- Umsatzwachstum von 212 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2025
- Erstmals EBITDA-profitables Quartal in der Firmengeschichte
- Ergebnis liegt über dem internen Budget des Unternehmens
Die aus Barcelona stammende Firma, die 2020 gegründet wurde und vor drei Jahren ihre ersten Motorräder an Kunden auslieferte, bezeichnet die aktuelle Entwicklung als wichtigsten finanziellen Meilenstein bisher. Das Umsatzplus entspricht einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahr, beziehungsweise dem Faktor 3,12. Gleichzeitig übertraf das Unternehmen nach eigenen Angaben seine internen Planzahlen. Anton Wass, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Stark Future, ordnet die Zahlen so ein: „We set a plan, we exceeded it, and we did it profitably. Three years ago, Stark delivered its first motorcycles to customers. Today it is one of the world’s fastest growing tech companies, ahead of budget, EBITDA profitable, and continuing to scale because the products keep winning significant market share.“ Auf Deutsch: „Wir haben einen Plan aufgestellt, ihn übertroffen und das profitabel. Vor drei Jahren lieferte Stark die ersten Motorräder an Kunden aus. Heute ist das Unternehmen eines der am schnellsten wachsenden Tech-Unternehmen weltweit, vor Budget, EBITDA-profitabel und wächst weiter, weil die Produkte signifikante Marktanteile gewinnen.“

Starker Jahresabschluss 2025 als Fundament
Die aktuellen Quartalszahlen bauen auf einem bereits dynamischen Jahr 2025 auf. Damals verbuchte Stark Future ein Umsatzwachstum von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte einen Jahresumsatz von 115 Millionen Euro (circa 126 Millionen US-Dollar). In fünf der letzten neun Monate des Jahres 2025 arbeitete das Unternehmen bereits profitabel, was den nun vollzogenen Schritt zur Ertragsstärke über ein ganzes Quartal vorbereitete.
Bemerkenswert ist dabei die Kombination aus Wachstum und Ertragskraft. Viele junge Hardware-Hersteller im Technologiesektor erreichen die Schwelle zur EBITDA-Profitabilität erst deutlich später, weil Investitionen in Produktentwicklung, Produktion und internationale Expansion hohe Verluste erzeugen. Stark Future kommuniziert, dass das aktuelle Wachstum nicht durch nicht tragfähige Verluste finanziert werde, sondern durch tatsächliche Marktnachfrage, Produktstärke und zunehmend disziplinierte Umsetzung.
VARG-Plattform als Wachstumstreiber
Im Zentrum der Geschäftsentwicklung steht die VARG-Plattform, auf der sämtliche Modelle des Herstellers aufbauen. Die neu eingeführte VARG SM, die Supermoto-Variante der Baureihe, übertrifft laut Unternehmen die Erwartungen. Das ursprünglich formulierte Ziel, mit der VARG SM im ersten Jahr am Markt mehr als drei Prozent globalen Marktanteil zu erreichen, soll deutlich überschritten werden. Anton Wass spricht davon, dass sich dieses Ziel bereits nach einem Quartal als vorsichtig kalkuliert erweise und die Expansion in weitere Straßenmotorrad-Kategorien zusätzliches Potenzial berge.
Die beiden zuvor eingeführten Modelle, die VARG MX für den Motocross-Einsatz und die VARG EX für die Enduro-Sparte, haben die Drei-Prozent-Marke global bereits erreicht. Damit sieht das Unternehmen einen Nachweis erbracht, dass sich das Geschäftsmodell vom Offroad-Segment hinaus in das Straßensegment übertragen lässt.

