- 300 gemeldete Aktive bedeuten einen neuen Teilnehmerrekord in der Geschichte des Bergklassikers
- Acht Nationen waren am Start, darunter Österreich, Deutschland, Italien und die Tschechische Republik
- Mit sechs Damen in der Nennliste wurde ein weiterer Höchstwert erreicht
Das FUCHS Silkolene Motorrad-Bergrennen von Landshaag nach St. Martin im Mühlkreis gilt als schnellstes Bergrennen Europas. Die vom MSC Rottenegg ausgerichtete Veranstaltung zählte in diesem Jahr zur FIM Europe Bergeuropameisterschaft, zur Historischen Bergeuropameisterschaft sowie zur Österreichischen Motorrad-Bergrennsport-Staatsmeisterschaft. Während an anderer Stelle bereits über den Rennverlauf und die Podiumsplätze berichtet wurde, zeigt der Blick auf die Rahmendaten, warum dieser Jahrgang eine besondere Stellung in der Vereinsgeschichte einnimmt.
300 Nennungen als neue Schallmauer
Mit exakt 300 gemeldeten Aktiven überschritt der MSC Rottenegg eine Marke, die im Vorjahr noch außer Reichweite schien. 2025 waren 260 Fahrer in der Nennliste gestanden. Der Sprung um 40 Starter bedeutet ein Plus von gut 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Organisatoren sprechen inoffiziell auch von einer Zuschauerkulisse, die den Besucherrekord aus dem Vorjahr erneut übertroffen haben soll. Parkflächen waren bereits in den frühen Morgenstunden ausgelastet, die FF Landshaag übernahm die logistische Abwicklung rund um den Andrang.
Die 3.620 Meter lange Landesstraße L1507 zwischen Landshaag und St. Martin verwandelt sich einmal jährlich in eine Rennstrecke. 1979 fand die erste Auflage statt, womit sich die Veranstaltung der 50-Jahr-Marke nähert. Die 46. Ausgabe ist für April 2027 angesetzt.
Acht Nationen im Fahrerlager
Das internationale Startfeld setzte sich aus Fahrern und Teams aus acht Nationen zusammen. Neben den zahlreichen österreichischen Lokalmatadoren waren Fahrer aus Belgien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden und der Schweiz am Start. Die internationale Vielfalt spiegelt sich auch in den Ergebnissen wider: Der Franzose Simon Romieu gewann die Klasse 250 GP vor dem Italiener Guido Testoni und dem Belgier Bernard Depierreux. Der Schweizer 250-GP-Veteran Rolf Haller bezeichnete die Veranstaltung als motorsportliches Saisonhighlight, das lediglich zu früh im Jahr stattfinde.
Auffällig war in diesem Jahr das Fehlen einiger bekannter ausländischer Gäste. Die Italiener Maurizio Bottalico und Stefano Bonetti, die 2025 die zweiten und vierten Gesamtränge belegt hatten, konzentrieren sich 2026 ausschließlich auf internationale Straßenrennen wie das North West 200, die TT und den Macau Grand Prix.

Elf Fahrer unter 1:15 Minuten
Elf Fahrer blieben am Rennsonntag unter der Marke von 1:15 Minuten. Thomas Altenhuber führte die Liste mit 1:11,339 Minuten an, gefolgt von Markus Mitterbauer mit 1:11,704 Minuten und Salvatore Sallustro mit 1:12,203 Minuten. Gabriele Peticca fuhr 1:12,823 Minuten, Thomas Altendorfer 1:13,423 Minuten, Manuel Schleindlhuber 1:13,430 Minuten und sein Bruder Harald Schleindlhuber 1:13,602 Minuten. Alexander Kastenhuber war mit 1:13,723 Minuten schnellster Supersport-Pilot. Mario Grunwald kam auf 1:14,107 Minuten, Emanuel Reisinger auf 1:14,419 Minuten und Mario Gastinger auf 1:14,913 Minuten.
Auf die Liste der Landshaag-Rekordhalter unter 1:12 Minuten konnte sich in diesem Jahr niemand neu eintragen. Die niedrigen Asphalttemperaturen verhinderten, dass einer der vier aktiven Fahrer mit Sub-1:12-Bestzeiten, also David Datzer, Thomas Altenhuber, Markus Mitterbauer und Manuel Schleindlhuber, seine persönliche Bestzeit verbesserte. In der historischen Rekordliste der 13 Fahrer mit Sub-1:12-Zeiten finden sich neben den vier aktiven Piloten auch Maurizio Bottalico, Andreas Gangl, der vierfache Landshaag-Gesamtsieger Wolfgang Gammer, Thomas Berghammer, Christian Zaiser, Stefano Bonetti, Christian Wiesinger-Mayr, Jean-Luc David und Thomas Ecker.
Der Streckenrekord von David Datzer aus dem Jahr 2025 mit 1:08,795 Minuten, der einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 189,43 km/h entspricht, blieb bestehen. Das vom Veranstalter ausgelobte Extrapreisgeld für einen neuen Rekord verbleibt damit in der Kasse des MSC Rottenegg.
