- Alex Marquez gewinnt auf der Gresini-Ducati souverän den MotoGP-GP von Spanien 2026
- Weltmeister Marc Marquez stürzt in Kurve 11, bleibt aber unverletzt
- Bezzecchis Serie von fünf Grand-Prix-Siegen in Folge endet
Der vierte Lauf der MotoGP-Saison 2026 auf dem Circuito de Jerez – Ángel Nieto endete mit einem Sieg von Alex Marquez auf der Gresini-Ducati. Der 30-jährige Spanier wiederholte damit seinen Vorjahreserfolg und holte sich seinen ersten Saisonsieg 2026. Bei trockenen und sonnigen Bedingungen verfolgten rund 96.500 Fans das Rennen über 25 Runden, bei dem alle Fahrer auf Medium-Reifen vorne und hinten setzten.

Marc Marquez führt kurz, dann kommt der Sturz
Von der Pole-Position startete der amtierende Weltmeister Marc Marquez auf seiner Lenovo-Ducati stark und übernahm sofort die Führung. Hinter ihm sortierte sich das Feld in der ersten Runde neu. Marco Bezzecchi auf der Aprilia schob sich zunächst auf Platz zwei, wurde aber noch in der ersten Runde von Alex Marquez in der Angel-Nieto-Kurve überholt. Auch Jorge Martin zeigte eine herausragende erste Runde und arbeitete sich trotz Drei-Plätze-Startstrafe (wegen einer Behinderung von Alex Marquez im Training) vom zehnten Startplatz auf den vierten Rang vor.
In der zweiten Runde übernahm Alex Marquez dann die Führung, als er seinen Bruder in der Dani-Pedrosa-Kurve ausbremste. Kurz darauf ereignete sich der folgenschwere Moment des Rennens: Marc Marquez verlor in der schnellen Rechtskurve 11 das Vorderrad. Seine Ducati GP26 überschlug sich mehrfach im Kiesbett. Der siebenfache Weltmeister blieb zum Glück unverletzt und konnte sofort aufstehen, doch sein Rennen war nach nicht einmal drei kompletten Runden beendet.
Alex Marquez fährt souverän zum Sieg
Nach dem Ausfall des Weltmeisters führte Alex Marquez vor Bezzecchi, Martin und Di Giannantonio. Letzterer schnappte sich noch in Runde vier den dritten Platz von Martin in der Pedrosa-Kurve. In der Anfangsphase blieb Bezzecchi dem Führenden noch mit einer halben Sekunde Rückstand dicht auf den Fersen. Doch ab der achten Runde zog der Gresini-Fahrer das Tempo an und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.
„Es ist schwer, das in Worte zu fassen“, sagte Alex Marquez nach dem Rennen. „Wir hatten einen schwierigen Saisonstart, aber dieses Wochenende hat uns neuen Schwung gegeben.“ Sein Rhythmus sei bis zum Ende gut gewesen, konstant im 1:37er-Bereich. Zur Halbzeit des Rennens betrug sein Vorsprung auf Bezzecchi bereits zwei Sekunden, und daran änderte sich bis zur Ziellinie nichts mehr.

Doppelter Ausfall für das Ducati-Werksteam
Für das Ducati-Lenovo-Team wurde der Sonntag zum Desaster. Nachdem Marc Marquez bereits in der Anfangsphase gestürzt war, traf es in Runde 13 auch seinen Teamkollegen Francesco Bagnaia. Der zweifache Weltmeister wurde plötzlich langsam, fiel vom neunten auf den letzten Platz zurück und musste mit einem technischen Problem an die Box. Das Werksteam aus Borgo Panigale wartet damit seit mittlerweile neun Grands Prix auf einen Podestplatz.
Bezzecchis Siegesserie endet, Aprilia dennoch stark
Marco Bezzecchi hatte nach seinem Ausfall im Sprint am Samstag am Sonntag deutlich bessere Karten, konnte dem Tempo von Alex Marquez aber nicht folgen. Sein Rückstand wuchs im Rennverlauf stetig an. Der Italiener sicherte sich dennoch Platz zwei und baute seine WM-Führung weiter aus, da sein Teamkollege Jorge Martin nur Vierter wurde.
„Nach gestern war es wichtig, heute ein gutes Rennen zu fahren, auch weil wir das ganze Wochenende über gewisse Probleme hatten“, erklärte Bezzecchi. „Alex war heute für mich zu schnell. Glückwunsch an ihn, er hat es verdient.“
Damit endete Bezzecchis beeindruckende Serie von fünf Grand-Prix-Siegen in Folge, die bis nach Portimão 2025 zurückreichte. Gleichzeitig wurde nach 121 aufeinanderfolgenden Runden, in denen Bezzecchi die GP-Rennen angeführt hatte, erstmals wieder ein anderer Fahrer als Erster abgewinkt. Es war zudem der erste Ducati-Grand-Prix-Sieg seit Alex Marquez‘ Triumph in Malaysia im vergangenen Oktober.
Fabio Di Giannantonio holte sich auf der VR46-Ducati den dritten Platz und damit seinen zweiten Podestplatz der Saison nach Rang drei in Brasilien. „Natürlich muss ich zufrieden sein. Zum ersten Mal sind wir hier in Jerez so konkurrenzfähig“, sagte der Italiener. „Aber ich glaube, wir haben bei der Abstimmung etwas liegen lassen.“