Marktanteile in Europa auf Rekordniveau
Besonders deutlich sind die Zahlen im Enduro-Segment. Die VARG EX ist nach Angaben von Stark Future das meistverkaufte Enduro-Modell in Deutschland, Frankreich und Italien. In Deutschland soll der Marktanteil im ersten Jahr der kommerziellen Verfügbarkeit bei rund 50 Prozent gelegen haben. Stark Future bezeichnet diesen Wert als schnellste Kategorie-Durchdringung in der bekannten Geschichte eines Fahrzeugsegments. In mehreren weiteren Märkten hat das Unternehmen nach eigenen Angaben ebenfalls Marktanteile von mindestens 20 Prozent im Enduro-Segment erreicht.
Deutschland, Frankreich und Italien gelten als drei der anspruchsvollsten Motorradmärkte Europas. Eine frühe Führungsposition in diesen Ländern wertet Stark Future als Signal dafür, dass elektrische Motorräder nicht mehr nur als Alternative betrachtet würden, sondern zunehmend aufgrund von Produkteigenschaften, Leistung, Alltagstauglichkeit und geringerem Wartungsaufwand aktiv gewählt würden.
Investitionen in Produktion und Qualitätskontrolle
Parallel zum Verkaufswachstum hat das Unternehmen in den zurückliegenden Monaten in die industrielle Basis investiert. Die Maßnahmen umfassen eine Ausbalancierung der Fertigungslinien, automatisierte Endprüfungen am Ende der Produktionslinie sowie app-basierte Servicewerkzeuge, die Reparaturen beschleunigen und Lieferzeiten verlässlicher planbar machen sollen. Ziel dieser Schritte ist nach Darstellung von Stark Future eine skalierbare Infrastruktur, die das Wachstum nicht nur kurzfristig trägt, sondern auch langfristig absichert.
Die Tatsache, dass das Unternehmen die EBITDA-Profitabilität trotz dieser Investitionen erreicht, wertet der Hersteller als Zeichen operativer Reife. Parallel fließen weitere Mittel in Batterieentwicklung, Elektromotor-Innovationen sowie in vernetzte Fahrzeugsysteme. Zur Absicherung der Skalierung hat Stark Future Liefervereinbarungen mit den Batteriezellen-Herstellern EVE und Wanxiang A123 geschlossen.

USA als wichtigster Markt, Börsengang in Vorbereitung
Die Vereinigten Staaten bleiben für Stark Future der größte Einzelmarkt. Dort baut das Unternehmen derzeit das Händlernetz, die Service-Abdeckung und die Ersatzteilversorgung aus und führt Gespräche über eine breitere Einzelhandelsfinanzierung, um das Wachstum in Nordamerika zu beschleunigen. Von der Produktions- und Entwicklungszentrale in Barcelona aus investiert der Hersteller zusätzlich in die Ausweitung der Plattform auf größere Motorradkategorien.
Der Schritt an die Börse ist Teil der mittelfristigen Planung. Stark Future bereitet nach eigenen Angaben einen Börsengang innerhalb der nächsten drei Jahre vor. Im Jahr 2026 will das Unternehmen zusätzliches Kapital einsammeln, um die Expansion in größere globale Motorradsegmente zu finanzieren. Anton Wass verknüpft den Ausblick mit einer weitreichenden Prognose für die gesamte Branche und spricht darüber, dass das dritte Produktionsjahr das Jahr gewesen sei, in dem das Geschäftsmodell bewiesen wurde. Im zehnten Jahr werde sich nach seiner Einschätzung zeigen, dass bis 2035 rund 99 Prozent aller verkauften Motorräder elektrisch seien.

Häufige Fragen
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Wie stark ist Stark Future im ersten Quartal 2026 gewachsen?
Stark Future meldet für das erste Quartal 2026 ein Umsatzwachstum von 212 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Das entspricht einer Verdreifachung des Umsatzes. Gleichzeitig erreichte das Unternehmen erstmals ein EBITDA-profitables Quartal.
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Welchen Umsatz hat Stark Future 2025 erwirtschaftet?
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Stark Future einen Umsatz von 115 Millionen Euro (circa 126 Millionen US-Dollar) und verzeichnete damit ein Wachstum von 77 Prozent gegenüber dem Vorjahr. In fünf der letzten neun Monate des Jahres arbeitete das Unternehmen bereits profitabel.
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Welchen Marktanteil hat die Stark VARG EX in Deutschland?
Die VARG EX soll in Deutschland im ersten Jahr der kommerziellen Verfügbarkeit rund 50 Prozent Marktanteil im Enduro-Segment erreicht haben. Sie ist laut Stark Future das meistverkaufte Enduro-Modell in Deutschland, Frankreich und Italien.
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Plant Stark Future einen Börsengang?
Ja. Stark Future bereitet nach eigenen Angaben einen Börsengang innerhalb der nächsten drei Jahre vor. Bereits 2026 will das Unternehmen zusätzliches Kapital einsammeln, um die Expansion in größere Motorradkategorien zu finanzieren.
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Wer liefert die Batteriezellen für Stark Future?
Für die Skalierung der Produktion hat Stark Future Liefervereinbarungen mit EVE und Wanxiang A123 geschlossen. Beide Partner sollen die Versorgung mit Batteriezellen absichern.

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