- FCR Original bietet die Escape-Aufbereitung für die Scrambler 400 X und 400 XC an
- Umfangreiche Modifikationen an Fahrwerk, Auspuff, Beleuchtung und Schutzkomponenten
- Die Aufbereitung wurde auf der Rétromobile 2026 in Paris erstmals öffentlich gezeigt
Die Triumph Scrambler 400 gehört zu den zugänglichsten Modellen im aktuellen Triumph-Programm. Mit ihrem 398-Kubikzentimeter-Einzylinder, dem aufrechten Sitzkonzept und der A2-Tauglichkeit richtet sie sich an Einsteiger ebenso wie an erfahrene Fahrer, die ein unkompliziertes Zweitrad suchen. Genau an diesem Punkt setzt die französische Werkstatt FCR Original mit Sitz in Chauvigny an und verwandelt die kleine Britin in ein deutlich offroad-orientierteres Motorrad.

FCR Original: eine Werkstatt zwischen Handwerk und Serie
FCR Original ist kein klassischer Einzelstück-Customizer, sondern versteht sich als Manufaktur für konfigurierbare Motorradaufbereitungen. Die Werkstatt im französischen Chauvigny bei Poitiers hat sich auf Triumph-Modelle spezialisiert und bietet neben kompletten Umbauten auch ein eigenes Zubehörprogramm unter dem Namen FCR Accessoires an. Die Escape-Aufbereitung für die Scrambler 400 wurde erstmals im Dezember 2025 vorgestellt und auf der Rétromobile 2026 in Paris einem breiteren Publikum präsentiert.
Der Ansatz von FCR Original unterscheidet sich dabei von vielen Custom-Werkstätten. Statt radikaler Umbauten, die ein Motorrad auf einen einzigen Einsatzzweck zuschneiden, setzt die Werkstatt auf ausgewogene Maschinen, die sowohl auf der Straße als auch abseits befestigter Wege funktionieren sollen. Die Escape-Aufbereitung ist kein Einzelstück, sondern ein konfigurierbares Paket, das individuell an die Wünsche des jeweiligen Käufers angepasst werden kann.
Zwei Basismodelle, ein Konzept
Die Escape-Aufbereitung wird für beide Varianten der Scrambler 400 angeboten: die stärker straßenorientierte Scrambler 400 X und die ab Werk bereits geländetauglichere Scrambler 400 XC. Auf Basis der 400 X betont die Aufbereitung Eleganz und Vielseitigkeit, während sie auf der 400 XC den Abenteuer-Charakter weiter ausbaut. In beiden Fällen bleibt die A2-Kompatibilität erhalten, was die Escape auch für Führerschein-Neulinge interessant macht.
Die technische Basis bleibt unangetastet. Der 398-Kubikzentimeter-Einzylinder behält seine Serienabstimmung und damit die für den Alltagseinsatz ausgelegte Flexibilität. Die Modifikationen konzentrieren sich stattdessen auf Fahrwerk, Schutzkomponenten, Ergonomie und die optische Erscheinung.

Was die Escape von der Serie unterscheidet
Die Liste der Modifikationen ist umfangreich. An der Front wurde der Scheinwerfer samt Einfassung, Scheinwerferschutz und Blinker erneuert. Eine spezifische Scheinwerferkappe mit eigener Lackierung soll dem Motorrad mehr Präsenz verleihen, während eine neu gestaltete Gabelabdeckung die Linienführung betont. Dazu kommt ein Kühlerschutzgitter, das den freiliegenden Kühler vor Steinschlag und Fremdkörpern schützen soll.
Im unteren Bereich sorgen ein Motorschutz und ein speziell entworfener Kettenschutz für zusätzlichen Schutz bei Geländefahrten. Die serienmäßige Bereifung wurde durch Offroad-taugliche Continental-Reifen ersetzt, die sowohl auf Schotter als auch auf Asphalt funktionieren sollen.
Die serienmäßige Auspuffanlage weicht einem hochmontierten System mit eigenem Schalldämpfer. Die höhere Positionierung hat nicht nur optische Gründe, sondern erhöht auch die Wattiefe bei Wasserdurchfahrten. Laut FCR Original soll die Anlage einen prägnanteren Sound liefern, ohne den Alltagskomfort einzuschränken.
Ergonomisch wurde die Sitzbank überarbeitet, um auf längeren Fahrten mehr Komfort zu bieten. Am Heck finden sich ein Gepäckträger sowie integriertes Softgepäck, das die Escape auch für mehrtägige Ausfahrten rüsten soll. Seitenplatten mit exklusivem Design und Custom-Lackierung ergänzen die Optik und verleihen dem Motorrad eine geschlossene, eigenständige Silhouette.
Grafische Identität statt Understatement
Optisch setzt die Escape auf eine betont grafische Gestaltung. Der Tank erhält eine aufwendige Custom-Lackierung, die den Offroad-Charakter unterstreichen soll. Die Farbgebung zieht sich über die Seitenplatten und die Scheinwerferkappe, sodass ein visuell stimmiges Gesamtbild entsteht. FCR Original bietet verschiedene Farbvarianten an, darunter Schwarz, Beige, Eisblau und ein dunkles Grün mit topographischen Motiven. Die Gestaltung orientiert sich an modernen Outdoor-Konzepten und soll Bewegung und Freiheit vermitteln.

Kein starres Modell, sondern ein evolutionäres Konzept
FCR Original betont, dass die Escape keine fixe Konfiguration ist. Die Aufbereitung versteht sich als modulares System, bei dem einzelne Komponenten auch nachträglich ergänzt oder verändert werden können. Wer sein Motorrad zunächst nur mit einzelnen Schutzkomponenten oder dem Auspuffsystem ausstatten möchte, kann das tun und die Escape-Aufbereitung über die Zeit erweitern. Über den hauseigenen Zubehörshop FCR Accessoires sind viele der verwendeten Teile auch einzeln erhältlich, darunter Kühlerschutzgitter, Motorschutz, Kennzeichenhalter mit LED-Blinkern und Luftfilter.
Preise und Verfügbarkeit
Konkrete Preise für die komplette Escape-Aufbereitung nennt FCR Original bislang nicht öffentlich. Die Werkstatt arbeitet auf Anfrage und stimmt den Umfang der Aufbereitung individuell mit dem Kunden ab. Einzelne Zubehörteile aus dem FCR-Accessoires-Programm sind über den Online-Shop bestellbar und werden aus der Werkstatt in Chauvigny innerhalb von 24 bis 48 Stunden versandt, europaweit mit einer Lieferzeit von drei bis sieben Werktagen.

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