- Zweite Speedweek 2026 läuft vom 3. bis 9. August ohne zentralen Schwerpunkttag
- ROADPOL richtet vom 1. bis 7. Juni eine eigene Aktionswoche für Zweiradfahrer aus
- Übliche Sanktionen bei Verstößen: Bußgeld, Punkte in Flensburg und Fahrverbot
Nach dem Ende der großen April-Aktion folgt die zweite Speedweek des Jahres vom 3. bis 9. August. Parallel dazu plant das europäische Polizeinetzwerk ROADPOL eine eigene Kontrollwoche, die sich gezielt an Zweiradfahrer richtet.
Der erste Blitzermarathon des Jahres 2026 ist beendet. Von Montag, 13. April, bis Sonntag, 19. April, lief die sogenannte Speedweek bundesweit, wobei sich mit Ausnahme des Saarlands alle Bundesländer beteiligt hatten. Höhepunkt der Aktion war der 15. April. Zu schnelles Fahren gilt weiterhin als eine der häufigsten Unfallursachen. Mit den verstärkten Kontrollen will die Polizei die Autofahrer und Motorradfahrer daran erinnern, die geltenden Tempolimits einzuhalten.
Speedweek im August ohne Schwerpunkttag
Die zweite große Kontrollphase des Jahres beginnt am Montag, 3. August, und endet am Sonntag, 9. August. Anders als im Frühjahr gibt es in diesem Zeitraum keinen speziellen Blitzer-Tag. Die Messungen verteilen sich mit relativ gleichförmiger Intensität über die komplette Woche. Die Aktion fällt mitten in die Sommerferien, was gerade für Reisende auf Urlaubsrouten und für Motorradfahrer auf den klassischen Kurvenstrecken Bedeutung hat.
Die Beteiligung der Bundesländer fällt bei der Sommer-Aktion traditionsgemäß deutlich geringer aus als im April. Kontrolliert wird dennoch flächendeckend, sowohl auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts. Besondere Aufmerksamkeit gilt unfallträchtigen Streckenabschnitten und Bereichen mit erhöhter Gefährdungslage wie Schulen, Baustellen, Kindergärten, Altenheimen und Krankenhäusern.
Sanktionen bei Tempoverstößen
Wer während der Speedweek in eine Radarfalle gerät, muss mit den regulären Konsequenzen des Bußgeldkatalogs rechnen. Dazu zählen Geldbußen, Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg und bei gravierenden Verstößen ein Fahrverbot. Eine Sonderbehandlung oder verschärfte Strafen gibt es während der Aktionswoche nicht, allein die Kontrolldichte steigt.
Eigene ROADPOL-Kontrollwoche für Zweiradfahrer
Der Blitzermarathon ist Teil eines größeren Jahreskalenders des europäischen Verkehrspolizei-Netzwerks ROADPOL. Neben den beiden Speedweeks im April und August finden über das Jahr verteilt weitere Aktionswochen mit unterschiedlichen Schwerpunkten statt. Für Motorradfahrer besonders relevant ist die Operation Two-Wheelers, die 2026 vom 1. bis 7. Juni läuft.
Die Aktionswoche richtet sich an alle zweirädrigen Verkehrsteilnehmer, also Fahrer von Motorrädern, Mopeds, Fahrrädern und Scootern. Anders als beim Blitzermarathon stehen nicht ausschließlich Geschwindigkeitsverstöße im Fokus. ROADPOL definiert vier zentrale Kontrollbereiche: den technischen Zustand des Fahrzeugs, die Schutzausrüstung, die Sichtbarkeit und das Fahrerverhalten. Kontrolliert wird also nicht nur, wie schnell gefahren wird, sondern auch, in welchem Zustand die Maschine ist, welche Ausrüstung getragen wird und wie sich der Fahrer im Verkehr bewegt.
Hintergrund der Aktion
Die Operation Two-Wheelers geht auf eine Pilot-Initiative zurück. Nach positiven Erfahrungen wird die Kontrollwoche 2026 europaweit ausgeweitet. ROADPOL begründet den eigenen Fokus auf Zweiräder mit der wachsenden Bedeutung dieser Fortbewegungsart und dem erhöhten Risiko der Fahrer. Zweiradfahrer gelten als besonders verletzliche Verkehrsteilnehmer. Laut ROADPOL soll die Aktion die Sicherheit dieser Gruppe verbessern.
Einschätzung des ADAC zum Blitzermarathon
Der ADAC bewertet die Aktionswochen grundsätzlich positiv. Sie sollen einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, indem sie die Gefahren überhöhter Geschwindigkeit in den Fokus rücken und die Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Durch die intensive Medienberichterstattung werde nicht nur erreicht, wer tatsächlich geblitzt werde, sondern ein deutlich größerer Personenkreis. Allerdings könnten mit einer einzelnen Aktion nicht alle Risiken im Straßenverkehr dauerhaft ausgeräumt werden.
Ulrich Chiellino, Leiter ADAC Verkehrspolitik, ordnet den Sinn der Aktion grundsätzlich ein: „Die Geschwindigkeit ist an die Umgebung anzupassen. So gesehen ist ein Tempolimit auch als Limit und nicht als Empfehlung zu verstehen. Jeder Verkehrsteilnehmende sollte sein Verhalten immer wieder hinterfragen und falls nötig verändern. Wir alle sind aufgefordert, mehr Achtung zu zeigen.“
Was Motorradfahrer 2026 beachten sollten
Für Motorradfahrer ergeben sich aus dem ROADPOL-Kalender 2026 gleich zwei relevante Aktionszeiträume. Die Woche vom 1. bis 7. Juni steht ganz im Zeichen der Zweiradkontrollen mit Blick auf Technik, Ausrüstung, Sichtbarkeit und Fahrverhalten. Vom 3. bis 9. August folgt die zweite Speedweek des Jahres, die sich zwar primär an alle motorisierten Verkehrsteilnehmer richtet, Motorradfahrer aber gleichermaßen trifft. Wer in dieser Zeit unterwegs ist, sollte sich auf eine erhöhte Kontrolldichte einstellen und damit rechnen, dass neben der Geschwindigkeit auch Ausrüstung und technischer Zustand des Motorrads genauer geprüft werden können.
Häufige Fragen
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Wann findet der Blitzermarathon im August 2026 statt?
Die zweite Speedweek des Jahres 2026 läuft vom 3. bis 9. August. Einen speziellen 24-Stunden-Blitzer-Tag gibt es in diesem Zeitraum nicht, die Kontrollen verteilen sich gleichmäßig über die Woche.
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Welche Strafen drohen beim Blitzermarathon 2026?
Für Tempoverstöße während der Aktion gelten die üblichen Sanktionen des Bußgeldkatalogs. Dazu zählen Bußgelder, Punkte in Flensburg sowie bei gravierenden Überschreitungen ein Fahrverbot.
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Was ist die ROADPOL Operation Two-Wheelers?
Die Operation Two-Wheelers ist eine eigene europaweite Aktionswoche, die 2026 vom 1. bis 7. Juni stattfindet. Kontrolliert werden Fahrer von Motorrädern, Mopeds, Fahrrädern und Scootern mit Schwerpunkt auf Fahrzeugzustand, Schutzausrüstung, Sichtbarkeit und Fahrerverhalten.
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Warum ist die Beteiligung im August geringer als im April?
Die Sommer-Aktion fällt mitten in die Sommerferien, in denen personelle Kapazitäten in vielen Bundesländern eingeschränkt sind. Die Beteiligung an der Frühjahrs-Aktion ist daher traditionell deutlich stärker ausgeprägt als im August.

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