Vier Aprilias in den Top sechs
Hinter Martin auf Platz vier lieferten sich die beiden Trackhouse-Aprilia-Fahrer Ai Ogura und Raul Fernandez ein Duell um die Plätze fünf und sechs, das erst in der letzten Runde entschieden wurde. Ogura überholte seinen Teamkollegen in der Pedrosa-Kurve und sicherte sich Rang fünf. Damit fuhren alle vier Aprilias in die Top sechs, auch wenn der Sieg an Ducati ging.
Johann Zarco auf der LCR-Honda, der am Samstag noch aus der ersten Startreihe gestartet war, kam als Siebter ins Ziel. Dahinter folgten Enea Bastianini (Tech3-KTM) auf Platz acht, Fermin Aldeguer (Gresini-Ducati) auf Rang neun und Pedro Acosta (KTM) auf Position zehn. Acosta hatte in der Anfangsphase Kontakt mit Raul Fernandez, wobei Teile seiner Aerodynamik verloren gingen, was seine Pace im restlichen Rennen beeinträchtigte.
WM-Punkte und Ausfälle
Die Plätze elf bis 15 belegten Brad Binder (KTM), Franco Morbidelli (VR46-Ducati), Luca Marini (Honda), Fabio Quartararo (Yamaha) und Joan Mir (Honda). Mir musste im Rennen eine doppelte Long-Lap-Penalty absolvieren, weil er am Samstag im Training die Schwarz-Orange-Flagge ignoriert hatte. Auch Toprak Razgatlioglu (Pramac-Yamaha) fuhr eine Long-Lap-Strafe für die Kollision mit Lorenzo Savadori im Sprint. Der Superbike-Weltmeister kam nur als 19. ins Ziel. Savadori selbst gab das Rennen aufgrund der Folgen eben jener Kollision auf und war neben Marc Marquez und Bagnaia der dritte Ausfall.

WM-Stand nach dem Spanien-GP
In der Fahrerwertung bleibt Marco Bezzecchi nach vier von 22 Rennen trotz des Endes seiner Siegesserie an der Spitze der Weltmeisterschaft. Der Italiener baute durch seinen zweiten Platz am Sonntag seine Führung sogar weiter aus, nachdem sein Teamkollege Jorge Martin als Vierter weniger Punkte einsammelte. Marc Marquez liegt nach seinem Nullpunkt-Sonntag mittlerweile 44 WM-Punkte hinter Bezzecchi. Für Alex Marquez war der Sieg ein wichtiger Schritt nach dem schwierigen Saisonstart mit dem Gresini-Team.
Der nächste Grand Prix findet am 10. Mai auf dem legendären Bugatti-Circuit in Le Mans statt, wo im vergangenen Jahr Johann Zarco seinen Heim-Grand-Prix gewann.

Häufige Fragen
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Wer hat den MotoGP-GP von Spanien 2026 gewonnen?
Alex Marquez auf der Gresini-Ducati gewann den Grand Prix von Spanien 2026 in Jerez. Es war sein erster Saisonsieg und sein zweiter Jerez-Triumph in Folge nach 2025.
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Warum ist Marc Marquez in Jerez gestürzt?
Marc Marquez verlor in der schnellen Rechtskurve 11 im vierten Sektor das Vorderrad. Der Sturz ereignete sich in Runde drei des Rennens. Seine Ducati überschlug sich mehrfach, der Fahrer blieb aber unverletzt.
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Wie ist der MotoGP-WM-Stand nach dem Spanien-GP 2026?
Nach vier Rennen führt Marco Bezzecchi die WM weiterhin an. Marc Marquez liegt 44 Punkte hinter der Spitze. Alex Marquez konnte sich durch seinen Sieg in der Gesamtwertung nach vorne arbeiten.
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Warum ist Bagnaia beim Spanien-GP ausgefallen?
Francesco Bagnaia musste in Runde 13 wegen eines technischen Problems aufgeben. Zusammen mit dem Sturz von Marc Marquez erlebte das Ducati-Lenovo-Werksteam einen Doppelausfall. Das Team wartet seit neun Grands Prix auf einen Podestplatz.
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