Sechs Damen: neuer Höchstwert
Die Damenwertung war 2026 so stark besetzt wie noch nie. Sieben Fahrerinnen gingen an den Start, wovon sechs in der offiziellen Nennliste geführt wurden. Die Tschechin Kristyna „Kiki“ Jakesch holte sich den Pokal der schnellsten Frau mit einer persönlichen Bestzeit von 1:27,340 Minuten. Sie wird seit dem Vorjahr von David Datzer als Fahrtrainer unterstützt. Hinter Jakesch reihten sich Nicole Furruther mit 1:28,548 Minuten und Magdalena Gamperl mit 1:30,811 Minuten ein. Julie „Juju“ Orlando kam auf 1:35,208 Minuten, Manuela Voglreiter auf 1:38,852 Minuten, Karina Taibl auf 1:48,393 Minuten und Petra Fischer auf 1:51,110 Minuten.
Die schnellste Frau des Vorjahres, Svenja „Svenschi“ Wurm, konnte in diesem Jahr verletzungsbedingt nicht an den Start gehen und verfolgte das Geschehen am Sonntag auf Unterarmgehstützen von den Zuschauerbereichen aus.
Johann Karl beendet 125-ccm-Ära
Einen historischen Einschnitt gab es in der Klasse bis 125 Kubikzentimeter. Johann Karl, der 15-fache Landshaag-Klassensieger in dieser Kategorie, hat seine 125er zur Seite gestellt und tritt seit 2026 in der Klasse bis 500 Kubikzentimeter an. Auf seiner FTR setzte er sich in der neuen Kategorie gleich durch. Den verwaisten 125-ccm-Klassensieg übernahm Wilhelm Eßsl.
Die Veranstaltung bot darüber hinaus mehrere Verbindungen zu internationalen Road-Racing-Serien. Die angehenden Manx-Grand-Prix-Debütanten Thomas „Uccio“ Altendorfer und Moritz Klaus waren am Start, ebenso Sallustro als MGP-Teilnehmer der vergangenen Jahre und Datzer als aktiver TT-Pilot. Alle vier verfügen zudem über IRRC-Erfahrung. Weitere Fahrer aus dem IRRC-Umfeld wie Thomas Altenhuber, Daniel Wiesinger, Markus Mitterbauer, Dominik Haslinger und der Landshaag-Newcomer Leos „Magda“ Hlavacek komplettierten das Startfeld mit Straßenrenn-Hintergrund.
Seitenwagen und Klassiker
Bei den Seitenwagen waren sechs Gespanne gemeldet. Das Duo Franz Kapeller und Markus Billich, beide mit Erfahrung aus der IDM und der International Sidecar Trophy, fuhr mit 1:48,448 Minuten die schnellste Zeit. Platz zwei ging an Gerald Pointner und Jürgen Samhaber.
Am Rand des Geschehens zeigte sich auch der frühere Landshaag-Streckenrekordhalter Andreas „Gangolf“ Gangl. Er verfolgte das Geschehen in diesem Jahr als Zuschauer. Neben der österreichischen Bundeshymne war über die Lautsprecheranlage am Rennwochenende besonders häufig der New-Wave-Klassiker „Major Tom“ des deutschen Musikers Peter Schilling zu hören.
Häufige Fragen
-
Wie viele Teilnehmer hatte das Bergrennen Landshaag 2026?
Mit 300 Nennungen wurde beim Bergrennen Landshaag 2026 ein neuer Teilnehmerrekord in der Geschichte der Veranstaltung aufgestellt. Im Vorjahr waren es noch 260 Starter. Unter den gemeldeten Aktiven befanden sich sechs Damen, was ebenfalls einen Höchstwert darstellt.
-
Welche Nationen waren beim Bergrennen Landshaag 2026 vertreten?
Acht Nationen waren beim Bergrennen Landshaag 2026 am Start: Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande und die Schweiz. Die internationale Vielfalt zeigt sich auch in den Klassenergebnissen, etwa beim Sieg des Franzosen Simon Romieu in der 250-GP-Klasse.
-
Wie lang ist die Strecke beim Bergrennen Landshaag?
Die Rennstrecke auf der Landesstraße L1507 zwischen Landshaag und St. Martin im Mühlkreis ist 3.620 Meter lang. Der Streckenrekord steht bei 1:08,795 Minuten, aufgestellt von David Datzer im Jahr 2025, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 189,43 km/h entspricht.
-
Seit wann gibt es das Bergrennen Landshaag?
Das Bergrennen Landshaag wurde erstmals 1979 ausgetragen. Die 45. Auflage fand 2026 statt, für April 2027 ist bereits die 46. Ausgabe angesetzt. Damit nähert sich die Veranstaltung der 50-Jahr-Marke.

- S100 Total Reiniger Plus Nachfüllkanister 2000 ml – Motorradzubehör – Reinigung & Pflege Neutral








