Ära der MotoGP zubewegt.

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