Key Facts
- Aleix Espargaro fährt am ersten Shakedown Tag Bestzeit in 1:58,091 Minuten
- Ducati testet erstmals eine deutlich überarbeitete Aerodynamik
- Neun Fahrer stehen bei tropischen Bedingungen auf der Strecke
Nach der Winterpause ist die MotoGP zurück auf der Strecke. Auf dem Sepang International Circuit begann der dreitägige Shakedown Test, der traditionell Testfahrern, Rookies sowie Herstellern mit Concessions vorbehalten ist. Bei Temperaturen um 32 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit standen am Donnerstag insgesamt neun Fahrer auf der Strecke.
Honda setzt frühes Ausrufezeichen
Honda Testfahrer Aleix Espargaro bestimmte das Geschehen am ersten Tag. Der Spanier umrundete den Kurs in 1:58,091 Minuten und war damit gut eine halbe Sekunde schneller als sein Bruder Pol Espargaro, der für KTM im Einsatz war. Auffällig war dabei, dass Aleix Espargaro bereits früh auf Zeitenjagd ging und nicht nur Basisarbeit leistete. Im Vergleich zum ersten Shakedown Tag des Vorjahres steigerte sich Honda damit um rund 1,6 Sekunden.
KTM stark vertreten mit drei Testfahrern
KTM trat in Sepang mit einem ungewöhnlich großen Aufgebot an. Neben Pol Espargaro waren auch Dani Pedrosa und Mika Kallio im Einsatz. Pedrosa beendete den Tag auf Rang drei mit gut einer Sekunde Rückstand. Kallio sammelte vor allem Daten und blieb deutlich hinter den Spitzenzeiten zurück. Pol Espargaro stürzte am frühen Nachmittag in Kurve eins, blieb jedoch unverletzt und konnte das Training fortsetzen.
Rookies sammeln erste Eindrücke
Mit Spannung wurde der erste Auftritt der beiden MotoGP Rookies erwartet. Toprak Razgatlioglu überzeugte auf Anhieb und stellte die viertschnellste Zeit. Der Türke war damit schnellster Yamaha Pilot, obwohl er ohne Heckflügel und mit älterer Frontaerodynamik unterwegs war. Diogo Moreira belegte Rang acht und verlor knapp drei Sekunden auf die Spitze. Für beide stand klar das Kennenlernen der MotoGP Maschinen und der Strecke im Vordergrund.
Ducati testet neue Verkleidung
Große Aufmerksamkeit zog Ducati auf sich. Testfahrer Michele Pirro präsentierte am Nachmittag erstmals eine neue Aerodynamik. Auffällig waren deutlich größere vordere Winglets sowie veränderte seitliche Lufteinlässe. Ob diese Lösung bereits zum Saisonstart homologiert wird, ist offen. Pirro beendete den Tag auf Rang sechs und lag knapp 1,7 Sekunden hinter der Bestzeit.
Yamaha konzentriert sich auf Testarbeit
Yamaha nutzte den Shakedown vor allem für Entwicklungsarbeit am neuen V4 Projekt. Testfahrer Augusto Fernandez war ganztägig im Einsatz und belegte Rang fünf. Die Stammpiloten Fabio Quartararo, Alex Rins und Jack Miller verzichteten bewusst auf einen Einsatz, um Kräfte und Testressourcen für die kommenden Tage zu sparen.
Zwischenfälle und Rahmenbedingungen
Der erste Testtag verlief nicht ganz ohne Unterbrechungen. Zwei kurze Rotphasen unterbrachen das Geschehen, unter anderem wegen möglicher Verschmutzungen in Kurve eins. Trotz der Hitze blieb der sonst in Sepang übliche Nachmittagsregen aus, sodass bis 18 Uhr Ortszeit durchgehend getestet werden konnte.
Ergebnis MotoGP Shakedown Sepang 2026 – Tag 1
- Aleix Espargaro – Honda – 1:58,091
- Pol Espargaro – KTM – +0,524 s
- Dani Pedrosa – KTM – +1,052 s
- Toprak Razgatlioglu – Pramac Yamaha – +1,556 s
- Augusto Fernandez – Yamaha – +1,667 s
- Michele Pirro – Ducati – +1,712 s
- Lorenzo Savadori – Aprilia – +2,212 s
- Diogo Moreira – LCR Honda – +2,803 s
- Mika Kallio – KTM – +5,112 s
In den kommenden zwei Tagen stehen weitere Shakedown Sessions an, bevor ab Anfang Februar die offiziellen MotoGP Testfahrten in Sepang folgen. Erst dort werden auch die Stammpiloten aller Hersteller vollständig ins Geschehen eingreifen.
Was bedeutet das für mich als MotoGP Fan?
Der erste Shakedown Tag liefert noch keine belastbaren Aussagen über die Kräfteverhältnisse der Saison 2026, zeigt aber erste Tendenzen. Honda wirkt nach dem Winter gut vorbereitet und scheint zumindest auf eine Runde konkurrenzfähig zu sein. KTM bestätigt mit mehreren Fahrern in den Toprängen seine stabile technische Basis. Ducati signalisiert mit der neuen Aerodynamik, dass die Entwicklungsarbeit früh intensiv läuft, auch wenn die finale Bewertung erst bei den offiziellen Tests möglich sein wird. Für Yamaha und die Rookies steht klar die Grundlagenarbeit im Vordergrund, wobei insbesondere Toprak Razgatlioglu früh Anpassungsfähigkeit zeigt. Insgesamt deutet der Auftakt auf eine Saison hin, in der Entwicklungsfortschritte und Detailarbeit erneut eine zentrale Rolle spielen dürften.

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